5. Februar in Hamburg: Dialog mit der Bauwirtschaft

Das Amt für Bauordnung und Hochbau der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e. V. laden ein zum „Dialog mit der Bauwirtschaft“:

„Machbar bauen – nachhaltig, kosteneffizient und EU-konform“
am Donnerstag, 5. Februar 2026
von 09:00 bis 15:00 Uhr

im Amt für Bauordnung und Hochbau
Konferenzzentrum/Raum D.-1.04
Nagelsweg 39
20097 Hamburg

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Die Bauwirtschaft steht vor der Herausforderung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit mit bisher überwiegend linear geprägten Wertschöpfungsprozessen in Einklang zu bringen. Ein anhaltender Kostendruck sowie zunehmende Unsicherheiten in Planung, Vergabe und Baupraxis verschärfen diese Rahmenbedingungen zusätzlich. Gleichzeitig gilt es europäische und nationale Vorgaben normenkonform umzusetzen.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten möchten wir Impulse setzen, Lösungsansätze diskutieren und den Austausch darüber fördern, wie nachhaltiges Bauen heute realistisch, rechtssicher und wirtschaftlich umsetzbar gestaltet werden kann.

Impulsgeber der Veranstaltung sind:

►► Anne-Caroline Erbstößer, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin, die die relevanten europäischen Vorgaben – unter anderem EU-Taxonomie, EPBD und CSRD – einordnet. Sie gibt Hinweise, was verbindlich ist und welche Vereinfachungen oder Übergangsregelungen genutzt werden können, um Rechtssicherheit für Auftraggeber, Planer und Ausführende zu schaffen.

►► Prof. Dietmar Walberg, ARGE Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. in Kiel, der die monetäre und nachhaltige Bewertung von Bauvorhaben in den Blick nimmt. Er zeigt auf, wie Nachhaltigkeit sachgerecht bewertet werden kann, ohne Fehlanreize oder Scheingenauigkeit zu erzeugen, und beleuchtet die Frage, was für öffentliche und private Auftraggeber tatsächlich handhabbar und vergleichbar ist.

►► Tim Hupe, Hupe Flatau Partner in Hamburg, der die Perspektive aus der Planungs- und Baupraxis einbringt. Er zeigt auf, wie Nachhaltigkeitsanforderungen mit Kosten, Terminen und Haftungsaspekten in Einklang gebracht werden können und welche Lösungen heute sowohl kosteneffizient als auch nachhaltig plan- und umsetzbar sind.

Der Dialog lebt vom Austausch: Ziel der Veranstaltung ist es, Hemmnisse klar zu benennen, Spielräume zu identifizieren und belastbare Aussagen zu Must-haves, Kann-Regelungen und No-Go-Punkten herauszuarbeiten – als Grundlage für einen pragmatischen Umgang mit nachhaltigem, kosteneffizientem und EU-konformem Bauen.

Eine Anmeldung ist noch möglich – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

(Foto: LGV/Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen)

Save-the-date: Frühjahrsgespräche in Schleswig-Holstein

Bitte notieren Sie sich den Termin für Ihr Frühjahrsgespräch in Schleswig-Holstein:

  • Schleswig/Westküste/Husum: Montag, 2. März 2026, Hotel & Restaurant Goos in Jübek
  • Rendsburg/Neumünster: Montag, 9. März 2026, Hotel Kirchspiels Gasthaus, Nortorf
  • Kiel/Lübeck: Donnerstag, 12. März 2026, Ringhotel Birke, Kiel

Weitere Informationen erhalten Sie mit den Einladungen, die noch versendet werden.

UVNord-Präsident Murmann: Holen wir Olympia in den Norden

Mit einer Rekordbeteiligung von rund 650 geladenen Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, darunter auch unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel, fand am 21. Januar der traditionelle UVNord-Neujahrsempfang im Hotel Atlantic statt. Hauptredner der Veranstaltung waren der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Dr. Peter Tschentscher und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther, die zum Thema „Zur Perspektive Hamburgs und Schleswig-Holsteins in Deutschland und Europa“ sprachen. In Anwesenheit von weiteren Mitgliedern des Senats und der Landesregierung ging UVNord-Präsident Dr. Philipp Murmann mit deutlichen Worten auf die aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen ein.
Zur NDR-Berichterstattung über die Veranstaltung

„Wir müssen Deutschland wieder in Fahrt bringen. Wir sind geprägt von Jahrzehnten, in denen es gut für uns lief: Wohlstand, Stabilität, Frieden, billige Energie. Eine prosperierende Wirtschaft, die immer neues Geld in die Staatskasse spülte. Wir konnten es uns damit lange sehr bequem machen. Aber es ist wie bei jeder Art von Konsum: Die Freude darüber verblasst schnell. Jetzt müssen wir uns umgewöhnen. Das fällt nicht leicht.“

Murmann nannte als „größte Baustellen“: Die Arbeitskosten, die Energiekosten, die Bürokratielasten, den Sozialstaat, die Steuerlasten und grundsätzlich die politischen Unberechenbarkeiten, derer sich die Wirtschaft ständig gegenübersieht. Zwar habe dies auch die Koalition in Berlin erkannt, doch bei Themen wie eine höhere Erbschaftssteuer auf betriebliche Vermögen, ein neues Tariftreuegesetz oder ein Entgelt­transparenzgesetz komme man gleich wieder vom richtigen Kurs ab und beschleunigt die Deindustrialisierung: „Also Finger weg davon und keine weiteren Belastungen!“

Zügiges Vorankommen bei A26-Ost und dem Ersatzbau der Köhlbrandbrücke

In Bezug auf Hamburg lobte Murmann den Praxischeck Bürokratieabbau, der konkret mit ersten guten Ergebnissen angelaufen sei sowie die Anstrengungen bei den Themen Azubiwohnen, Schulbau und Hafenmodernisierung. Zügig Vorankommen müsse man endlich auch bei der A26-Ost und dem Ersatzbau der Köhlbrandbrücke, den beiden Infrastrukturprojekten von größter Bedeutung für den Wirtschafts- und Industriestandort.

Mit Blick auf Schleswig-Holstein machte Murmann deutlich: „Beim Klima hat der echte Norden schon die Nase vorne und auch alle Voraussetzungen für Themen wie On- und Offshore, Batterie- und Speichertechnologie, Wasserstoff, alternative Kraftstoffe. Daraus lässt sich was machen. Die Bewerbung als Net-Zero-Valley Modellregion in Europa bietet für Schleswig-Holstein riesige Chancen. Auf zum klimaneutralen Industrieland! Das ist der richtige Weg, um die Kurve zu kriegen. Mut beweisen und anpacken: Das gilt auch bei den Themen Digitalisierung und Staatsmodernisierung. Wir drücken die Daumen, dass es so weitergeht! Und wir drücken uns allen die Daumen, dass der Erfolg mit der A20 im vergangenen Jahr erst der Auftakt zu einer Serie wird.“

Abschließend machte der UVNord-Präsident mit Blick auf Olympia deutlich: „Holen wir Olympia nach Hamburg und in den Norden! Etwas richtig Großes! Einfach weil wir es wollen und können! Mit unserem nordischen Charme, mit gemeinsamer Anstrengung und einem hervorragenden Konzept. Olympia ist die große Chance für den Norden!“

„Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten weiter gut zusammen.“

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Das Wirtschaftswachstum Hamburgs liegt auch 2025 – zum zweiten Jahr in Folge – über dem bundesweiten Durchschnitt, deutlich vor Baden-Württemberg und Bayern. Tourismus und Bauwirtschaft entwickeln sich gut. Der Containerumschlag im Hafen stieg zuletzt um acht Prozent. Die neue Hamburger Bauordnung, die das Bauen schneller und einfacher macht, ist seit dem 1. Januar in Kraft. Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten weiter gut zusammen. Sie sind bei der Digitalisierung Vorreiter in Deutschland, Hamburg bietet mittlerweile 300 Dienstleistungen der Verwaltung online an. Olympische und Paralympische Spiele können dem Norden zusätzliche Schubkraft geben. Ich bedanke mich für die Unterstützung Schleswig-Holsteins bei der Hamburger Olympia-Bewerbung und hoffe auf ein starkes Votum der Bürgerinnen und Bürger bei den Abstimmungen in Hamburg und Kiel.“

„Halten Sie weiterhin Kurs, investieren Sie, bilden Sie aus, gehen Sie neue Wege.“

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther warb für Zuversicht, Aufbruchstimmung sowie für einen modernen Industriestandort im Norden: „Wir können gestalten. Mit Schleswig-Holstein als Energieland, mit viel Raum für Netze, Speicher und den Flächen, die man für Transformation braucht und als Metropolregion mit Hamburg als weiterer Innovationsraum, Talentschmiede und Hafenmetropole.“ So entstehe ein Angebot, das in Deutschland einzigartig sei. Günther: „Wir haben kluge Köpfe, unternehmerische Kompetenz und – gerade im Norden – die Fähigkeit, wichtige Veränderungen praktisch umzusetzen: von erneuerbaren Energien über Wasserstoff bis zur Digitalisierung. An die Wirtschaft appellierte der Ministerpräsident, Treiber dieser norddeutschen Zukunftsperspektive zu bleiben: „Halten Sie weiterhin Kurs, investieren Sie, bilden Sie aus, gehen Sie neue Wege. Politik muss dafür die Bedingungen verbessern: Es muss bei uns wieder schneller, einfacher und verlässlicher gehen. Das ist unser Auftrag. Daran arbeitet der Bund, und dabei unterstützen wir als Länder.“

„Ein stärkeres Wir-Gefühl täte unserem Land gut.“

Als „glühender Verfechter“ machte sich der Ministerpräsident für Olympische und Paralympische Spiele im Norden stark: „Sport verbindet. Ein stärkeres Wir-Gefühl täte unserem Land gut. Olympische Spiele fördern Investitionen in die Infrastruktur, stärken internationale Bekanntheit und sind Gold wert für den Zusammenhalt. Diese Chance sollten wir ergreifen.“

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft und vertritt über seine 116 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 106.000 Unternehmen, die in Hamburg und Schleswig-Holstein rund 1,9 Millionen Menschen beschäftigen. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Seit 1. Januar gültig: die neue Hamburgische Bauordnung

Hamburg hat seine Landesbauordnung deutlich entschlackt: Mit Inkrafttreten der Neufassung der Hamburgischen Bauordnung können ab dem 1. Januar 2026 Baugenehmigungen beispielsweise schneller erteilt werden, zudem reicht für bestimmte Gebäude lediglich eine sogenannte Genehmigungsfreistellung. Auch Umbauten im Bestand und Dachaufstockungen sind für Bauherrinnen und Bauherren von nun an deutlich einfacher umzusetzen. Außerdem können Bauanträge über den neuen, länderübergreifenden Onlinedienst „Digitale Baugenehmigung“ eingereicht werden. Bauvorhaben können somit insgesamt besser umgesetzt werden.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „2026 wird das Bauen in Hamburg schneller, einfacher und günstiger. Die neue Hamburgische Bauordnung erleichtert das Bauen im Bestand und vereinfacht Aufstockungen und Umnutzungen, gleichzeitig stellen wir kleinere Wohngebäude ab 2026 genehmigungsfrei – ebenso wie Wärmepumpen, Ladestationen für E-Autos und Balkonkraftwerke. Die Genehmigungsverfahren werden beschleunigt, etwa durch den neuen, länderübergreifenden Online-Dienst „Digitale Baugenehmigung“. Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes war es ein langer Weg, daher bedanke ich mich bei allen Beteiligten aus den Kammern, der Baubranche sowie den Fachbehörden und Bezirksämtern für ihre wertvollen Anregungen. Ich bin überzeugt, dass die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen gemeinsam mit dem neuen Hamburg-Standard für weiteren Schwung im Wohnungsbau sorgen werden.“

Der Senat hatte der Neufassung der Hamburgischen Bauordnung (HBauO) am 29. Oktober 2024 zugestimmt, die Bürgerschaft am 27. November 2024. Danach hat das Amt für Bauordnung und Hochbau der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen die Sonderbauverordnungen angepasst und durch die Neufassung der Bauordnung ausgelöste Änderungen in Fachrechtsgesetzen vorgenommen. Auch die Software zum Bearbeiten von Bauanträgen wurde entsprechend angepasst und die am Bau Beteiligten über die zahlreichen Änderungen informiert und geschult, damit das Gesetz Anfang 2026 in Kraft treten kann.

Die Änderungen im Überblick finden Sie hier.

Weitere Informationen unter: www.hamburg.de/baugenehmigung.

(Foto: Willing-Holtz Fotografie GbR)

Service: neues „Fördercheck“-Tool der Bundesagentur für Arbeit

Mit dem neuen Online-Tool „Fördercheck“ der Bundesagentur für Arbeit (BA) können Unternehmen mit wenigen Klicks selbst herausfinden, ob sie möglicherweise eine unterstützende Förderleistung erhalten können – zum Beispiel bei Neueinstellungen oder für bereits beschäftigte Mitarbeitende.

„Dieses Tool verschafft – unabhängig von Betriebsgrößen – einen unkomplizierten, schnellen Überblick über relevante Fördermöglichkeiten, je nach aktueller Ausgangssituation oder des individuellen Bedarfs“, weist Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Kiel, auf das neue Angebot hin.

„Nach ein paar Klicks entsteht eine Übersicht der potenziell passenden Fördermöglichkeiten inklusive ihrer Beschreibung und weiteren Informationen zur Beantragung und zu Fördervoraussetzungen.“  Zudem können Arbeitgebende sofort die Kontaktaufnahme zum gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und den Jobcentern für eine ausführliche Beratung in die Wege leiten. Falls erst eine spätere Kontaktaufnahme gewünscht ist, ist auch die Speicherung der Übersichtsliste möglich.

Die BA kann Unternehmen mit vielfältigen Förderinstrumenten im Rahmen ihrer Personalplanung unterstützen – zum Beispiel mit dem Eingliederungszuschuss, der Assistierten Ausbildung oder einer Einstiegs- oder Beschäftigtenqualifizierung. Die Fördermöglichkeiten sind bisher jedoch nicht allen Unternehmen hinreichend bekannt. Mit dem digitalen Fördercheck ergänzt die Bundesagentur für Arbeit ihr bestehendes Informationsangebot zum Thema „Förderleistungen“. Das Tool richtet sich dabei an Unternehmen jeder Größe und Branche.

Der Fördercheck für Unternehmen der Bundesagentur für Arbeit ist online verfügbar unter: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell.

Kontakt zum gemeinsamen Arbeitgeber-Service unter: 0800 4 5555 20 (gebührenfrei).

(Foto: Screenshot www.arbeitsagentur.de)

Schulbuch „Baukultur“: Spende an Stadtteilschule in Hamburg-Bramfeld

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein hat Anfang des Monats einen Klassensatz des Schulbuches „Baukultur“ der Bundesstiftung Baukultur an die Stadtteilschule Osterbek in Hamburg-Bramfeld gespendet. Das Schulbuch ist das erste Buch für allgemein- und berufsbildende Schulen zum Thema Baukultur. Menschen ab ca. 11 Jahren (4./5. Klasse) vermittelt es Wissen zum Planen und Bauen und bietet einen Türöffner zu spannenden Räumen. Anhand vieler Beispiele, Grafiken und Aufgabenstellungen macht das Buch Vorschläge, wie junge Menschen ihre Umwelt erleben und aktiv gestalten können: in der Schule, zu Hause oder unterwegs im Stadtraum.

Im Rahmen einer Projektwoche der Stadtteilschule Osterbek zum Thema „Nachhaltige Städte“, bei der die Schülerinnen und Schüler Vorschläge zur inklusiven Umgestaltung von Spielplätzen auch mit gebauten Modellen erarbeitet haben, wurde das neue Schulbuch gleich genutzt. Dirk Witt, Fachleiter des Lernbereichs Gesellschaftswissenschaften der Stadtteilschule Osterbek, bedankte sich bei der Präsentation der Projektergebnisse vor den vielen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern für die Spende: Diese hätte gut in die aktuelle Projektwoche gepasst, könne aber noch viel besser künftig in den 8. Klassen genutzt werden.

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein möchte mit dieser und weiteren Buch-Spenden dazu beitragen, das Thema Bauen und Baukultur stärker ins Bewusstsein von Lehrkräften und jungen Menschen zu bringen.

(Foto v.l. Schulleiterin Sylke Gatzki, Hauptgeschäftsführerin Manja Biel, zwei Schülerinnen der 6. Klassen, Dirk Witt, Fachleiter Gesellschaftswissenschaften)

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Donnerstag, 5. Februar 2026
Branchendialog „Machbar bauen – nachhaltig, kosteneffizient und EU-konform“, Amt für Bauordnung und Hochbau, Hamburg

Dienstag, 10. Februar 2026
HSBK Baukultur Forum #Baustelleverbessern, Hamburger Stiftung Baukultur, Kampnagel, www.hsbk.city

Donnerstag, 12. Februar 2026
Sitzung des Fachausschusses Ingenieurbau, Hafen-Klub, Hamburg

Donnerstag, 26. Februar 2026
Sitzung des Geräteausschusses, STRABAG BMTI GmbH & Co. KG, Hamburg

Montag, 2. März 2026
Frühjahrsgespräch Schleswig/Westküste/Husum, Hotel & Restaurant Goos, Jübek

Mittwoch, 4. März 2026
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt,
Aussprachetreffen mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH),
Ausbildungszentrum Ahrensbök

Montag, 9. März 2026
Frühjahrsgespräch Rendsburg / Neumünster / Pinneberg / Itzehoe, Hotel Kirchspiels Gasthaus, Nortorf

Dienstag, 10. März 2026
Sitzung des Arbeitskreises Baukaufleute, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Donnerstag, 12. März 2026
Frühjahrsgespräch Kiel / Lübeck, Ringhotel Birke, Kiel

Donnerstag, 19. März 2026
Betriebswirtschaftlicher Ausschuss, Hafen-Klub, Hamburg

Donnerstag, 26. März 2026
Fachausschuss Tiefbau, Hafen-Klub, Hamburg

Montag, 30. März, bis Mittwoch, 1. April 2026
BAUFESTival 2026, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Donnerstag, 7. Mai 2026
Tag der Bauindustrie, EUREF-Campus, Berlin

Mittwoch, 3. Juni 2026
Hamburger Bautag, incl. Firmenkontaktmesse, Technische Universität Hamburg

Mittwoch, 10. Juni 2026
Mitgliederversammlung Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein, Hafen-Klub, Hamburg

Mittwoch, 17. Juni 2026
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Donnerstag, 18. Juni 2026
Arbeitskreis Jungunternehmer, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

#StolzaufunsereMitglieder: Leif Klüsener ist Schleswig-Holsteins bester Straßenbauer

Die IHK Schleswig-Holstein hat Leif Klüsener von unserem Mitgliedsunternehmen Groth & Co. Bauunternehmung GmbH als landesbesten Straßenbauer 2025 ausgezeichnet. Die feierliche Ehrung fand im Rahmen eines Festaktes in der Musik- und Kongresshalle Lübeck statt, bei dem insgesamt 98 Auszubildende der Industrie- und Handelskammern Flensburg, Kiel und Lübeck für die besten Noten in ihrem Ausbildungs-Jahrgang prämiert wurden.

Neben Leif Klüsener hat die IHK auch seinen Ausbildungsbetrieb für die hervorragende Ausbildungsleistung ausgezeichnet: Groth & Co. Bauunternehmung GmbH aus Pinneberg hat nämlich in den vergangenen zehn Jahren mehrfach Landesbeste in der Ausbildung hervorgebracht.

Thomas Buhck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein, forderte die jungen Fachkräfte auf, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Sie sollten weiterhin lernen und das erworbene Wissen in die Unternehmen einbringen.

(Foto v.l.: Leif Klüsener und Oliver Busch, Technischer Leiter, von Groth & Co. Bauunternehmung GmbH)

Zur Bildergalerie der IHK-Feierstunde

Zur Groth & Co. Bauunternehmung GmbH in Pinneberg

Austausch mit Minister Madsen in Preetz

Am 4. Dezember fand ein konstruktiver Austausch zwischen Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen und CDU-Lokalpolitikern sowie Vertretern des Bauindustrieverbandes bei unserem Mitgliedsunternehmen Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG in Preetz statt. Herzlichen Dank an Herrn Biernacki, Schwalbes geschäftsführender Gesellschafter und Vorstandsmitglied unseres Verbandes, für das Ermöglichen des Termins und den sehr angenehmen Rahmen vor Ort.

Gleich zu Beginn machte Minister Madsen deutlich, dass das Land über ausreichend Mittel verfügt, um Infrastrukturprojekte voranzubringen. Der eigentliche Engpass liege jedoch im Personal – sowohl im Ministerium als auch in den Kommunen. Rund 62 Prozent der Sondermittel seien in kommunaler Verantwortung, allerdings könnten externe Planungskosten nicht aus dem Sondervermögen finanziert werden. Dadurch fehlten vielerorts die Kapazität, Projekte überhaupt auf den Weg zu bringen.

Auch aus Sicht der Unternehmen ist der Personalmangel einer der zentralen Flaschenhälse in Vergabe- und Planungsprozessen. Verbesserungen seien möglich, greifen jedoch erst mittelfristig – während der Projektdruck kurzfristig steige.

Neben der Personalsituation wurden Themen wie die Qualität von Ausschreibungen, Verzögerungen bei Prüf- und Freigabeprozessen sowie der Bedarf nach klaren Zuständigkeiten und einem besseren Austausch über konkrete Problemstellungen („Benennen von Ross und Reiter“) diskutiert.

Das Gespräch hat wieder deutlich gezeigt: Konkrete Beispiele aus der Praxis sind entscheidend. Je klarer ein Problem benannt wird, desto wirkungsvoller lässt es sich gegenüber Politik und Verwaltung adressieren. Der Verband bittet daher alle Mitgliedsunternehmen, Hinweise und konkrete Fälle einzubringen – je konkreter, umso besser.

Save the dates: Branchendialog, BAUFESTival, Tag der Bauindustrie und Mitgliederversammlung

Bitte notieren Sie sich für Ihre Jahresplanung 2026 die folgenden Termine:

  • Branchendialog „Machbar bauen – nachhaltig, kosteneffizient und EU-konform“, Amt für Bauordnung und Hochbau, Hamburg, am 5. Februar 2026,
  • BAUFESTival 2026, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg, vom 30. März bis 1. April 2026,
  • Tag der Bauindustrie 2026, Berlin, am 7. Mai 2026,
  • Mitgliederversammlung des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein am 10. Juni 2026 im Hafen-Klub, Hamburg.

Weitere Informationen folgen.

 

Arbeitskreis Jungunternehmer: Steffen Biernacki ist neuer Vorsitzender

Der Arbeitskreis Jungunternehmer ist das Gremium für Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich – unabhängig vom Alter – neu oder vertieft in unternehmerischer Verantwortung befinden und den fachlichen Austausch zu aktuellen Branchenthemen suchen.

Bei der Sitzung am 4. Dezember wurde Steffen Biernacki, Leiter Unternehmensentwicklung von der Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG (Foto: ganz rechts), zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Moritz Stamer (Asphalt Mischwerk Eutin GmbH & Co. KG), dem der Verband für sein Engagement und seine Impulse herzlich dankt.

Außerdem diskutierten die Teilnehmer verschiedene Themen wie den Umgang mit digitalen Lieferscheinen, die wachsenden Nachhaltigkeits-Anforderungen der Auftraggeber, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Unternehmen sowie die aktuelle tarifpolitische Situation im Baugewerbe.

Thies Richter, Geschäftsführer des Bauindustrieverbandes: „Der Arbeitskreis Jungunternehmer des Bauindustrieverbandes ist ein Forum des Kennenlernens sowie des fachübergreifenden Erfahrungsaustausches für die nachrückenden Generationen der Unternehmer. Diesen soll die Gelegenheit gegeben werden, sich in die Arbeit des Verbandes und der verschiedenen Gremien mit einzubringen und sich über im Verband laufende Projekte bzw. Initiativen zu informieren.“

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Donnerstag, 5. Februar 2026
Branchendialog „Machbar bauen – nachhaltig, kosteneffizient und EU-konform“, Amt für Bauordnung und Hochbau, Hamburg

Dienstag, 10. Februar 2026
HSBK Baukultur Forum #Baustelleverbessern, Hamburger Stiftung Baukultur, www.hsbk.city

Donnerstag, 12. Februar 2026
Sitzung des Fachausschusses Ingenieurbau, Hafen-Klub, Hamburg

Donnerstag, 26. Februar 2026
Sitzung des Geräteausschusses, STRABAG GMTI GmbH & Co. KG, Hamburg

Mittwoch, 4. März 2026
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt,
Aussprachetreffen mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH),
Ausbildungszentrum Ahrensbök

Montag, 30. März, bis Mittwoch, 1. April 2026
BAUFESTival 2026, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Donnerstag, 7. Mai 2026
Tag der Bauindustrie, Berlin

Mittwoch, 10. Juni 2026
Mitgliederversammlung Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein, Hafen-Klub, Hamburg

Mittwoch, 17. Juni 2026
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Donnerstag, 18. Juni 2026
Arbeitskreis Jungunternehmer, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Kiel

Herbstgespräche mit Grünkohlessen in Kiel, Nortorf und Jübek: unterschiedliche Stimmungslagen

Teilweise sehr unterschiedlich schauten insgesamt 65 Teilnehmer von 33 unserer Mitgliedsunternehmen während der drei traditionellen Herbstgespräche in Schleswig-Holstein zurück auf das ablaufende Jahr: Rohrleitungsbauer sind derzeit sehr zufrieden. Ein überwiegend zufriedenstellendes Jahr hatten die Tiefbau-Unternehmen, die Auftragsakquise habe sich wegen der schwierigen Marktlage im mittleren Volumenbereich jedoch als sehr schwer herausgestellt: Größere Städte hätten eine Haushaltssperre, auch die Finanzausstattung kleinerer Kommunen bereite Sorgen. Wegen des fehlenden Wohnungsbaus fänden auch weniger Erschließungsmaßnahmen statt. Der Hochbau hat eine schwere Zeit: Es gebe zu wenige Aufträge für die Vielzahl an Anbietern. Lediglich die Bundeswehr habe die Aktivitäten deutlich ausgeweitet.

Größte Herausforderung sind nach wie vor das Gewinnen von Fachkräften und die Ausbildung von ausreichend und geeigneten Auszubildenden sowie die fehlenden personellen Kapazitäten auf der Seite der Maßnahmenplaner. Stefan Lübke und Thies Richter, Syndikusanwälte des Bauindustrieverbandes, berichteten über verschiedene Themen aus den Feldern Bürokratieabbau, Arbeitsrecht, Freistellung für Reservisten, Tarifverträge bzw. dem Sozialpolitischen Ausschuss des HDB. Janina Meins, Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök, informierte unter anderem über 121 neue Auszubildende im ersten Lehrjahr und einen sehr gelungenen Auftritt mit der lebendigen Baustelle als Aussteller der Messe NordBau in Neumünster.

NDR berichtet über Sanierung einer historischen Schleuse durch Friedrich Peters Bau

#StolzaufunsereMitglieder: Das NDR „Hamburg Journal“ berichtete am 18. November über den Einhub der neuen Schleusentore an der historischen und denkmalgeschützten Mellingburger Schleuse in Hamburg-Sasel – realisiert durch unser Mitgliedsunternehmen Friedrich Peters Bau aus Borsfleth (Kreis Steinburg).

Zum Video des NDR Hamburg Journals

Mithilfe eines Krans und eines Tauchers sind die neuen restaurierten Holz-Stemmtore am Oberhaupt der Mellingburger Schleuse eingesetzt worden. Dies markiert laut dem Bezirksamt Hamburg-Wandsbek einen bedeutenden Meilenstein der gesamten Sanierungsmaßnahme. Die heute als Wehr betriebene Mellingburger Schleuse ist die einzige historische Alsterschleuse, an der die frühere Funktion noch erkennbar ist. Sie ist daher als bedeutendes Kulturdenkmal geschützt.

Für das vom Verfall bedrohte Bauwerk hat das Bezirksamt Wandsbek den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer mit der Planung und Realisierung der Sanierung beauftragt. In die umfangreiche Planung sind die öffentlichen Belange insbesondere des Denkmalschutzes, des Naturschutzes sowie des Gewässer- und Hochwasserschutzes eingeflossen.

Die denkmalgerechte Instandsetzung ist ein sehr aufwendiger Prozess, so das Bezirksamt. Im Rahmen der Sanierung finden umfangreiche Ausbesserungsarbeiten am Mauerwerk des Unterhaupts und Oberhaupts statt. Es werden neue Geländer aus Metall hergestellt und montiert sowie zwei neue Brücken und vier Schleusentore eingehoben.

Zu den beauftragten Arbeiten unseres Mitgliedsunternehmen Friedrich Peters Bau gehören die Baulose 1 und 2 und umfassen neben Erd- und Wasserbauarbeiten, die Mauerwerkssanierung und Natursteinarbeiten, rund 150 m Geländer, der Neubau zweier Stahlbrücken mit Eichenholzbelag und der Nachbau von hölzernen Eichen-Schleusentoren, welche auf dem Werkhof in Borsfleth mit eigenen Zimmerleuten nach Vorbild der zuvor demontierten Schleusentore erfolgte.

Geschäftsführer Jan Peters: „Hierzu haben wir die alten historischen Beschläge, Verbindungsmittel und Anbauteile demontiert, aufgearbeitet, beschichtet und an die neuen Tore denkmalgerecht wieder montiert. Neben den Schleusentoren wurden weitere Holzelemente rekonstruiert und teilweise auf Grundlage von historischen Bildern und Zeichnungen nachgebaut. Alles in allem: genau das richtige Projekt für ein 200 Jahre altes Bauunternehmen.

Die Firma Friedrich Peters hat im September dieses Jahres ihr 200-jähriges Firmenjubiläum gefeiert: www.peters-bau.info.

(Bildquelle: Screenshot NDR „Hamburg Journal“)

#StolzaufunsereMitglieder: „Johann Kontor“ von AUG. PRIEN ist „Bauwerk des Jahres 2024“

Der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg (AIV) hat vier „Bauwerke des Jahres 2024“ ausgezeichnet – und damit die jeweiligen Bauherren, Architekten und Tragwerksplaner geehrt.  Unter ihnen auch das neue geschaffene „Johann Kontor“ am Johanniswall zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt, bei dem unser Mitgliedsunternehmen AUG. PRIEN der Bauherr sowie das bauausführende Unternehmen war und das für seine besondere gestalterische und technische Qualität gewürdigt wurde.

Über 60 Bauwerke aus dem Jahr 2024 waren von den Bezirksämtern für den Wettbewerb gemeldet worden. Die Auswahl der Preisträger:innen erfolgte in einem dreistufigen Verfahren durch eine Fachjury mit 16 Mitgliedern. In der Laudatio hieß es: „Insgesamt hat es (das Bauwerk) etwas geschafft, was viele ihm nicht zugetraut hatten. Es hat dem Weltkulturerbe Kontorhausviertel nach 100 Jahren seinen finalen Baustein hinzugefügt.“

Anja Meister, Leiterin Unternehmenskommunikation der AUG. PRIEN-Gruppe: „Diese Auszeichnung würdigt nicht nur die architektonische Qualität, sondern besonders die herausragende Zusammenarbeit innerhalb unserer Projektteams. Das Johann Kontor ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt aus den eigenen Reihen: Unsere Projektentwicklung gestaltete Idee und Planung, während die Schlüsselfertige Abteilung Umsetzung und Realisierung übernahm. Das enge Zusammenspiel – von der Konzeptidee über die detaillierte Planung bis zur Fertigstellung – war entscheidend für den Projekterfolg.“

Weitere Informationen zum Wettbewerb des AIV, den prämierten Bauwerken, der Laudatio und den Fotos der Preisverleihung

(Bildquelle: AUG. PRIEN)

 

Im Studio des NDR Kiel: Interview mit Hauptgeschäftsführerin Manja Biel

Unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel hat sich am 11. November im Studio des NDR „Schleswig-Holstein Magazins“ in Kiel den Fragen von Moderator Henrik Hanses zur Verwendung des Sondervermögens bei Bauprojekten gestellt. Sie plädierte für eine zügige und dennoch qualitätsorientierte kontinuierliche Planung und Beauftragung der jetzt zur Verfügung stehenden Mittel. Zudem für eine integrierte Planung bei komplexeren Projekten, also dem frühzeitigen Einbeziehen von bauausführenden Unternehmen – so könnten Projekte insgesamt schneller realisiert werden.

Vorangegangen war ein Beitrag von Bastian Pöhls über die Verwendung des Sondervermögens in Schleswig-Holstein, unter anderem für Straßenbauprojekte des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV).

Zum Video der Sendung: Beitrag von Bastian Pöhls ab Minute 3:57, das Interview mit Frau Biel startet ab Minute 7:35.
(Bildquelle: Screenshot NDR)

Video von Podiumsdiskussion „Wie gelingt kostengünstiger Wohnungsbau mit dem Hamburg-Standard?“

Dies war das Thema der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) am 11. November im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg. Die Diskussion entwickelte sich – moderiert von Peter Kleffmann aus der Wirtschaftsredaktion des NDR – nach einem Impuls von Senatorin Karen Pein auch mit dem Publikum sehr lebhaft. Mit dabei:

·      Olaf Demuth, Vorsitzender des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein
·      Snezana Michaelis, Vorständin der SAGA-Unternehmensgruppe
·      Dr. Rolf Bosse, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg
·      Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer.

Olaf Demuth: „Der Hamburg-Standard wird erst dann zum Standard, wenn die Hamburger Landesförderrichtlinien das erarbeitete Optimierungspotenzial als Bedingung für die Förderung des Wohnungsbaus aufnehmen. Damit setzt der Senat ein Zeichen an alle Beteiligten, dass es Fördergelder nur dann gibt, wenn die erarbeiteten Voraussetzungen für die Schaffung von kostengünstigem Wohnungsbau angewandt werden.“

Senatorin Karen Pein: „Mit dem Hamburg-Standard haben wir aufgezeigt, wie wir die Neubaukosten um ein Drittel senken können, um so den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Dies war nur möglich, weil alle Akteurinnen und Akteure der Wohnungs- und Bauwirtschaft ihre ganze Expertise im Schulterschluss eingebracht, Bewährtes hinterfragt und gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet haben. Jetzt gilt es, dieses entstandene Wissen und das neue Verständnis der Baukultur auch umzusetzen. Hierfür setze ich mich ein.“

Zum Youtube-Video: Podiumsdiskussion der HBAW zum „Hamburg Standard“

Zur HBAW: Veranstaltungen Archive | Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft

(Fotos: Fjord Media/HBAW)

Zwischen Förde und Elbe: Da sein, wo sich Entscheidungsträger treffen

Gleich zwei hochkarätige Formate boten in diesem Monat die Chance, bauindustriepolitische Themen direkt an die Entscheidungsträger heranzutragen – in Hamburg und in Schleswig-Holstein.

In Hamburg war beim diesjährigen „IndustrieTreff“ des Industrieverbandes Hamburg (IVH) am 13. November in den Räumen des Unternehmens BAT nicht nur der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher zu Gast. Auch Senatorin Melanie Leonhard und Senator Anjes Tjarks, Hamburgs Industriekoordinator Christopher Schwieger, Industrievertreter und Wissenschaftler nahmen teil. Unser Vorstandsmitglied Christian Weber (HC Hagemann) und unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel suchten mittendrin das Gespräch und setzten Impulse – dort, wo Offenheit und Transparenz echten Mehrwert schaffen.

In Schleswig-Holstein folgte kurz darauf das traditionsreiche 58. UVNord-Grünkohlessen im Kieler Yacht-Club mit rund 300 Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Hauptredner war der CDU-Europaabgeordnete Niclas Herbst, der zum Thema „Perspektiven für ein wirtschaftliches starkes und sicheres Europa“ sprach. Das Grußwort für die schleswig-holsteinische Landesregierung hielt Ministerpräsident Daniel Günther.

Mit Blick auf Schleswig-Holstein ging UVNord-Präsident Philipp Murmann auf die aktuelle Situation um die A20 ein: „Ein wirklicher Befreiungsschlag ist, dass Wirtschaftsminister Madsen den Weg für die A20 endlich frei gemacht hat. Da ist frischer Wind aufgekommen. Wir alle hoffen, dass er einen bleibenden Umschwung ankündigt und Einwände, Klagen und Baustopps der Vergangenheit angehören. Wir müssen in Deutschland wieder dahin kommen, dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit, die man in Ruhe und auch im Nachhinein regeln könnte, den Spaten aus der Hand wirft. Das Verbandsklagerecht darf nicht zum Investitionskiller werden und gehört auf den Prüfstand.“

(Bildquelle erste drei folgende Fotos: Tristan Übermuth, letztes Foto: Thomas Eisenkrätzer_Kiel)

Bauingenieurwesen: Stiftung der Hamburger Bauindustrie prämiert beste Bachelor-Absolventen

Im Rahmen der diesjährigen Absolventenfeier hat die Stiftung der Hamburger Bauindustrie am 21. November die besten Bachelor-Ergebnisse prämiert: Hauptgeschäftsführerin Manja Biel und Vorstandsmitglied Frank Schulz ehrten drei Studierende mit sehr guten Noten und sehr kurzer Studiendauer.

Den dritten Preis, der mit 600 Euro dotiert ist, erhielt Carl Luis Göpfert – er hatte den Bachelorabschluss mit der Note 1,7 innerhalb von 8 Semestern und 2 Monaten erzielt.

Als zweite Preisträgerin erhielt Nele Marie Rathjens aufgrund der Note 1,7 und einer Studiendauer von 6 Semestern und einem Monat das Preisgeld in Höhe von 800 Euro.

Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis bekam Thuy-Lam Le für ihre herausragenden Leistungen: Sie hat den Bachelorabschluss mit der Note 1,4 innerhalb von 6 Semestern und einem Monat erworben.

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünscht ihnen alles Gute für ihre Zukunft!

Zum Studiengang Bauingenieurwesen der HafenCity Universität Hamburg

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht zu kommenden Terminen unserer Ausschüsse und von anderen relevanten Veranstaltungen:

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 9:00 Uhr
18. Hamburger Baurechtstag, Bucerius Kunst Forum, Hamburg

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 10:00 Uhr
Sitzung des Sielbauausschusses, Geschäftsstelle Hamburg, Bauindustrieverband

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 15:00 Uhr
Sitzung des Arbeitskreises Jungunternehmer, Geschäftsstelle Kiel, Bauindustrieverband

Mittwoch, 10. Dezember 2025, 15:00 Uhr
Sitzung des Vorstandes, Geschäftsstelle Kiel, Bauindustrieverband

Montag, 15. Dezember 2025, 11:30 Uhr
Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Ausbildungszentrums Ahrensbök e. V., Ahrensbök

EXPO REAL: Impulse für Bauen, Vergabe und Standardisierung

Die EXPO REAL 2025 vom 6. bis 8. Oktober in München bot erneut eine starke internationale Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Baupraxis. Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein war auf der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen vor Ort – ebenso wie einige Mitgliedsunternehmen: AUG. Prien, HC Hagemann, Implenia, Karrié, Strabag, Zech und weitere.

Die von unserem Verband organisatorisch unterstützten Gesprächsrunden des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit politischen Vertretern aus Hamburg und Schleswig-Holstein gaben wichtige Impulse für den überregionalen Austausch.

Im Gespräch mit Senator Dr. Andreas Dressel aus der Finanzbehörde Hamburg standen die Umsetzung des Bundestariftreuegesetzes sowie das Vergabebeschleunigungsgesetz im Mittelpunkt. Der Senator sprach sich für eine maßvolle Flexibilisierung und praxisnahe Gesamtvergaben aus und zeigte Interesse an der Idee eines Modellprojekts zur seriellen Sanierung in Hamburg.

Mit Arne Kleinhans, Leiter der Abteilung Bauen und Wohnen im Schleswig-Holsteinischen Innenministerium, wurde über den Förderstandard des Landes, die Weiterentwicklung von Normung und Bauvertragsrecht sowie über GU-Modelle in der öffentlichen Vergabe gesprochen. Schleswig-Holstein verfolgt hier einen konsequent wirtschaftlich orientierten Kurs, der bundesweit Beachtung verdient.

Ein weiteres Highlight waren die Talkrunden von Hamburgs Bausenatorin Karen Pein am Hamburg-Stand, die auf großes Interesse stießen. In konstruktiver Atmosphäre wurde über den Hamburg-Standard als Vorbild einer pragmatischen, klar strukturierten und zugleich ambitionierten Baupraxis diskutiert.

Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Die EXPO REAL 2025 gab wertvolle Impulse für die Bauwirtschaft im Norden – bot aber auch eine hervorragende Plattform, um die von der Bauindustrie angestoßenen Themen Vergabebeschleunigung, Standardisierung und Tariftreue-Zertifizierung in den politischen Diskurs einzubringen. Der Norden kann und will dabei mitreden – sachlich, lösungsorientiert und mit einer klaren Stimme für die Praxis.“

Save the date: Herbstgespräche in Kiel, Nortorf und Jübek

Auch in diesem November haben Mitgliedsunternehmen aus Schleswig-Holstein wieder die Gelegenheit, sich zu verschiedenen aktuellen Themen und später beim Grünkohlessen in den drei sogenannten „Herbstgesprächen“ der jeweiligen Region auszutauschen – unabhängig vom eigenen unternehmerischen Schwerpunkt und von der Gremienarbeit.
Falls noch nicht geschehen, notieren Sie sich bitte den Termin in Ihrer Region:

Region Kiel und Lübeck
Montag, 10. November 2025, 16:00 Uhr
Hotel Kieler Yacht-Club, Kiel

Region Rendsburg / Neumünster
und Pinneberg / Itzehoe
Donnerstag, 20. November 2025, 16:00 Uhr
Hotel Kirchspiels Gasthaus in Nortorf

Region Schleswig und Westküste/Husum
Montag, 24. November 2025, 16:00 Uhr
Hotel & Restaurant Goos in Jübek

Anmeldungen bitte an eylin.bohn@biv-hh-sh.de.

Ingenieurbau hautnah – Fachausschuss besucht Fehmarnbelt-Tunnelprojekt

Der Fachausschuss Ingenieurbau Schleswig-Holstein traf sich am 8. Oktober 2025 auf Fehmarn – und das nicht irgendwo, sondern mitten im Zentrum eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Europas: dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels.

Im Infocenter von Femern A/S erhielten die Teilnehmenden eine eindrucksvolle Vorstellung des Projekts. Marie Feldmann, Leiterin des Infocenters, vermittelte mit spürbarer Begeisterung Einblicke in Planung, Fortschritt und Herausforderungen des rund 18 Kilometer langen Absenktunnels, der künftig Lolland in Dänemark mit Fehmarn in Deutschland verbinden wird. Ihre Botschaft war deutlich: „Wir planen, wir bauen, wir gestalten.“ – ein Leitmotiv, das bei allen Beteiligten greifbar war.

Nach dem Vortrag und einer lebhaften Fragerunde führte die Exkursion weiter zum Infopunkt Marienleuchte/Puttgarden, von dem aus die Baustelle mit Blick auf die gewaltigen Bauflächen zu sehen war – und ausgerechnet dann setzte natürlich strömender Regen ein.

Auf dänischer Seite sind die Tunnelelementfabrik und der Arbeitshafen in Rødbyhavn längst in Betrieb; dort entstehen die 217 Meter langen Betonelemente, die künftig im Fehmarnbelt abgesenkt werden. Auf deutscher Seite konzentrieren sich die Arbeiten auf das Tunnelportal bei Puttgarden, den Arbeitshafen und die neue Linienführung der Autobahn E47 sowie der Bahntrasse – die ersten Bauwerke sind bereits fertiggestellt.

Abgesenkt wurden bislang allerdings noch keine Tunnelelemente – das dafür vorgesehene Spezialschiff soll nach rund anderthalbjähriger Verzögerung hoffentlich bald zum Einsatz kommen. Vielleicht ergibt sich dadurch auch ein kleiner zeitlicher Puffer im Hinblick auf die von deutscher Seite zu verantwortenden Bauabschnitte.

Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen in der „Burg-Klause“ blieb Zeit für den fachlichen Austausch und Diskussionen rund um technische, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte des Ingenieurbaus in Schleswig-Holstein. Fazit: Komplexe Großprojekte können erfolgreich umgesetzt werden, wenn Planung, Begeisterung und Zusammenarbeit Hand in Hand gehen – auch über Landesgrenzen hinweg.

Parlamentarisches Frühstück der HBAW: Austausch über Bauen und Wohnen in Hamburg

Am 8. Oktober trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft mit Abgeordneten der Bürgerschaft zu einem Parlamentarischen Frühstück im Café Paris. Ziel war der offene Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Branche. Aus der Bürgerschaft nahmen Dennis Thering (CDU), Dr. Anke Frieling (CDU), Martina Koeppen (SPD), Kemir Čolić (SPD), Leon Alam (Grüne) und Marco Hosemann (Die Linke) teil.

Einigkeit bestand hinsichtlich der großen Bedeutung des neuen Hamburg-Standards für kostenreduziertes Bauen in und für Hamburg. Nach der theoretischen Entwicklung müsse nun die Bewährung in der Praxis folgen. Die unterschiedlichen Pilotprojekte – in Größe, Bauherrenschaft und Ausführung – bildeten einen guten Querschnitt, um zu lernen, wie der Hamburg-Standard als „lernendes System“ weiterentwickelt werden könne.

Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein und stellvertretende Vorsitzende der HBAW, verwies darauf, dass Schleswig-Holstein den Standard des kostenreduzierten Bauens bereits als Förderstandard eingeführt hat. Damit sei aus einem „bunten Strauß an Möglichkeiten“ eine konkrete Fördervoraussetzung geworden – ein sinnvoller Ansatz, der auch für Hamburg richtungsweisend sein könnte. Die Nachfrage der politischen Vertreterinnen und Vertreter nach ausreichenden Kapazitäten der Bauwirtschaft beantwortete sie klar mit Ja: Die Branche sei bereit, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurden zahlreiche Themen angesprochen – von der Notwendigkeit klarer rechtlicher Rahmenbedingungen für die Wärmewende über den Mangel an kostengünstigem Wohnraum für Auszubildende bis hin zur besseren Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bauwirtschaft. Übereinstimmung herrschte darüber, dass künftig auch ein „Hamburg-Standard“ für die Sanierung entwickelt werden sollte, um bestehende Gebäude effizienter und nachhaltiger zu ertüchtigen. Der Weg dorthin müsse jedoch schlanker und praxisnäher gestaltet werden als beim bisherigen Prozess.

Der Bauindustrieverband ist Mitglied der HBAW und unterstützt den parteiübergreifenden Dialog zwischen Politik und Bauwirtschaft ausdrücklich. Der regelmäßige Austausch mit den Abgeordneten der Bürgerschaft trägt dazu bei, praxistaugliche Lösungen für das Bauen und Wohnen in der Hansestadt zu entwickeln.