Frühjahrsgespräche in Schleswig-Holstein

Die Frühjahrsgespräche 2026 in Jübek, Nortorf und Kiel zeigten ein insgesamt positives Stimmungsbild in der Bauindustrie Schleswig-Holsteins – trotz des harten Winters und seiner finanziellen Folgen für viele Arbeitnehmer. Die Unternehmensvertreter berichteten, dass der Winter zu Verzögerungen und wirtschaftlichen Engpässen bei Beschäftigten führte. Arbeitszeitflexibilisierung und Darlehen halfen teilweise, die Situation besser zu bewältigen.

Zentrale Themen der drei Gespräche waren die geänderten Vergaberegelungen – insbesondere die geplanten Erleichterungen in der Schleswig-Holsteinischen Vergabeverordnung und die Einführung der freihändigen Vergabe als Regelverfahren – sowie das neue Bundestariftreuegesetz mit seinen praktischen Herausforderungen. Auch die Unsicherheiten im Umgang mit der Ersatzbaustoffverordnung, die Preissteigerungen rohölbasierter Materialien und die schleppenden Verwaltungsprozesse bei öffentlichen Auftraggebern dominierten die Diskussionen.

Frau Meins, Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök, vermeldete eine weiterhin hohe Auslastung, erfolgreiche Prüfungen und personelle Veränderungen. Gemeinsam mit dem Bauindustrieverband wird sich das Zentrum erneut an der NordBau 2026 vom 9. bis 14. September beteiligen. Übergreifend zeigte sich in allen Gesprächsrunden Zuversicht für das Baujahr 2026 – verbunden mit dem Appell, Fachkräftesicherung, Ausbildung und effizientere Verwaltungsprozesse stärker in den Fokus zu rücken.

Amos Kamau ist bester Tiefbaufacharbeiter der IHK Kiel

Die Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) hat am 13. März im Haus der Wirtschaft die 41 jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen der diesjährigen Winterabschlussprüfungen ausgezeichnet. Mit dabei: Amos Kamau von der Firma Berthold Fasthuber Bauunternehmung GmbH & Co. KG in Kiel, der seine Ausbildung als „Tiefbaufacharbeiter Schwerpunkt Rohrleitungsbau“ bereits nach eineinhalb Jahren mit den Noten 1,4 (Praxis) und 2,1 (Theorie) als Jahrgangsbester bestanden hat.

Der 29-jährige Kenianer aus Kiambu nahe der Hauptstadt Nairobi lebt erst seit vier Jahren in Deutschland. Nach einem intensiven Spracherwerb wurde er aufgrund einer Initiativbewerbung eingestellt. Wie lernbegierig er ist, zeigte bereits unser Newsletter-Interview „Bauen mit Leidenschaft“ aus dem Mai letzten Jahres.

Baugrundausbildung in Ahrensbök

Seinen Weg zu diesem Erfolg begann unter anderem im ersten Ausbildungsjahr in unserem Ausbildungszentrum in Ahrensbök, wo er die Baugrundausbildung absolvierte, die eine wichtige Grundlage für die weiteren Ausbildungsinhalte bildet. Zentrumsleiterin Janina Meins: „In dieser Phase zeigte er bereits ein gutes Verständnis für die praktischen Anforderungen des Handwerks. Durch Engagement und Sorgfalt entwickelte er seine Fähigkeiten im Verlauf der Ausbildung kontinuierlich weiter. Der nun erzielte Spitzenabschluss ist das Ergebnis harter Arbeit, hoher Motivation und echter Leidenschaft für den Beruf.“

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr setzte er seine Ausbildung im Ausbildungszentrum in Hamburg fort, wo die fachliche Spezialisierung im Rohrleitungsbau im Mittelpunkt stand. Auch dort zeigte er gute Leistungen und baute seine fachlichen Fähigkeiten weiter aus.

Stolz bei Geschäftsführern des Ausbildungsbetriebes

Kim Björn Wenzel, der wie Bernd Ihlo und Mathias Kamp als geschäftsführende Gesellschafter der Berthold Fasthuber Bauunternehmung GmbH & Co. KG mit vollem Stolz und Freude an der Azubi-Bestenehrung teilgenommen hat, kommentierte die Auszeichnung seines Auszubildenden so: „Also nicht immer über die jungen Leute jammern und meckern – es geht auch so, wie unser lieber Amos eindrucksvoll bewiesen hat!“

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein gratuliert Amos Kamau herzlich zu dieser außergewöhnlichen Leistung und wünscht ihm für seinen weiteren beruflichen Weg alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

(Foto: IHK Kiel/Fabian Frühling)

HDB-Präsidiumssitzung in Hamburg

Am 10. März hatte unser Verband ein besonderes Gremium in unserer Hamburger Geschäftsstelle zu Gast: Das Präsidium des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) tagte in unserem Konferenzraum – mit Präsident Peter Hübner sowie den Vizepräsidenten Jutta Beeke (Sozialpolitik) und Tim Lorenz (Verkehr). Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Es war uns eine Ehre, Gastgeber zu sein!

(Foto v.l.: Ingo Rojczyk, Vorsitzender Ausschuss großer Unternehmen; Olaf Demuth, Region Nord; Dr. Alexander Tesche, Vorsitzender
Präsidialausschuss Internationales Bauen; Peter Hübner, Präsident; Johann Bögl, Region Süd; Jochen Wachenfeld-Teschner, Region Mitte; Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein; Jutta Beeke, Vizepräsidentin Sozialpolitik; Ben Behrend, HDB-Stabsstellenleitung Koordination und Strategie; Jörg Muschol, Region Ost; N.N.; Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer HDB; Tim Lorenz, Vizepräsident Verkehr)

Unterstützung der Olympia-Bewerbungen in Kiel und Hamburg

Kiel und Hamburg möchten sich beim Deutschen Olympischen Sportbund um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in einem der Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewerben – Hamburg als Hauptausrichter. Am 19. April stimmen die Menschen in Kiel über die Bewerbung ab, am 31. Mai die Hamburgerinnen und Hamburger für ihre Stadt. In Kiel läuft die Briefwahl schon seit dem 9. März, in Hamburg werden am 24. April die Briefwahlunterlagen verschickt.

Insgesamt stehen laut Experten die Chancen gut, dass Deutschland für eine Ausrichtung der Spiele nach 1972 mal wieder an der Reihe ist, Gastgeber der Spiele zu werden. Die Diskussion über die Chancen und Risiken der Bewerbungen kommt in den kommenden Wochen sowohl in Kiel als auch in Hamburg in die entscheidende Phase.

Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein:  „Die Bewerbungen von Hamburg und Kiel sind eine große Chance für die Region – nicht nur für Sportstätten und den Breitensport, sondern auch für die regionale Bauwirtschaft. Sie können notwendige Investitionen in die Infrastruktur beschleunigen und dafür sorgen, dass Bundesmittel auch einmal in den Norden fließen, statt nach Bayern oder NRW. Gleichzeitig sind sie ein Zeichen dafür, dass wir uns etwas zutrauen – und genau das unterstützen wir.“

Sie wollen die Kampagnen in Kiel und Hamburg auch unterstützen? Dann informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten:

Kiel: www.jo-kiel.de
Kampagnenmaterialien: Partnerpaket_BauindustrieHHSH

Hamburg: www.hamburg-activecity.de/olympia
Kampagnenmaterialien:
www.brandox.com/sommerspiele-hamburg/olympia-und-paralympics-in-hamburg

Fachausschuss Straßenbau und Gussasphalt: Weichenstellungen für 2026

Bei der Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt am 4. März im Ausbildungszentrum Ahrensbök standen vor allem aktuelle Herausforderungen, kommende Termine und strategische Positionierungen gegenüber Politik und Verwaltung im Vordergrund.

Mit Blick auf das neue RAL-Gütezeichen für Ausbauasphalt herrschte Einigkeit: Der Verband soll die Einführung aktiv begleiten. Besonders positiv bewertet wurden Verbesserungen im Haldenmanagement und mehr Transparenz für Auftraggeber. Einen breiten Raum nahmen die jüngsten Gespräche mit Wirtschaftsminister Madsen ein. Der Wille zur Umsetzung der zusätzlichen Haushaltsmittel sei erkennbar – doch inhaltlich gebe es Reibungspunkte. Die Mitgliedsunternehmen kritisierten unter anderem die unzureichende Vorbereitung der Auftraggeber bei Gesprächen, die Absicht, Risiken weitgehend auf die Unternehmen zu übertragen und die auf fünf Jahre komprimierte Mittelverteilung trotz Personalengpässen.

Gleichzeitig wurden alternative Vertragsmodelle wie Pauschalen, ECI oder Cost+Fee intensiv diskutiert. Auch technische Themen wie TA-Asphalt, Bohrkern-Untersuchungen und die Ablehnung von RDO-Sanktionen kamen zur Sprache.

Die Sitzungstermine für 2026 stehen fest: Am 17. Juni trifft sich der Ausschuss in Kiel, die Septembersitzung findet traditionell zur NordBau in Neumünster statt. Die Novembersitzung ist ebenfalls in Kiel geplant.

(Foto: Eurovia)

Netzwerk „Planen, Bauen, Wohnen“: Arbeitsgruppe zur Planungsbeschleunigung gestartet

Mit dem Auftakttreffen in der Investitionsbank Schleswig-Holstein ist die Arbeitsgruppe „Instrumente zur beschleunigten Planung von Wohnraum“ als Teil des Netzwerks „Planen, Bauen und Wohnen“ in die inhaltliche Arbeitsphase gestartet. Kommunen, Wohnungswirtschaft, Planer, Baupraxis, Energie- und Sozialbereich sitzen dabei bewusst gemeinsam am Tisch – alle relevanten Akteure entlang der Wertschöpfungskette sind eingebunden.

Klare Erwartung: weniger reden, mehr möglich machen

Für die Zusammenarbeit wurde ein pragmatischer Rahmen vereinbart: offener Austausch, keine Positionszuweisungen, keine Grundsatzdebatten. Ziel ist nicht ein weiteres Papier, sondern konkrete Verbesserungen bei Verfahren und Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Planungs- und Genehmigungsprozesse deutlich beschleunigt werden können. Aufwand und Dauer für Planung, Genehmigung und Bau sollen auf das notwendige Maß reduziert, Abläufe gestrafft und reale Hemmnisse identifiziert werden.

Erfahrungen aus Hamburg einbringen

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein bringt seine Erfahrungen aus der „Initiative kostenreduziertes Bauen“ in Hamburg ein. Viele Lösungsansätze liegen bereits auf dem Tisch – entscheidend ist jetzt, sie auf Übertragbarkeit zu prüfen und konsequent anzuwenden.

Zum Einstieg hat sich die Arbeitsgruppe mit den vorgesehenen Änderungen im Baugesetzbuch („Bau-Turbo“) befasst. Dabei handelt es sich um befristete Regelungen, die zusätzliche Handlungsmöglichkeiten eröffnen sollen, um Planungs- und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen. Der „Bau-Turbo“ ist damit weniger ein vollständiger Systemwechsel als vielmehr ein Instrumentenkasten für die beteiligten Akteure, die schneller bauen wollen. Er schafft neue rechtliche Optionen, ersetzt jedoch nicht die lokalen Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse in den Kommunen. Ob daraus tatsächlich mehr Tempo entsteht, hängt maßgeblich von der praktischen Nutzung vor Ort ab.

Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Mit der Arbeitsgruppe ist der Rahmen geschaffen, um Hemmnisse in den Planungs- und Genehmigungsprozesse gemeinsam anzugehen – nun gilt es, diese Chance zu nutzen.“

Mitgliederversammlung der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW)

Die vom Vorsitzenden Michael Seitz geleitete HBAW-Mitgliederversammlung am 12. März bot einen umfassenden Überblick über Finanzen, Aktivitäten und die strategische Ausrichtung der HBAW. Die Finanzen wurden vollständig geprüft und der Vorstand einstimmig entlastet.

Einen sehr positiven Rückblick gab es auf die Podiumsdiskussion im Ausbildungszentrum-Bau von November 2025 zum Thema „Hamburg-Standard“ – eine Neuauflage an selber Stelle ist für Herbst dieses Jahres geplant. Die Mitgliedsverbände berichteten über die Aktivitäten im ersten Quartal – darunter Fortschritte bei vereinfachten Baustandards, Eindrücke vom Wärmepumpen-Forum sowie Impulse aus der Veranstaltung „Baukultur auf Kampnagel“, wo unter anderem ein neuer Wettbewerb „Beste Baustelle“ angeregt wurde.

Positive Positionierung für Hamburger Olympia-Bewerbung

Die Mitgliedsverbände diskutierten zudem eine mögliche Unterstützung der Hamburger Olympiabewerbung für die Jahre 2036/2040/2044. Während viele eine positive Positionierung befürworten, wird ein erfolgreiches Referendum als kritisch eingeschätzt.

Für 2026 stehen zahlreiche Veranstaltungen an: das BAUFESTival mit der Rekordanmeldung von 2.300 Schülern, eine Umfrage zum Ingenieurbedarf, das HBAW-Golfturnier, ein Parlamentarisches Frühstück zum „Bündnis für den Tiefbau“ sowie eine Podiumsdiskussion zur Klimaneutralität 2040. Außerdem ist ein Werkstattgespräch mit dem ZIA zur kommunalen Wärmeplanung geplant. Der VDBUM bietet an, künftig Podcasts für die HBAW zu produzieren.

Neun Verbände bilden die HBAW

Das Bündnis „Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft“ vereint neun Verbände und Innungen der Branche und hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung dieses wichtigen Wirtschaftszweiges für Wirtschaft und Gesellschaft in Hamburg bekannter zu machen. Zu diesem Zweck haben die beteiligten Verbände eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vereinbart und vertreten gemeinsam die Interessen der bauausführenden Wirtschaft in Hamburg. Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, ist stellvertretende Vorsitzende der HBAW.

HORIZONT 2026: IHK zu Kiel fordert Resilienz-Offensive für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein

Beim Jahresempfang HORIZONT 2026 am 4. März hat die IHK zu Kiel eine Resilienz-Offensive für den Wirtschaftsstandort gefordert. Im Fokus stand der strategische Austausch mit 1.000 geladenen Gästen, Ministerpräsident Daniel Günther und Prof. Moritz Schularick (Kiel Institut) über die Frage, wie Schleswig-Holstein seine Souveränität und Handlungsfähigkeit in einer instabilen Weltlage sichern kann. Unter dem Titel „Risiko, Resilienz, Realität – zwischen globaler Offenheit und nationaler Abhängigkeit“ ging es um die Frage, wie Wirtschaft und Politik auf die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen reagieren können. Mit dabei: der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein.

IHK-Präsident Knud Hansen machte deutlich: Regeln sind notwendig. Sie schaffen Orientierung und verlässliche Rahmenbedingungen. Zugleich wurde Kritik an einem wachsenden Regelungsdrang laut. Bisweilen entsteht der Eindruck, dass der politische Regelungswille größer ist als die tatsächliche Regelungsfähigkeit. Für viele Unternehmen führt das zu einem immer dichteren Geflecht an Vorgaben, deren praktische Umsetzbarkeit nicht immer ausreichend mitgedacht wird.

Auch aus unternehmerischer Sicht lohnt jedoch ein differenzierter Blick. Nicht jede neue Regel ist automatisch ein Problem. Klare Leitplanken können Wettbewerb sichern und Orientierung geben. Entscheidend bleibt aber, dass Regulierung Maß hält und wirtschaftliche Realität berücksichtigt.

Mit Blick auf die aktuellen Krisen wurde zugleich betont, dass aufgeregte Reaktionen wenig helfen. Gefragt ist vielmehr eine „aufgeregte Gelassenheit“, wie sie Schleswig-Holstein gut kennt: ruhig bleiben – und vorbereitet sein. So formulierte es Ministerpräsident Daniel Günther.

Einen Blick auf die wirtschaftliche Ausgangslage Schleswig-Holsteins warf zudem Prof. Dr. Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. Die Wirtschaft im Land ist weniger stark in globale Wertschöpfungsketten eingebunden als in vielen anderen Regionen Deutschlands und stärker auf regionale und nationale Märkte ausgerichtet. Globale Verwerfungen treffen Schleswig-Holstein daher bislang weniger unmittelbar als stark exportorientierte Industriestandorte.

Neben den Impulsen des Podiums bot der Abend auch Raum für Gespräche und persönlichen Austausch. Gerade dieser geselligere Teil gehört zu solchen Veranstaltungen dazu – nicht weniger wichtig, wenn es darum geht, Eindrücke einzuordnen, Positionen zu schärfen und Kontakte zu pflegen.

(Foto v.l.n.r.: Ministerpräsident Daniel Günther, IHK-Präsident Knud Hansen, Prof. Dr. Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft; Credits: IHK Kiel/Fabian Frühling)

Neuordnung der Bauwirtschaftsberufe kommt im August

Gastbeitrag von Janina Meins, Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök

Zum 1. August 2026 tritt die neue Ausbildungsordnung in der Bauwirtschaft in Kraft – die umfassendste Modernisierung seit dem Jahr 1999. Die Umstellung betrifft also nur die Azubis, die nach dem 1. August neu in ein Ausbildungsverhältnis eintreten. Für den Eintritt in das zweite Lehrjahr gibt es eine Sonderregelung: diese Azubis treten einmalig in die alte Ausbildungsordnung ein, werden also mit dem bestehenden 2 Lehrjahr weiter unterrichtetet.

Insgesamt wurden 19 Berufe aus den Bereichen Hochbau, Tiefbau und Ausbau neu strukturiert, um den gestiegenen Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Zentrale Neuerung ist die Ablösung der bisherigen Stufenausbildung durch ein flexibleres Anrechnungsmodell. Zweijährige Ausbildungsberufe bleiben weiterhin anschlussfähig an dreijährige Qualifikationen. Zudem wird für die dreijährigen Berufe die gestreckte Abschlussprüfung eingeführt, die den Prüfungsprozess praxisnäher gestaltet und die Zwischenprüfung als Bestandteil des Abschlusses aufwertet.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Neugestaltung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU). Künftig sind alle Lehrgänge modular aufgebaut und dauern jeweils eine Woche – werden aber weiterhin in mehrwöchigen Blöcken kombiniert im Ausbildungszentrum durchgeführt. Die Ausbildungsinhalte werden stärker strukturiert und zwischen gemeinsamen sowie berufsspezifischen Anteilen differenziert. Im dritten Ausbildungsjahr stehen die berufsspezifischen Inhalte im Mittelpunkt.

Zur Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung werden derzeit umfangreich neue Unterweisungspläne entwickelt. Insgesamt sind über 400 Pläne vorgesehen, die schrittweise bis 2027 fertiggestellt werden.

Mit der Neuordnung setzt die Bauwirtschaft ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige, moderne und praxisorientierte Ausbildung. Gleichzeitig stellt die Umsetzung hohe Anforderungen an alle Beteiligten, bietet aber große Chancen für Qualität und Attraktivität der beruflichen Bildung.

Für Fragen dazu steht Ihnen das Ausbildungszentrum in Ahrensbök gern zur Verfügung: Martina Tams, tams@biv-hh-sh.de, 04525 – 61899-14.

Zu den Umsetzungshilfen des Bundesinstituts für Berufsbildung

(Foto: Ausbildungszentrum Ahrensbök)

Netzwerk Baukommunikation gestartet

Am 27. Februar hat unser Verband ein neues „Netzwerk Baukommunikation“ ins Leben gerufen. Ziel des Netzwerkes ist der kollegiale Austausch unter Mitarbeitern von Mitgliedsunternehmen, die in der Öffentlichkeitsarbeit und im Marketing tätig sind.

Beim Kick-off haben sich 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zumindest schon per Video kennengelernt. Geplant sind der regelmäßige Austausch etwa alle 6 Wochen zu Themen wie Personalakquise, Messen oder Baustellen, außerdem auch persönliche Treffen bei Mitgliedsunternehmen. Das nächste Treffen findet online am 17. April um 9 Uhr statt.

Sie möchten ebenfalls Teil des Netzwerkes werden? Dann melden Sie sich gerne bei Richard Lemloh (richard.lemloh@biv-hh-sh.de).

Ausblick NordBau, Nordjob Bau:Technik und CONBAU Nord 2026 in Neumünster

Vom 9. bis 13. September 2026 steht in den Holstenhallen Neumünster wieder das Bauen im Mittelpunkt: Die NordBau 2026 bietet mit ihren Ausstellern, Partnerverbänden und einem umfangreichen Kongressangebot zahlreiche Neuheiten, Beratungsangebote sowie Möglichkeiten zum Netzwerken und für Wissenstransfer. Auch der Bauindustrieverband und das Ausbildungszentrum Ahrensbök werden als Aussteller wieder dabei sein – mit einem größeren Stand als bisher und erstmals als offizieller zentraler Anlaufpunkt der Messe für die Ausbildung im Bau.

Nordjob Bau:Technik – Schülertag am 10. September

Etablierte Bauunternehmen nutzen die NordBau mittlerweile nicht nur zur Vorstellung innovativer Produkte und Verfahren, sondern auch um Personal zu gewinnen. Über das Institut für Talententwicklung kommen Schülerinnen und Schüler bereits im 14. Jahr zu vorab vereinbarten Terminen auf die Messe und treten direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt – frei von einem echten Vorstellungsgespräch, raus aus der Schulsituation, umgeben von der Branche, die breitgefächert auf der Messe vertreten ist. Immer mehr Schulen und Ausbildungszentren entdecken dieses Branchentreffen als Chance, dem Nachwuchs die „Bau-Welt“ zu eröffnen und damit praxisnahe Möglichkeiten der Berufsorientierung zu geben.

Sichern Sie sich Ihren Platz auf der nordjob Bau:Technik 2026 und gestalten den Schülertag auf der NordBau aktiv mit, indem Sie Menschen einen Einblick in Ihr Unternehmen geben. Nehmen Sie gern direkt Kontakt mit dem IfT Institut für Talententwicklung Nord GmbH auf: Daniela Becker, Projektleiterin nordjob Bau:Technik, IfT Institut für Talententwicklung Nord GmbH Lunden, Tel.: +49 4882 6059225, d.becker@if-talent.de (Kosten 945 bzw. 1.650 Euro zzgl. UST)

CONBAU Nord – praxisnahe Inspiration und Weiterentwicklung

Bereits ins dritte Jahr geht der hochkarätig besetze Baukongress im Norden zu „Wohnungsbau in der Transformation“: CONBAU Nord am 9.+10. September 2026 im Holstenhallen Congress Center. Expertinnen und Experten aus Baupraxis, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung widmen sich Wärmewende, Demografie und Standards in unterschiedlichen Sitzungsformaten: Leitsessions, World Cafés, Poster-Pitches, Best Practices, Fish Bowl. Bei allen stehen der fundierte und interdisziplinäre Wissensaustausch sowie die gemeinsame Entwicklung von Ideen im Mittelpunkt, um geeignete Maßnahmen zu identifizieren und Akzeptanz für eine notwendige Transformation im Gebäude- und Wohnungsbau zu schaffen.

Achtung: Early-Bird-Rabatt von 20 % für Bauindustrieverbands-Mitglieder, der bis zum 15. April 2026 gilt (Code: CBN26-EARLY20BI).

Weitere Informationen:
www.nordbau.de
www.conbau-nord.de
www.vocatium.de/messen/info/nordjob-bautechnik

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Montag, 30. März 2026
Sitzung des Hochbauausschusses mit Baustellenbesichtigung, Reinfeld

Montag, 30. März, bis Mittwoch, 1. April 2026
BAUFESTival 2026, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Montag, 4. Mai 2026
Sitzung des Fachausschusses Ingenieurbau, U5-Baustelle, Hamburg

Donnerstag, 7. Mai 2026
Tag der Bauindustrie, EUREF-Campus, Berlin

Dienstag, 2. Juni 2026 (neu)
Hamburger Bautag, incl. Firmenkontaktmesse, Technische Universität Hamburg

Mittwoch, 4. Juni 2026 (neu)
Mitgliederversammlung Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein, Hafen-Klub, Hamburg

Mittwoch, 17. Juni 2026
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Donnerstag, 18. Juni 2026
Arbeitskreis Jungunternehmer, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Freitag, 19. Juni 2026
Auftaktveranstaltung „Bündnis für den Tiefbau“, Patriotische Gesellschaft, Hamburg

Bauingenieurwesen: Mitgliedsunternehmen erhalten Zugang für zivile Studierende an der Helmut-Schmidt-Universität

Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V., und Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU/UniBw H) haben am 19. Februar eine neue Kooperationsvereinbarung zum Studiengang Bauingenieurwesen unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, die akademische Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte aus der zivilen regionalen Bauwirtschaft zu fördern und gleichzeitig den Praxisbezug im Studium zu stärken.

Ab Oktober 2026 stehen im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr bis zu zehn Studienplätze speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes zur Verfügung. Gleiches gilt ab Januar 2027 auch für den Masterstudiengang. Damit eröffnet sich für die teilnehmenden Unternehmen ein strukturierter Qualifizierungsweg für ihren Nachwuchs im Rahmen eines konsekutiven Studienmodells.

Die Studierenden absolvieren den Bachelor-Studiengang innerhalb von zweieinviertel Jahren und den Master-Studiengang nach weiteren eindreiviertel Jahren. Wer beide Abschlüsse anstrebt, erhält beide Qualifizierungen demnach innerhalb von vier Jahren. Interessierte können auch nur den Bachelor- oder nur den Master-Abschluss machen. Den Unternehmen wird dadurch ermöglicht, dass die Fachkräfte dank dieses zeitoptimierten Studienangebots früher in den Betrieb zurückkehren. Dabei profitieren die künftigen Bauingenieurinnen und Bauingenieure von den wissenschaftlich fundierten und zugleich anwendungsorientierten Studienprogrammen der HSU/UniBw H, von einer intensiven individuellen Betreuung, interdisziplinären Lehrangeboten sowie hervorragenden Studienbedingungen in kleinen Lerngruppen. Gleichzeitig eröffnet die Kooperation den Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes eine neue Möglichkeit, langfristig gut qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure für ihre Betriebe zu gewinnen.
Mehr Informationen zum Bachelor- und Master-Studiengang Bauingenieurwesen an der HSU

Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V.:
„Die Kooperationsvereinbarung bietet unseren Mitgliedsunternehmen ein hohes Maß an Flexibilität, denn Kosten entstehen nur bei tatsächlicher Nutzung eines Studienplatzes – ein exklusiver Vorteil unserer Mitglieder gegenüber Direktverträgen. Zugleich erleichtert die Kooperation insbesondere den Unternehmen, die bislang noch nicht mit der HSU/UniBw H zusammengearbeitet haben, den Zugang und unterstreicht unser Engagement für eine hochwertige akademische Qualifizierung in der Bauwirtschaft.“

Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU/UniBw H): „Als Universität der Bundeswehr ist es uns wichtig, unser hochkarätiges Studienangebot der Gesellschaft gegenüber zu öffnen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir schon diesen Herbst die ersten Studierenden aus den Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes auf unserem Campus begrüßen dürfen. Das hat auch für unsere Soldatinnen und Soldaten einen nicht zu vernachlässigen Mehrwert: Denn, wenn Menschen mit verschiedenen Erfahrungen zusammenkommen, entstehen neue Ideen – und genau diese Vielfalt brauchen wir, um die Welt von morgen verantwortungsvoll zu gestalten.“

Bei Interesse von Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes, Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter ein Bauingenieurwesen-Studium an der HSU zu finanzieren, melden Sie sich bitte bei manja.biel@biv-hh-sh.de.

Allgemeine Information zum Bauingenieur-Studium und den Rahmenbedingungen des Studiums sind erhältlich beim Hochschulmarketing der HSU: www.hsu-hh.de/hsm/kontakt

Fotos (zwei von drei): Christian Gelhausen/HSU/UniBwH

„Runder Tisch Sondervermögen“ des Verkehrsministeriums mit Bauindustrie

Auf Einladung von Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen fand am 29. Januar ein „Runder Tisch zum Thema Sondervermögen“ mit Vertretern der Bauindustrie, der Industrie- und Handelskammern und Logistikwirtschaft im Gästehaus der Landesregierung in Kiel statt. Der Minister wies darauf hin, dass das inzwischen zur Verfügung stehende Geld schnellstmöglich in Bauaktivitäten umgesetzt werden müsse. «Es ist der 1A-Wunsch, dass wir überall Baustellen errichten», sagte Madsen. «Ich wünsche mir natürlich dann auch von Bürgerinnen und Bürgern in Schleswig-Holstein eine gewisse Geduld.» Er habe in den vergangenen Monaten regelmäßig Mails erhalten, warum es nicht mehr Baustellen im Land gebe. Ziel des Runden Tisches sei es, Möglichkeiten für eine schnellere Umsetzung zu generieren, wobei in alle Richtungen neu gedacht werden müsse – möglicherweise auch unter einer Verschiebung der Verantwortungsbereiche.

Eine Mitarbeiterin des Ministeriums erläuterte die derzeitige Budgetsituation: Für die nächsten fünf Jahre stünden zusätzlich 200 Mio. Euro für den Straßen- und Brückenbau zur Verfügung, zusätzlich zu den in den nächsten Jahren jährlichen insgesamt 120 Millionen Euro (bisher 80 plus zusätzliche 40 Millionen). Durch das Sondervermögen sollen zusätzlich 40 Maßnahmen finanziert werden, wobei hier 29 Projekte aus dem Straßenbau und 11 Projekte für Ersatzneubauten vorgesehen seien. Für das Jahr 2026 werde jedoch zunächst „nur“ ein zusätzliches Investitionsvolumen von 15 Mio. Euro veranschlagt, die rechnerisch verbleibenden 25 Mio. Euro auf die restlichen Jahre verteilt. Dafür seien insgesamt 20 Stellen beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) zu besetzen.

Erhöhung der Wertgrenzen für Direktaufträge

Des Weiteren stellte das Ministerium in Aussicht, dass bei den Erhaltungsmaßnahmen neue Möglichkeiten zur Umsetzung über das ECI (Early Contractor Involvement)-Modell ausgeschöpft werden sollen. Dieses Modell sieht eine Einbeziehung von ausführenden Unternehmen bereits in der Planungsphase vor. Prozessbeschleunigend würden auch die Erhöhung der Wertgrenzen für Direktaufträge auf 100.000 Euro sein, ebenso wie die freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb oder Bekanntmachung bis zu einem Auftragswert von 1 Mio. Euro. Die Aufnahme sogenannter Bieterlisten werde geprüft. Hierbei würden die Unternehmen einmal ihre Eignung nachweisen und müssten diese in weiteren Ausschreibungen nicht erneut darlegen. Eine Mitarbeiterin des LBV.SH kündigte zudem an, die Digitalisierung im Bauprozess, insbesondere im Hinblick auf die Nachweisführung gemeinsamer Datenplattformen, voranzutreiben.

Gesamte zur Verfügung stehende Bauzeit nutzen

Holger Hansen, Vorstandsmitglied des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, begrüßte die angesprochenen Maßnahmen zum Bürokratieabbau und wies darauf hin, dass die vorgesehene Zeitschiene von zusätzlichen Mitteln für 5 Jahre für die beteiligten Unternehmen nicht die hinreichende Kontinuität abbilden würden. Zudem mahnte er an, dass die Ausschreibungstätigkeit regelmäßig erst im Sommer tatsächlich in Schwung komme. Insoweit wäre bei einer kontinuierlichen Ausschreibungstätigkeit die Möglichkeit gegeben, die gesamte zur Verfügung stehende Bauzeit auch zu nutzen, da dies ein sehr großer Hebel zur Umsetzung sei.

Stefan Lübke, Geschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, erinnerte an die mit dem LBV in der Vergangenheit erfolgte Absprache, dass die neuen Beschaffungsmodelle zunächst im Wesentlichen für die Abarbeitung der zusätzlichen Mittel aus dem Sondervermögen zur Anwendung kommen sollten, mithin für jedes Projekt die optimale Verfahrensart und Vertragsform auszuwählen ist. Auf die Möglichkeit zur Partizipation aller Unternehmensgrößen wurde ebenfalls von weiteren Vertretern des Verbandes hingewiesen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen angemahnt.

Fortsetzung des „Runden Tisches“ in drei bis vier Monaten

Minister Madsen betonte, dass nur mit gemeinsamer Analyse Lösungen gefunden werden können und dass dies zu einem permanenten gemeinschaftlichen Prozess werden möge. Dazu solle in etwa drei bis vier Monaten eine Fortsetzung des „Runden Tisches“ stattfinden.

Zum anschließenden Pressegespräch des Ministers zusammen mit Hans Wessels, Technischer Direktionsleiter des Bauunternehmens STRABAG, sowie Helmut Renze, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG

Besuch der Bauwirtschaft bei der neuen Innen- und Bauministerin Magdalena Finke

Am 2. Februar besuchte eine Delegation des Bauindustrieverbandes Hamburg-Schleswig-Holstein zusammen mit Vertretern des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein die neue Bauministerin Magdalena Finke sowie zwei ihrer Führungskräfte.

In offener und konstruktiver Atmosphäre tauschten sich Ministeriums- und Verbandsspitzen zu zentralen bau- und gesellschaftsrelevanten Themen aus. Im Mittelpunkt standen unter anderem die gesellschaftliche Bedeutung des Bauhauptgewerbes und der mittelständischen Bauwirtschaft für den Erhalt von Wohlstand und Stärkung der Resilienz gegenüber Angriffen von außen. Thema war ebenso die große Bedeutung von regionalen Strukturen bei der Ausbildung und der Wert von mittelständischen Unternehmungen in der Fläche, die durch ihre Mitarbeiter kommunale Strukturen erhalten und stärken. Auch die Mittelverwendung aus dem Sondervermögen des Bundes wurde gemeinsam beleuchtet. Ein nächster Gesprächstermin zur Vertiefung der Themen und Fortsetzung der Zusammenarbeit ist bereits vereinbart.

Foto (v.l.n.r.): Arne Kleinhans und Andreas Böttcher, Abteilungsleiter Bauen und Referatsleiter Vergabe, Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport; Dr. Claus-Christian Ehrhardt, stv. Vorstandsvorsitzender Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein (BIV HH SH); Jan Christian Janßen, Hauptgeschäftsführer Baugewerbeverband Schleswig-Holstein (BGV SH); Christoph Karstens, Vorstandsmitglied BIV HH SH; Ministerin Magdalena Finke; Stefan Lübke, Geschäftsführer BIV HH SH; Thomas Puls, Vorstand Bauwirtschaft im Norden; Max Uwe Johannsen, Vorsitzender BGV SH.

Erwachsenen-Weiterbildung im AZB: bis 15. Mai Plätze sichern – exklusives Voranmelderecht für Mitgliedsunternehmen

Gut qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Bauwirtschaft – mit den praxisnahen Weiterbildungen des Ausbildungszentrums-Bau in Hamburg (AZB) investieren Sie gezielt in die Zukunft Ihres Unternehmens. 

Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes haben ein exklusives Voranmelderecht bis zum 15. Mai 2026. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um sich frühzeitig Plätze für Ihre Mitarbeitenden bei den folgenden Qualifizierungsangeboten zu sichern, um so Verantwortungsträger auf Baustellen und in der Unternehmensorganisation gezielt weiterzuentwickeln und dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen:

1) Vorarbeiter (2 Wochen) & Werkpolier (7 Wochen) im Hoch- und Tiefbau
Termin: 22.02. – 05.03.2027

2) Werkpolier (7 Wochen) im Hoch- und Tiefbau
Termin: 05.01. – 19.02.2027

In diesen beiden Vollzeit-Weiterbildungen vermitteln unsere internen und externen Dozenten fundierte Kenntnisse in den Bereichen: Bautechnik, Baubetrieb, Recht, Mitarbeiterführung, Fachrechnen, VOB, Arbeitssicherheit, Vermessung sowie fachspezifische Inhalte im Hoch- und Tiefbau. Eine Förderung über den Weiterbildungsbonus ist möglich.

3) Geprüfter Polier im Hoch- und Tiefbau (10 Wochen)

Die Weiterbildung zum Geprüften Polier ist in vier Teile gegliedert – ähnlich der Meistervorbereitung:

  • Baubetrieb (3 Wochen, nicht vor Ort im AZB, sondern in Mellendorf)
    Termin: siehe Website weiter unten
  • Bautechnik (3 Wochen, nicht vor Ort im AZB, sondern in Mellendorf)
    Termin: siehe Website weiter unten
  • Mitarbeiterführung und Personalmanagement (2 Wochen)
    Termin: 18.01. – 29.01.2027
  • AdA (Ausbildung der Ausbilder, 2 Wochen)
    Termin: 04.01. – 15.01.2027

Der Vorbereitungslehrgang findet in Vollzeit statt. Eine finanzielle Unterstützung durch das Aufstiegs-BAföG ist möglich.

4) Meister im Straßenbauerhandwerk (8 Monate)

Der intensive Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung im Straßenbauerhandwerk umfasst vier Teile:

  • Teil I: Planungs-, Durchführungs- und Dokumentationsarbeiten
  • Teil II: Baukonstruktion, Auftragsabwicklung, Betriebsführung und -organisation
  • Teil III: Betriebswirtschaft und Recht
  • Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik

Die Teile I und II werden gemeinsam angeboten, die Teile III und IV können auch einzeln besucht werden. Die Module behalten ihre Gültigkeit, sodass sie nicht zwingend aufeinanderfolgend absolviert werden müssen. Auch hier ist eine Förderung durch das Aufstiegs-BAföG möglich.

Für Rückfragen zu Inhalten, Terminen und Anmeldemodalitäten steht Ihnen Frau Kerrin Schacht unter Tel. 040-639003-48 oder per E-Mail (kerrin.schacht@azb-hamburg.de) gern zur Verfügung.

www.azb-hamburg.de/weiterbildung

(Foto: Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg)

Bündnis für den Tiefbau: Senator Tjarks stellt Strategie auf „HSBK-Baukultur Forum 26“ vor

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, hat beim „Baukultur Forum 26“ der Hamburger Stiftung Baukultur (HSBK) am 10. Februar in der Kulturfabrik Kampnagel vor rund 300 Gästen die Eckpunkte des künftigen „Bündnisses für den Tiefbau“ vorgestellt: Hamburg bereitet sich auf einen Hochlauf an Investitionen sowohl in die Verkehrsinfrastruktur – Brücken- und Straßensanierungen sowie Ersatzbauten, U- und S-Bahn-Neubaustrecken – als auch in seine Leitungsnetze – Wasserleitungen, Energienetz, Glasfaser – vor. 3.000 laufende Baustellen habe Hamburg. Deshalb muss es laut Senator darum gehen, „künftig schneller zu bauen, weniger zu stören und mehr zu bewegen“.

Helfen soll dabei das „Bündnis für den Tiefbau“, das ab dem kommenden Sommer mit einem partnerschaftlich-integrativen Ansatz, besseren Bauabläufen und einem Kommunikationskonzept genau dafür sorgen soll. Ziel müsse es sein, nur noch einmal, termintreu und schnell im gleichen Straßenraum zu bauen. Dafür soll beispielsweise der Straßen- und Leitungsbau in kooperativen Maßnahmen gebündelt, außerdem sollen innovative Vergabemodelle angewendet werden. „Geschwindigkeit ist das Kriterium für die Bürgerinnen und Bürger“, so der Senator. Und die Kommunikation: Anwohnende und Gewerbetreibende sollen künftig sowohl digital als auch vor Ort besser über Maßnahmen informiert werden.

„Aus der Wahrnehmung unserer Mitgliedsunternehmen ist der Markt in Hamburg derzeit von einer sehr verhaltenen Ausschreibungstätigkeit geprägt“, ordnet Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, die Ankündigungen ein. „So bleibt zwischen dem formulierten Anspruch und der tatsächlichen Projekt- und Vergabepraxis aktuell eine spürbare Diskrepanz. Wenn Geschwindigkeit das Kriterium sein soll, muss  das angekündigte Bündnis für den Tiefbau zügig in die Umsetzung kommen und sich strategische Zielsetzungen zeitnah in konkreten und planbaren Ausschreibungen widerspiegeln.“

Mehr Informationen über die Veranstaltung

(Fotos 1 + 3: © Julia Schwendner)

41 Absolventen: kleine Freisprechungsfeier im Ausbildungszentrum Ahrensbök

Am 30. Januar 2026 fand im Ausbildungszentrum in Ahrensbök eine kleine, aber besonders wertschätzende Freisprechung im Baugewerbe statt: Insgesamt 41 Auszubildende aus den Bereichen Straßenbau, Betonbau und Kanalbau wurden offiziell freigesprochen und konnten so ins Berufsleben starten.

Geehrt wurden die Auszubildenden, die ihre Ausbildung verkürzt, den ersten Prüfungstermin krankheitsbedingt nicht wahrnehmen konnten oder die Prüfung beim ersten Anlauf nicht bestanden hatten und nun erfolgreich abgeschlossen haben. Gerade diese besondere Ausgangslage verlieh der Freisprechung eine sehr persönliche und wertschätzende Atmosphäre: Es ging nicht nur um den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung, sondern auch um die Anerkennung von Durchhaltevermögen, Motivation und den Willen, den eigenen Weg konsequent weiterzugehen.

In ihrer Ansprache würdigte die Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök Janina Meins den Einsatz der Absolventinnen und Absolventen und betonte, dass beruflicher Erfolg nicht immer geradlinig verlaufe. Entscheidend seien Ausdauer, Lernbereitschaft und der Mut, Rückschläge als Chance zur Weiterentwicklung zu nutzen. Die Freisprechung sei deshalb nicht nur ein formeller Akt, sondern ein sichtbares Zeichen für persönliche Stärke und berufliche Reife.

Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die Ehrung des Auszubildenden Ardit Citaku von der Firma DEFEBA aus dem Bereich Betonbau. Er verkürzte seine Ausbildungszeit und erzielte in der praktischen Abschlussprüfung herausragende 94 Punkte. Für diese außergewöhnliche Leistung erhielt er ein Makita-Radio, gesponsert von der Firma HKL – als Anerkennung für sein Engagement, seine Leistungsbereitschaft und sein fachliches Können.


(Foto v.l.: Betonbauer Ardit Citaku, Ausbilder Hermann Schultz)

Zum Ausbildungszentrum Ahrensbök

BAUFESTival vom 30. März bis 1. April im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Vom 30. März bis 1. April 2026, jeweils von 08:00 bis 14:00 Uhr, lädt das Ausbildungszentrum-Bau Hamburg (AZB) in Steilshoop zum vierten BAUFESTival ein. Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und alle Interessierten, die sich über Ausbildung und Karrierechancen in der Bauwirtschaft informieren möchten. Rund 2.000 Teilnehmende haben sich bereits angemeldet. Mit interaktiven Mitmachstationen, direkten Kontakten zu Unternehmen und umfassenden Beratungsangeboten steht das BAUFESTival ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung für die Hamburger Bauwirtschaft. Das AZB wird gemeinsam betrieben vom Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein und der Bau-Innung Hamburg.

Bau-Berufe hautnah erleben

Das BAUFESTival bietet Jugendlichen eine einzigartige Gelegenheit, neun zentrale Ausbildungsberufe des Bauhauptgewerbes praktisch zu erkunden. Auf dem 16.000 m² großen Gelände können sie ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben und Berufe wie Maurer, Zimmerer, Straßenbauer und viele mehr entdecken. Ob Minibagger fahren, Mauern setzen, Mosaike legen oder einen Handyhalter zimmern – durch spannende Mitmachaktionen werden die Berufe greifbar und erlebbar. Erfahrene Auszubildende stehen dabei zur Seite, teilen ihre Erfahrungen und beantworten Fragen.

Direkter Zugang zu Praktikums- und Ausbildungsplätzen

Neben den handwerklichen Erlebnissen steht die Vernetzung im Mittelpunkt. Über 30 Unternehmen aus der Bauwirtschaft, darunter auch einige Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes, präsentieren sich an Infoständen und bieten direkte Möglichkeiten für Praktika und Ausbildungsplätze. So können Schülerinnen und Schüler in Gesprächen mit potenziellen Arbeitgebern wertvolle Kontakte knüpfen.

Matthias Kloß, Geschäftsführer des AZB, betont: „Unser Ziel ist es, jungen Menschen praxisnah zu zeigen, welche spannenden Karrieremöglichkeiten die Bauwirtschaft bietet und ihnen den direkten Zugang zu Praktika und Ausbildungsplätzen zu ermöglichen.“

Informationen für Eltern, Lehrkräfte und Interessierte

Auch Eltern und Lehrkräfte haben die Gelegenheit, sich über Ausbildungs- und Karrierewege zu informieren, um ihre Kinder und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterstützen. Der Fokus liegt insbesondere auf der Bedeutung von Praktika als Einstieg in eine berufliche Laufbahn.

Mehr Informationen und Ansprechpartner

Klartext zur Infrastruktur: Fachausschuss Ingenieurbau im Dialog mit Dennis Thering

„Fährt Deutschland seine Infrastruktur vor die Wand?“ – unter dieser bewusst zugespitzten Fragestellung stand die Sitzung des Fachausschusses Ingenieurbau Hamburg am 12. Februar 2026 im Hafen-Klub. Im Mittelpunkt: der direkte Austausch zwischen Baupraxis und Politik über Ursachen der schleppenden Projektumsetzung und notwendige Veränderungen.

Gast des Abends war Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft und Landesvorsitzender der CDU Hamburg. Seine zentrale These: Nicht fehlendes Geld, sondern zu komplexe Verfahren, unklare Zuständigkeiten und mangelnde Planungsreife bremsen Infrastrukturprojekte aus. Zu lange Genehmigungszeiten, wachsende bürokratische Anforderungen und fehlende, langfristig vorbereitete Projektportfolios führten dazu, dass selbst dringende Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt würden.

Die Mitglieder des Ausschusses bestätigten diese Einschätzung ausdrücklich aus ihrer täglichen Erfahrung. Engpässe bei Fach- und Planungskapazitäten, immer aufwendigere Vergabe- und Genehmigungsprozesse sowie Abstimmungsprobleme zwischen Beteiligten verlängerten Planungs- und Bauzeiten erheblich. Gleichzeitig wurde betont, dass Infrastrukturmaßnahmen grundsätzlich auf gesellschaftliche Akzeptanz stoßen – wenn sie nachvollziehbar kommuniziert und verlässlich umgesetzt werden.

Diskutiert wurden vor allem praktikable Ansätze: klarere Verantwortlichkeiten, verbindlichere Fristen, mehr Digitalisierung und insgesamt schlankere, an der Umsetzung orientierte Verfahren. Infrastruktur müsse wieder als zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verstanden und entsprechend priorisiert werden.

Von Herrn Thering gewährte persönliche Einblicke in den politischen Alltag sorgten für einen lebendigen Blick hinter die Kulissen – ein echter Mehrwert für den Dialog zwischen Baupraxis und Politik! Das Fazit: ein intensiver und gelungener Abend mit klarem Fokus auf die praktischen Herausforderungen der Infrastrukturentwicklung.

Der nächste Termin des Fachausschusses Ingenieurbau steht bereits fest: am 4. Mai 2026, mit einer Baustellenbesichtigung der U5.

Sportsenator Grote präsentiert Olympia-Bewerbung beim Industrieverband Hamburg

Die Kielerinnen und Kieler können am 19. April abstimmen, ob sie es befürworten oder nicht – die Hamburgerinnen und Hamburger bei einem Referendum am 31. Mai: Das Thema „Olympia-Bewerbung“ nimmt an beiden Geschäftsstellen-Standorten unseres Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein immer mehr Fahrt auf. Am 6. Februar präsentierte Andy Grote, Senator für Inneres und Sport, die Olympia-Bewerbung beim Industrieverband Hamburg (IVH), der beim Sitz der Geschäftsstelle des Architekten- und Ingenieurvereins Hamburg (AIV) WTM Engineers zu Gast war, als „Chance für alle“. Wenige Tage vorher hatten die Sportbehörde und die Handelskammer eine Studie des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) präsentiert, die dem Sport in Hamburg 15.000 Arbeitsplätze und eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von 5,3 Milliarden Euro zuschreibt.

Senator Grote stellte beim IVH heraus, dass alle Ausrichter-Städte in der Vergangenheit einen „enormen Schub“ bekommen hätten und dass Olympia tatsächlich sehr wahrscheinlich 2040 oder 2044 nach Deutschland komme, da das Land wieder „an der Reihe“ sei. Hamburg wolle in einer Welt, in der es zu immer mehr Spaltung komme, einen Ort der Begegnung und des friedlichen sportlichen Wettbewerbs schaffen. Olympia, so Grote, könne als positives Zukunftsprojekt neue Kräfte freisetzen und vereinen. Der wirtschaftliche Schub und die Katalysator-Funktion sei bei einer Ausrichtung absehbar: Hamburg würde als Standort für Unternehmen, Talente und Besucher enorm profitieren – Olympia würde die Wissenschafts- und Innovationsmetropole stärken und die Metropolregion international deutlich sichtbarer machen. Paris habe einen kleinen Überschuss im Jahr 2024 erwirtschaftet. Zudem sei es klar, dass bei einer erfolgreichen Bewerbung die Infrastrukturprojekte, die sich Hamburg vorgenommen habe, alle mit einer großen Priorität vorangetrieben würden. Grote betonte, dass es angesichts des bereits positiven Referendums in München vom 26. Oktober letzten Jahres am Ende die entscheidende Frage sei, ob Hamburg die Bundesgelder für Infrastruktur nach München ziehen ließe oder in die Hansestadt hole.

Der Hamburger Senat hat angekündigt, das Finanzierungskonzept für Olympia im Monat März vorzustellen.

Zur Kampagne „Jo“ für eine Olympia-Beteiligung von Kiel

Zum städtischen Olympia-Portal von „Hamburg Active City“

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Montag, 2. März 2026
Frühjahrsgespräch Schleswig/Westküste/Husum, Hotel & Restaurant Goos, Jübek

Donnerstag, 5. März 2026
Sitzung des Sielbauausschusses, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Hamburg

Mittwoch, 4. März 2026
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt,
Aussprachetreffen mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH),
Ausbildungszentrum Ahrensbök

Montag, 9. März 2026
Frühjahrsgespräch Rendsburg / Neumünster / Pinneberg / Itzehoe, Hotel Kirchspiels Gasthaus, Nortorf

Dienstag, 10. März 2026
Sitzung des Arbeitskreises Baukaufleute, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Donnerstag, 12. März 2026
Frühjahrsgespräch Kiel / Lübeck, Ringhotel Birke, Kiel

Donnerstag, 19. März 2026
Betriebswirtschaftlicher Ausschuss, Hafen-Klub, Hamburg

Donnerstag, 26. März 2026
Fachausschuss Tiefbau, Hafen-Klub, Hamburg

Montag, 30. März, bis Mittwoch, 1. April 2026
BAUFESTival 2026, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Montag, 4. Mai 2026
Sitzung des Fachausschusses Ingenieurbau, U5-Baustelle, Hamburg

Donnerstag, 7. Mai 2026
Tag der Bauindustrie, EUREF-Campus, Berlin

Dienstag, 2. Juni 2026
Hamburger Bautag, mit Firmenkontaktmesse, Technische Universität Hamburg (TUHH)

Mittwoch, 10. Juni 2026
Mitgliederversammlung Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein, Hafen-Klub, Hamburg

Mittwoch, 17. Juni 2026
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Donnerstag, 18. Juni 2026
Arbeitskreis Jungunternehmer, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

3. Norddeutscher Wohngipfel: Bauindustrie fordert konsequente Umsetzung der „Bremer Erklärung“

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein begrüßt die im Rahmen des 3. Norddeutschen Wohngipfels verabschiedete „Bremer Erklärung“ und fordert jetzt eine konsequente Umsetzung. Die beteiligten Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bekennen sich darin zu mehr Tempo beim Planen und Bauen, zu Vereinfachungen im Baurecht sowie zu einem stärkeren Fokus auf Umsetzbarkeit und Kosteneffizienz.

Aus Sicht der Bauindustrie in Hamburg und Schleswig-Holstein setzt die Erklärung wichtige inhaltliche Akzente: Beschleunigte Genehmigungsverfahren, der Mut zur Reduktion von Standards auf das erforderliche Maß sowie die konsequente Nutzung bestehender rechtlicher Spielräume sind zentrale Voraussetzungen, um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln.

Hauptgeschäftsführerin Biel: Umsetzbarkeit muss im Mittelpunkt stehen

„Dass Bund und Länder gemeinsam anerkennen, dass künftig nicht die Summe aller Einzelanforderungen, sondern die Umsetzbarkeit im Mittelpunkt stehen muss, ist ein entscheidender Schritt“, erklärt Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein. „Für unsere Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein ist genau diese Klarheit über Prüfmaßstäbe, Zuständigkeiten und Verfahren Voraussetzung dafür, Projekte wieder verlässlich kalkulieren und realisieren zu können.“

Positiv bewertet der Verband zudem das klare Bekenntnis zur Vereinfachung des Zivil- und Werkvertragsrechts sowie zur Weiterentwicklung der Förderinstrumente. Insbesondere die angekündigte Anpassung der KfW-Förderung und die stärkere Ausrichtung an praxistauglichen Standards wie dem Gebäudetyp E können aus Sicht der Bauindustrie in Hamburg und Schleswig-Holstein einen wichtigen Beitrag zur Kostensenkung leisten.

Entscheidend: Beschleunigung muss tatsächlich auf der Baustelle ankommen

„Entscheidend wird sein, dass die in der Bremer Erklärung formulierten Ziele nun zügig und konsistent in konkretes Verwaltungshandeln überführt werden“, so Biel. „Genehmigungsbeschleunigung, Standardreduzierung und Förderpraxis müssen am Ende in Hamburg und Schleswig-Holstein auch tatsächlich auf der Baustelle ankommen.“

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein bekräftigt seine Bereitschaft, den eingeschlagenen Weg konstruktiv zu begleiten. Die Bauunternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein verfügen über die erforderliche Expertise und Leistungsfähigkeit, um schneller und kosteneffizient zu bauen – vorausgesetzt, die angekündigten Maßnahmen werden verlässlich umgesetzt und dauerhaft praxistauglich ausgestaltet.

Zur Pressemitteilung des 3. Norddeutschen Wohngipfels in Bremen

(Foto v.l.n.r.: Dr. Frederik Hogrefe, zuständiger Innenstaatssekretär Schleswig-Holsteins für das Bauen, Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg, Bremens Bausenatorin Özlem Ünsal, Grant Hendrik Tonne, Niedersachsens Wirtschafts- und Bauminister, Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern; Bildquelle: Aygün Kilincsoy, SBMS)

In den Ruhestand verabschiedet: Mehdi Behnam (SAW) und Roger Brück (AUG. PRIEN)

Zwei langjährig ehrenamtlich aktive Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen sind in den Ruhestand verabschiedet worden: Mehdi Behnam von der SAW Schleswiger Asphaltsplitt-Werke GmbH & Co. KG in Schleswig und Roger Brück von der AUG. PRIEN Bauunternehmung GmbH & Co. KG in Hamburg. Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein dankt beiden für das langjährige Engagement, ohne das eine erfolgreiche Verbandsarbeit nicht möglich wäre, und wünscht ihnen einen schönen Ruhestand sowie alles Gute für den neuen Lebensabschnitt!

Mehdi Behnam war 21 Jahre lang Abteilungsleiter Tiefbau der SAW in Schleswig und hat sich seitdem unter anderem regelmäßig in den Frühjahrs- und Herbstgesprächen unseres Verbandes intensiv mit anderen Unternehmen aus Schleswig-Holstein zu vielen Themen ausgetauscht. Sehr intensiv war auch die Zusammenarbeit mit der Rechtsberatung unseres Verbandes. Engagiert ist er zudem in der Bezirksgruppe Rendsburg der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Schleswig-Holstein (VSVI-SH) sowie als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht in Schleswig.

Eingeladen vom Bundespräsidenten Steinmeier

Der in Teheran (Iran) aufgewachsene verheiratete Vater zweier Töchter ist mit 20 Jahren nach Deutschland gekommen und hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Nach intensivem Deutschunterricht an mehreren Standorten in Deutschland und der Anerkennung des iranischen Abiturs kam er zum Bauingenieur-Studium nach Eckernförde, das er im Jahr 1987 in der Fachrichtung Wasserbau abschloss. Nach Positionen in einem Ingenieurbüro und mehreren Bauunternehmen, darunter auch als Bauleiter in den neuen Bundesländern, kam er 2003 zu SAW. Aufgrund seiner vorbildlichen Integrationsgeschichte – er wirkte zwischenzeitlich auch als Jugend-Fußballtrainer – wurde Mehdi Behnam sogar 2019 zum Sommer-Gartenfest des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier eingeladen und trank Kaffee mit Kanzlerin Angela Merkel. Bei der Abschiedsfeier am vergangenen Freitag sagte SAW-Geschäftsführer Holger Hansen: „Mehdi hat über die Jahre ein sehr starkes Team aufgebaut – aus dem Tiefbau Nord wurde die stärkste Abteilung innerhalb der SAW.“

Roger Brück: vom Zeitsoldaten zum Abteilungsleiter Stahlbau und Innere Betriebe

Kurz vor Weihnachten bekam Roger Brück (63) einen sehr besonderen Abschied in seinem Unternehmen AUG. PRIEN, das er schon seit dem Jahr 2004 als Abteilungsleiter Stahlbau und Innere Betriebe prägte: Er sollte eine „Bucket List“ auf dem Werkstattgelände und sogar auf dem Wasser abarbeiten. Für jede gemeisterte Herausforderung bekam er einen Schlüssel, bis er schließlich die große Geschenk-Holzkiste öffnen konnte, die ihm in einer humorvollen Laudatio überreicht wurde. Geschäftsführer Markus Buchhorn würdigte in bewegenden Worten Roger Brücks Einsatz, Verlässlichkeit und Teamgeist für das Unternehmen: „Aus einem „überschaubaren“ Stahlbaubereich und einem Bauhof mit angeschlossener Maschinentechnik hat Roger einen leistungsfähigen, wirtschaftlich erfolgreichen und strategisch gut aufgestellten Bereich gemacht.“ Unter seiner Leitung seien nicht nur alle Bereiche gewachsen, sondern auch profitabel und zukunftsfähig geworden. Er habe Strukturen geschaffen, Prozesse optimiert und Standards gesetzt, die das Unternehmen bis heute trügen. Wertvoll ebenso für das Unternehmen: die Zertifizierung für tragende Stahltragwerke bis EXC 3 (EN 1090-2) im Jahr 2013 sowie sein großes Engagement in der Schweißtechnik.

„Großes Fachwissen, klarer Blick und feines Gespür für das Machbare“

Schon im vergangenen November hatte Beate Szameit, Syndikusrechtsanwältin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, in der Geräteausschuss-Sitzung dem seit 2024 stellvertretenden Vorsitzenden Roger Brück für seine 21-jährige ehrenamtliche Arbeit zu baumaschinentechnischen Themen gedankt: „Mit großem Fachwissen, klarem Blick und einem feinen Gespür für das Machbare haben Sie die Diskussionen immer wieder bereichert.“

Das große Fachwissen erwarb Roger Brück sowohl durch zwei Studiengänge, als Zeitsoldat und an weiteren Stationen: An der Universität der Bundeswehr studierte er Luft- und Raumfahrttechnik und schloss als Diplom-Ingenieur ab. Zusätzlich absolvierte er ein Aufbaustudium zum Wirtschaftsingenieur. Seine Zeit als Zeitsoldat bis 1994 prägte ihn: Als Staffelchef einer Instandsetzungsstaffel war er für die technische Betriebsführung verantwortlich und betreute komplexe Systeme wie Tornado, Alpha-Jet und Do-28. Bis zum Eintritt bei AUG. PRIEN sammelte er Erfahrungen als Assistent der Geschäftsleitung und die kaufmännische Leitung bei zwei weiteren Firmen. Neben dem Engagement beim Bauindustrieverband war Roger Brück auch beim VDBUM (Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik) seit 2004 ehrenamtlich engagiert – als Beiratsmitglied und Leiter des Stützpunkts Hamburg.

(Foto v.l.n.r.: Mehdi Behnam/SAW, Markus Buchhorn und Roger Brück/AUG. PRIEN)