Frühjahrsgespräche in Schleswig-Holstein
Die Frühjahrsgespräche 2026 in Jübek, Nortorf und Kiel zeigten ein insgesamt positives Stimmungsbild in der Bauindustrie Schleswig-Holsteins – trotz des harten Winters und seiner finanziellen Folgen für viele Arbeitnehmer. Die Unternehmensvertreter berichteten, dass der Winter zu Verzögerungen und wirtschaftlichen Engpässen bei Beschäftigten führte. Arbeitszeitflexibilisierung und Darlehen halfen teilweise, die Situation besser zu bewältigen.
Zentrale Themen der drei Gespräche waren die geänderten Vergaberegelungen – insbesondere die geplanten Erleichterungen in der Schleswig-Holsteinischen Vergabeverordnung und die Einführung der freihändigen Vergabe als Regelverfahren – sowie das neue Bundestariftreuegesetz mit seinen praktischen Herausforderungen. Auch die Unsicherheiten im Umgang mit der Ersatzbaustoffverordnung, die Preissteigerungen rohölbasierter Materialien und die schleppenden Verwaltungsprozesse bei öffentlichen Auftraggebern dominierten die Diskussionen.
Frau Meins, Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök, vermeldete eine weiterhin hohe Auslastung, erfolgreiche Prüfungen und personelle Veränderungen. Gemeinsam mit dem Bauindustrieverband wird sich das Zentrum erneut an der NordBau 2026 vom 9. bis 14. September beteiligen. Übergreifend zeigte sich in allen Gesprächsrunden Zuversicht für das Baujahr 2026 – verbunden mit dem Appell, Fachkräftesicherung, Ausbildung und effizientere Verwaltungsprozesse stärker in den Fokus zu rücken.































