Schleswig-Holsteins Landespreis für Baukultur 2025 vergeben

Die Schleswig-Holsteinische Landtagspräsidentin Kristina Herbst und Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack haben am 15. September die Verantwortlichen für die diesjährigen Siegerprojekte des Landespreises für Baukultur 2025 im Gästehaus der Landesregierung gewürdigt. Die Innenministerin zeichnete die Preisträgerinnen und Preisträger mit einer Urkunde und einer Edelstahlplakette für die jeweiligen Bauwerke aus.

Aus insgesamt 50 eingereichten Projekten bestimmte die Jury des Landespreises, unter dem Vorsitz von Andrea Giorgi-Tomas, insgesamt sieben preiswürdige Bauwerke in verschiedenen Kategorien. Der Hauptpreis geht in diesem Jahr nach Lübeck an die Grundstücksgesellschaft Trave und ppp architekten + stadtplaner für die Revitalisierung des Hochhauses Sterntalerweg. Aus Sicht des Preisgerichtes wurde bei diesem Projekt das Schwerpunktthema „Baukultur mit Verantwortung – einfach, ressourcenschonend und bezahlbar bauen“ in hervorragender Art und Weise erfüllt. Alle ausgezeichneten Bauvorhaben haben nach Einschätzung der Jury die allgemein gestellten Anforderungen, wie die Einbindung in den städtebaulichen Kontext, die soziale Qualität, die technische und funktionale Qualität und die ökonomische und ökologische Qualität vorbild- und beispielhaft berücksichtigt.

Landtagspräsidentin Kristina Herbst beglückwünschte die Preisträger und hob in ihrer Begrüßung den hohen Stellenwert des Landespreises für Baukultur hervor: „Der Preis geht auf eine Initiative des Landesparlaments zurück. Das unterstreicht, wie sehr den Mitgliedern des Schleswig-Holsteinischen Landtages und mir ganz persönlich gutes, innovatives, nachhaltiges und vor allem auch schönes Bauen am Herzen liegt“, sagte Herbst.

Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack freute sich über die hohe Zahl und die hohe Qualität der eingereichten Projekte: „Der heutige Preis zeigt uns, dass verantwortungsvolles Bauen nicht nur möglich, sondern auch einfach, ressourcenschonend und bezahlbar sein kann. Die vielen eingereichten Projekte und vor allem natürlich unsere Preisträgerinnen und Preisträger können Vorbild sein – für andere Projekte und für andere Generationen. Baukultur trägt entscheidend zur Lebensqualität in unserem Land bei und führt dazu, dass man hier gerne lebt, arbeitet und sich begegnet. Baukultur ist in Schleswig-Holstein nicht nur ein Begriff, sondern gelebte Realität.“

Zu den Sieger-Projekten des Landespreises

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht zu kommenden Terminen unserer Ausschüsse und von anderen relevanten Veranstaltungen:

Mittwoch, 1. Oktober 2025
DEGES-Informationsveranstaltung zu Ausschreibungen A1, Hamburg-Hammerbrook

Donnerstag, 2. Oktober 2025
Bundesfachabteilung Ausbau und Trockenbau, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Hamburg

Montag, 6. Oktober, bis Mittwoch, 8. Oktober 2025
Expo Real, Messe München

Mittwoch, 8. Oktober 2025
HBAW: Parlamentarisches Frühstück mit baupolitischen Sprechern der Bürgerschaft, Café Paris, Hamburg

Fachausschuss Ingenieurbau Schleswig-Holstein, Info-Center Burg, Burg auf Fehmarn

Donnerstag, 9. Oktober 2025
Personaler:innen-Stammtisch der Bauingenieure für Hamburg, Alex am Jungfernstieg, Hamburg

Dienstag, 14. Oktober 2025
KOBI-Nord-Sitzung des Vereins zur Berufsförderung der Bauwirtschaft Nord e. V., Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Hamburg

Montag, 10. November 2025
Herbstgespräch Region Kiel/Lübeck, Hotel Kieler Yacht-Club, Kiel

Dienstag, 11. November 2025
Podiumsdiskussion der HBAW, u.a. mit Senatorin Pein und Olaf Demuth, zum Hamburg-Standard, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg, Hamburg-Steilshoop

Donnerstag, 20. November 2025
Herbstgespräch Region Rendsburg/Neumünster/Pinneberg/Itzehoe, Hotel Kirchspiels Gasthaus, Nortorf

Montag, 24. November 2025
Herbstgespräch Region Schleswig/Westküste/Husum, Hotel & Restaurant Goos, Jübek

Fotogalerie Freisprechungsfeier AZB Hamburg

Baustellenbesichtigung Hochbauausschuss Feuerwache Quickborn


Planung und Visualisierung:
WDK ARCHITEKTEN + INGENIEURE

 

500 Gäste bei Freisprechungsfeier in Ahrensbök

Bei der Freisprechungsfeier des Ausbildungszentrums in Ahrensbök wurden am 1. August 132 Absolventinnen und Absolventen für ihre erfolgreichen Prüfungen geehrt und erhielten ihre Facharbeiterbriefe. Die Halle, in der sonst im Kies gelehrt und gelernt wird, war gepflastert, bestuhlt und hätte dieses Jahr fast nicht ausgereicht: Rund 500 Gäste – Eltern, Geschwister, Freunde und Vertreter der Ausbildungsbetriebe, inklusive der neuen Gesellen bzw. Spezialfacharbeiter – waren gekommen, um diesen Festakt mitzuerleben.

Glückwünsche an die Absolventinnen und Absolventen gab es viele: Bürgervorsteherin Karin Beythin überbrachte sie von der Gemeinde Ahrensbök, Melanie Hartz von der Landesberufsschule Rendsburg und Frank Schlemmer vom Trägerverein des Ausbildungszentrums.

Ein besonderer Höhepunkt der Freisprechungsfeier war die Ehrung für die besten praktischen Werkstücke der 3-jährigen Ausbildungsberufe. Im Fachbereich Straßenbau erzielte Ben-Etienne Bürse (Grothe Bau, Lübeck) das beste Ergebnis, im Fachbereich Mauerwerksbau Nicolai Wiesner (Heinrich Karstens, Kiel). Im Fachbereich Kanalbau erstellte Jerik Sievers (Günther Fuldt, Schacht Audorf) die beste Arbeit und im Bereich Beton- und Stahlbetonbau wurde Jonathan Brode (Fritz Witt, Weddingstedt) nicht nur für das beste Werkstück, sondern auch für das beste Prüfungsergebnis insgesamt geehrt. Alle Absolvent:innen erhielten zwei Freikarten für die Messe NordBau 2025 in Neumünster.

Zentrumsleiterin Janina Meins: „Ein großer Dank an alle, die diese feierliche Übergabe möglich gemacht haben. Ich wünsche den Neu-Gesellen viele Erfolgserlebnisse, herzliche Freunde und Hoffnung in schwierigen Momenten. Allen Absolventen meinen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!“

NordBau 2025: Ausbildungszentrum Ahrensbök und Bauindustrieverband präsentieren sich in Neumünster

Vom 10. bis 14. September trifft sich die Branche zum 70. Mal auf der Messe NordBau: Auf rund 69.000 Quadratmetern Freigelände und über 20.000 Quadratmetern Hallenfläche gilt die NordBau als wichtigste Kompaktbaumesse im nördlichen Europa und dem gesamten Ostseeraum. Jährlich rund 700 Aussteller aus 15 Ländern treffen auf rund 50.000 Besucherinnen und Besucher. Die diesjährige Messe eröffnen am 10. September um 10 Uhr u.a. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen und Jacqueline Charlier, Hamburgs Staatsrätin für Stadtentwicklung und Wohnen.

Unter den Ausstellern sind neben dem Ausbildungszentrum Ahrensbök und unserem Verband auch die folgenden Mitgliedsunternehmen: Johann Bunte, Eurovia Bau, G+K Spezialtiefbau, Leonhard Weiss, Pohl-Gruppe, Strabag und Züblin. Die Messe ist auch Treffpunkt für Gremien unseres Verbandes: So tagt der Fachausschuss Straßenbau und Gussasphalt noch vor Messeeröffnung am 10. September, der Geräteausschuss am 11. September. Auch die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) trifft sich am Eröffnungstag auf dem Messegelände zu ihrem Jour Fixe.

Integriert in die Messe sind dieses Jahr erneut der Kongress CONBAU Nord (10. und 11. September), bei dem es um die Wärmewende und den Wohnungsbau geht. Außerdem dabei ist der Schülertag nordjob-Bau (11. September), an dem Schülerinnen und Schüler sich über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei teilnehmenden Firmen informieren können – auch auf dem Stand des Ausbildungszentrums Ahrensbök zusammen mit dem Bauindustrieverband (Nr. 1416 im Forum der Halle 1) und einigen Mitgliedsfirmen vor Ort.

Mit einer Lehrbaustelle, Ansprechpartnern und Informationsmaterial werben das Ausbildungszentrum und unser Verband um Nachwuchs für die Branche insgesamt und für unsere Mitgliedsunternehmen. Zudem wird der Kooperationspartner VDBUM seinen „Azubi-Cup“ auch auf unserem Stand stattfinden lassen: An einem Baumaschinensimulator können sich Auszubildende bei der praktischen Maschinenführung dem Wettbewerb stellen und sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Dabei müssen sie einen Fragenkatalog beantworten und einen Testparcours auf dem Simulator möglichst fehlerfrei absolvieren. Anmeldungen zum Azubi-Cup sind über die Ausbildungsbetriebe noch möglich.

Sonderthema der Messe neben Fassadenbegrünung ist der „Temperaturabgesenkte Asphalt – die Zukunft des Asphaltbaus!“, das in Halle 6 von Ausstellern aufgegriffen wird. Sollten Sie Interesse an einer Führung haben, melden Sie sich bei richard.lemloh@biv-hh-sh.de.

Mitgliedsunternehmen können Messe-Tickets mit dem versendeten Gutschein-Code des Verbandes kostenlos erwerben. Mehr Informationen zu Ausstellern und Programm: www.nordbau.de

 

HBAW: produktiver Austausch mit Senatoren Bekeris und Dressel

Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) hat ihre Gespräche mit Senatsmitgliedern fortgesetzt: Am 6. August besuchte eine Delegation Senatorin Ksenija Bekeris in der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, am 13. August war Finanzsenator Andreas Dressel zu Gast in der Bau-Innung. Jeweils mit dabei: unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel, die auch stellvertretende Vorsitzende der HBAW ist.

Mit Senatorin Bekeris wurden in offener Atmosphäre die zentralen Herausforderungen für den Übergang von Schule in Ausbildung diskutiert: Zu wenige Schulabgänger entscheiden sich für gewerblich-technische Berufe – erfolgreiche Programme wie Praxisklassen oder AV-Dual brauchen Verstetigung und weniger Bürokratie.

Die Senatorin betonte, die Berufsorientierung ab Klasse 8 – einschließlich an Gymnasien! – weiter ausbauen zu wollen. Das Thema Honorarkräfte und Rentenversicherungspflicht werde sie ebenfalls aufgreifen, um Hürden zwischen Bildung und Wirtschaft abzubauen. Ein vertiefender Austausch auf Arbeitsebene ist bereits in Planung.

Senator Dressel hatte nach den Medienberichten über bürokratische Beschleunigungen für Verbraucher auch für die Bauwirtschaft gute Nachrichten: Nach der Sommerpause werde es eine Bürokratieabbau-Offensive des Senats geben, bei dem auch die HBAW intensiv mit einbezogen werde. Auch bei den Bezirken gebe es Optimierungen, die Verfahren beschleunigen würden. Zudem betonte der Senator, dass Hamburg in den kommenden Jahren Rekordinvestitionen tätigen werde und belegte es mit Zahlen.

Weitere Themen in dem Gespräch waren der Hamburg-Standard im Wohnungsbau, das geplante „Bündnis für den Tiefbau“ des Senats, die Grundsteuer für Betriebsgrundstücke, das Vergaberecht inkl. Bundestariftreuegesetz sowie das Sondervermögen des Bundes und das Azubiwohnen. Auf Fachebene werden die Gespräche fortgesetzt.

#StolzaufunsereMitglieder: Azubis der Pohl-Gruppe sichern Infrastruktur des Wacken-Festivals

Sie sind die heimlichen Helden von Europas größtem Heavy-Metal-Musikfestival Wacken Open Air 2025: 17 Auszubildende der Pohl-Gruppe, Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes aus Hohenwestedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde, sorgten vom 9. Juli bis 7. August für den Aufbau, Betrieb und Rückbau der Festival-Infrastruktur auf dem 470 Hektar großen Gelände – und bewältigten dabei auch die Herausforderungen durch anhaltende Regenfälle.

Die Aufgaben der Azubis waren vielfältig und anspruchsvoll. Die sogenannte „Aqua-Crew“ – bestehend aus angehenden Rohrleitungsbauern und Anlagenmechanikern – kümmerte sich um die zuverlässige Wasserversorgung und -entsorgung für Zehntausende Besucher. Parallel sicherte die „Elektro-Crew“ mit Auszubildenden der Elektrotechnik die Stromversorgung über hunderte Verteilerpunkte und kilometerlange Kabeltrassen. Weitere Teams waren am Bühnenaufbau beteiligt. Auch während des Festivals blieben die Azubis gefordert: In Schichtdiensten überwachten sie die Infrastruktur, führten Kontrollfahrten durch und behoben bei Bedarf Schäden – oft bei schwierigen Wetterbedingungen. Abschließend verantworteten sie den fristgerechten Rückbau aller Anlagen.

Die teilnehmenden Auszubildenden kamen aus unterschiedlichen Berufen: Neben Rohrleitungsbauern, Anlagenmechanikern und Elektronikern waren auch Tiefbauer, Straßenbauer, Zimmerer, Bauzeichner und Industriekaufleute vor Ort. Viele von ihnen lebten während des Einsatzes im Crew-Camp und zelteten dort. In ihrer Freizeit nutzten sie die Möglichkeit, das Festivalleben hautnah zu erleben und sich von der einzigartigen Atmosphäre inspirieren zu lassen.

Die Wetterbedingungen stellten 2025 erneut eine besondere Bewährungsprobe dar. Sintflutartige Regenfälle verwandelten Teile des Geländes in eine schlammige Landschaft. Die Azubis arbeiteten eng mit Subunternehmen zusammen und setzten präventive Maßnahmen um, um Ausfälle kritischer Infrastruktur wie Strom- und Wasserversorgung zu verhindern. Auch bei nächtlichen Unwetterwarnungen und Räumungsdurchsagen blieben die Systeme dank ihrer Überwachung stabil.

Für die Auszubildenden bot der Wacken-Einsatz mehr als nur fachliche Praxis. Sie lernten, unter Zeitdruck und bei widrigen Bedingungen improvisierfähig zu bleiben und im Team Lösungen für unerwartete Probleme zu finden – Kompetenzen, die im späteren Berufsleben wertvoll sind. Dieter Mehrens, Ausbildungskoordinator bei POHL, sieht im Wacken-Engagement einen strategischen Mehrwert: Es festige nicht nur handwerkliche und logistische Fähigkeiten, sondern stärke auch die Identifikation der jungen Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

(Foto: POHL-Gruppe/Contentherz)

Geräteausschuss besichtigt U5-Baustelle

Es ist eines der größten Infrastrukturprojekte Hamburgs, das in diesem Monat im Fokus der Geräteausschusssitzung stand – die neue U-Bahnlinie U5. Nachdem bereits im Baumaschinenseminar im vergangenen November einer der Vorträge über die Bauwerke, Bauverfahren und Besonderheiten der künftigen längsten vollautomatischen U-Bahn-Linie Deutschlands informiert hatte, konnten sich die Mitglieder des Ausschusses am 18. August ein persönliches Bild vom Stand der Bauarbeiten zwischen der Haltestelle Sengelmannstraße und der künftigen Station Barmbek-Nord machen.

Max Michel, Maschineningenieur der Arbeitsgemeinschaft U5 Ost Hamburg Los 2 von Züblin und Wayss & Freytag, gab zunächst im Baubüro einen Überblick über die Projektbeteiligten, den Zeitplan des Loses, den Stand der Arbeiten an der Endhaltestelle Bramfeld und die Bestellung der Tunnelbohrmaschine. Anschließend hatten die Teilnehmer in Alsterdorf die Möglichkeit, die Arbeiten am Startschacht des Schildvortriebs aus nächster Nähe zu besichtigen. Von hier aus wird sich im übernächsten Jahr die Tunnelbohrmaschine Richtung Osten – zunächst unter den S-Bahngleisen der Linie 1 – in Richtung Bramfeld bewegen. Vorbeikommen wird die Maschine auch an einem Notausstiegschacht in der Straße Rübenkamp, dessen Bau die Ausschussmitglieder zum Abschluss mitten in einem Wohngebiet besichtigt haben.

40 Jahre Engagement für die Bauindustrie – Stefanie Geyer feiert Jubiläum

Am 1. August feierte unsere langjährige Mitarbeiterin Stefanie Geyer ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 40 Jahren ist sie für den Bauindustrieverband in Kiel sowie das Ausbildungszentrum Ahrensbök tätig. Vielen Mitgliedsunternehmen und Kooperationspartnern ist sie als engagierte und sympathische Assistentin der Hauptgeschäftsführung bestens bekannt.

Was 1985 mit einer Ausbildung zur Bürogehilfin begann, hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt: Stefanie Geyer legte später die Prüfung zur Sekretärin ab, wurde Datenschutzbeauftragte, Ausbilderin, Technik- und EDV-Beauftragte. Ihre enge Verbindung zu unserem Ausbildungszentrum blieb auch in der Familiengeschichte nicht ohne Wirkung – auch ihr Sohn absolvierte dort erfolgreich seine Ausbildung. Frau Geyer wächst mit jeder neuen Herausforderung, übernimmt Sonderaufträge, hat für technische Pannen meist die rettende Idee und hält die Fäden mit Energie, Klarheit und einem feinen Gespür für Menschen und Prioritäten zusammen. Bei allem Einsatz kommt auch der Humor nicht zu kurz – ob beim charmanten „Rumzicken“, beim Marathonlaufen, als Cheerleaderin für Holstein Kiel oder als geschätzte Kuchenfee.

Für diese außergewöhnliche Leistung überraschten wir „Steffi“ in der Geschäftsstelle mit einer kleinen Feier. Vorstandsvorsitzender Olaf Demuth ließ ihre Entwicklung im Verband Revue passieren und wir alle zogen den Hut: Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch – auf viele weitere gemeinsame Jahre!

Hamburg-Standard: 13 wegweisende Pilotprojekte mit 1.200 neuen Wohnungen ausgewählt

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat jetzt zusätzlich zum großen Pilotquartier Wilhelmsburger Rathausviertel 13 besondere Bauvorhaben mit insgesamt rund 1.200 neuen Wohnungen in den sieben Hamburger Bezirken als Pilotprojekte ausgewählt. Diese erfüllen eine ganze Reihe herausragender Kriterien, um Baukosten nach dem „Hamburg-Standard“ einzusparen und weitere Erkenntnisse für zukünftige Bauprojekte zu gewinnen. Der Bauindustrieverband hatte intensiv in der Initiative zum kostenreduzierten Bauen mitgearbeitet, die den „Hamburg-Standard“ entwickelt hat.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „In den jetzt ausgewählten 13 Pilotprojekten erfolgt nun der Praxistest für die Umsetzung des Hamburg-Standards: Lassen sich die vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen? Führen sie zu den gewünschten Einsparungen? Entdecken wir weitere Möglichkeiten? Wir untersuchen Eigentumswohnungen und frei finanzierte ebenso wie geförderte Mietwohnungen in konventioneller, serieller und Modulbauweise. Das kleinste Projekt umfasst lediglich neun Wohnungen, das größte 240. Wir erwarten spannende Ergebnisse, neue Erkenntnisse und das Wichtigste: neue bezahlbare Wohnungen.“

Hamburgs Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), die sieben Bezirksämter sowie die „Initiative kostenreduziertes Bauen“ betreuen und beraten die Pilotprojekte eng. Das „Institut für Bauklimatik und Energie der Architektur“ des Technologietransferzentrums der TU Braunschweig (iTUBS) unterstützt die Pilotprojekte zudem bei der Evaluation der Kosten und der Aufstellung eines individuellen Maßnahmenkatalogs für das jeweilige Bauprojekt. Maßnahmen, die gemeinsam analysiert werden, sind beispielsweise das Weglassen von Unterkellerungen oder von Aufzügen, das Erreichen einfacher Kubaturen und Tragkonstruktionen, hohe Grundrissflexibilitäten sowie die Verwendung vorgefertigter Bauelemente und die Anwendung des Energiestandards EH 55.

(Bildquelle „MorellenQuartier“ in Wandsbek: LRW Architektur & Stadtplanung)

Zur Liste der ausgewählten Pilotprojekte

Neue Mitarbeiterinnen des Verbandes in Kiel und Hamburg

Am 1. August haben zwei neue Mitarbeiterinnen ihre Arbeit beim Bauindustrieverband begonnen: Katrin Richter (Foto links) übernimmt das Finanz- und Rechnungswesen von der Kollegin in der Geschäftsstelle Hamburg, die zum 31. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand geht. Die Handelsfachwirtin und auch selbständige Buchhalterin bringt über 40 Jahre Berufserfahrung in den unterschiedlichsten Bereichen der Hamburger und Schleswig-Holsteiner Wirtschaft als Alleinbuchhalterin – auch international – mit.

Svenja Daum (Foto rechts) arbeitet als neue Assistentin der Geschäftsführung und Rechtsberatung in der Geschäftsstelle Kiel. Die gelernte Bankkauffrau war zuletzt viele Jahre als Bezirksleitung in der Verlagsbranche tätig.

Herzlich willkommen, Frau Richter und Frau Daum – wir freuen uns, Sie an Bord zu haben!

 

 

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht zu kommenden Terminen unserer Ausschüsse und von anderen relevanten Veranstaltungen:

Donnerstag, 28. August 2025, 16:00 Uhr
Meister- und Freisprechungsfeier, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Donnerstag, 4. September 2025, 10:00 Uhr 
Sitzung des Sielbauausschusses, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Hamburg

Mittwoch, 10. September 2025
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt, Holstenhallen, Neumünster

Mittwoch bis Sonntag, 10.-14. September 2025 (ganztägig)
Messe NordBau 2025, Holstenhallen, Neumünster

Mittwoch bis Donnerstag, 10.-11. September 2025 (ganztägig)
Kongress CONBAU Nord 2025, Holstenhallen, Neumünster

Donnerstag, 11. September 2025
nordjob Bau:Technik 2025 (Schülertag auf der NordBau, ganztägig), Holstenhallen, Neumünster
Sitzung des Geräteausschusses, Konferenzraum der NordBau, Holstenhallen, Neumünster

Montag, 15. September 2025
Sitzung des Fachausschusses Ingenieurbau, Hafen-Klub, Hamburg

Dienstag, 16. September 2025
Sitzung des Verkehrs- und Tiefbauausschusses, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Hamburg

Mittwoch, 17. September 2025
Sitzung des Hochbauausschusses, Feuerwache Quickborn

Neues Wohnungsbau-Netzwerk in Schleswig-Holstein – wir sind dabei

Am 22. Juli hat sich der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein, vertreten durch unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel, an der Gründung des „Netzwerks Planen, Bauen, Wohnen“ für Schleswig-Holstein beteiligt: Ziel ist es, die Zusammenarbeit von 24 zentralen Wohnungsbauakteuren zu stärken– koordiniert vom Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport.

Das Netzwerk soll das gemeinsame Verständnis dafür vertiefen, wie bezahlbares und klimaverträgliches Planen, Bauen und Wohnen für die kommenden Jahre in Schleswig-Holstein sichergestellt und umgesetzt werden kann. Neubau und Bestandsertüchtigung sollen dabei gemeinsam gedacht und realisiert werden. Die Netzwerkmitglieder beabsichtigen, den Transformationsprozess des Wohnungsbaus gemeinsam aktiv zu gestalten sowie konkrete Maßnahmen miteinander zu vereinbaren und zu realisieren.

Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport: „Wir wollen im Schulterschluss mit allen Beteiligten zukunftsweisende Lösungen finden, um die Ziele von mehr bezahlbarem, nachhaltigem und klimaneutralen Wohnraum zu erreichen. Ich bin davon überzeugt davon, dass wir gemeinsam viel bewegen werden.“

Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Es gilt, beim Wohnungsbau gemeinsam ins Tun zu kommen – ein gut organisiertes Netzwerk kann dabei entscheidende Impulse setzen. Gerne bringen wir uns daher aktiv ein: mit den Erfahrungen unserer Mitgliedsunternehmen im Wohnungsbau ebenso wie mit unserer Expertise aus der Mitwirkung am ‚Hamburg-Standard‘.“

Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Bewerbertag im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Noch immer gibt es viele offene Ausbildungsplätze in der Hamburger Bauwirtschaft – und einige junge Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz für September haben. Um daraus schnell eine Win-win-Situation zu machen, hat die Nachwuchsagentur des Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg am 16. Juli einen Bewerbertag veranstaltet.

Eingeladen über Schulen und andere Netzwerkpartner kamen rund 30 interessierte Jugendliche in das Zentrum und erlebten ein sehr effizientes „Speeddating“: Die Bewerbungsunterlagen waren vorher schon gesichtet worden oder wurden ad-hoc analysiert, dann bekamen die Bewerber:innen sehr schnell Gesprächsmöglichkeiten mit Ausbildern der noch zu vergebenen Ausbildungsberufe Betonbauer/in, Straßenbauer/in, Maurer/in, Rohrleitungsbauer/in.

Die erfahrenen Ausbilder stellten den Bewerbern in den jeweiligen Hallen die Berufe vor, schauten sich die Bewerbungsunterlagen an, führten ausführliche Gespräche und gingen umgehend in Kontakt mit Ausbildungsbetrieben, die noch Kandidaten suchten. Andere Bewerber:innen, bei denen erst mal Qualifizierungen – beispielsweise sprachlicher Natur – vor einem Ausbildungsstart vonnöten sind, erhielten eine ausführliche Beratung über die Qualifizierungsmaßnahmen.

Daniela Schmidt von der Nachwuchsagentur des AZB: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Erfolg des neuen Formats – es zeigt sich, dass wir sehr effizient sowohl den Unternehmen kurzfristig passende Kandidaten vermitteln als auch den Bewerber:innen eine schnelle passgenaue berufliche Zukunftsperspektive eröffnen können.“

Lesen Sie auch das #BauenmitLeidenschaft-Interview mit Daniela Schmidt hier.

Weitere Informationen zum AZB: www.azb-hamburg.de.

#BauenmitLeidenschaft: Interview mit Daniela Schmidt aus dem Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

„Wenn ich nach Hause fahre, habe ich häufig das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.“

Daniela Schmidt leitet seit etwa drei Jahren die Nachwuchsagentur des Ausbildungszentrums-Bau in Hamburg. Die 49-jährige studierte Germanistin aus dem Harz war nach ihrem Studium in Göttingen und Köln für mehrere private Hochschulen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und im Recruiting tätig – anschließend hat sie bei einem Immobilienverband dessen Seminare gemanagt. In den Jahren im Rheinland und nach ihrem Umzug nach Hamburg hat sie ihre Leidenschaft für die Bildungsbranche entwickelt. Wir treffen sie am Bewerbertag, bevor die ersten jungen Leute im AZB eintreffen.

Daniela, was motiviert Dich, jungen Menschen eine berufliche Perspektive in der Bauwirtschaft zu vermitteln?
Im Ausbildungszentrum hat im Grunde genommen jeder junge Mensch eine Chance – es gibt für jeden hier die Möglichkeit, eine Ausbildung zu beginnen. Egal mit welchem vorherigen Werdegang oder familiären Hintergrund. Jungen Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft zuvor wenig gefördert wurden, bietet unser Ausbildungszentrum bzw. das Bauhauptgewerbe vielfältige Chancen. Es ist für mich sehr sinnstiftend, diesen Menschen zu helfen. Auch wenn sie mit der Ausbildung fertig sind, gibt es hier viele Möglichkeiten, die Karriereleiter weiter hochzuklettern: wenn sie sich beispielsweise als Vorarbeiter, Werkpolier oder geprüfter Poliermeister beweisen. Wenn ich nach Hause fahre, habe ich häufig das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Und natürlich auch, weil das Bauhauptgewerbe ganz dringend Nachwuchs braucht – die Berufe sind ja alle systemrelevant. Wir fördern den Nachwuchs für einen wichtigen Wirtschaftszweig in Deutschland.

Daher lohnt es sich für uns immer, in die Schulen zu gehen, mit Schülerinnen und Schülern direkt zu sprechen, Netzwerke aufzubauen mit Lehrern und anderen Aktiven in der Berufsorientierung – außerdem alle Akteure an einen Tisch zu holen, wie bei solch einem Bewerbertag, den wir als Format jetzt ausprobieren.

Welche Herausforderungen gibt es für Dich beim Vermitteln von jungen Menschen?
Es geht häufig schon um die Grundlagen: Auszubildende müssen pünktlich sein, zuverlässig, motiviert, verbindlich. Das fällt einigen jungen Menschen einfach noch schwer, bedingt auch durch das Alter, vorherige Perspektivlosigkeit oder Desorientierung. Auf der anderen Seite braucht es bei den Unternehmen eine Offenheit, Menschen eine Chance zu geben, die nicht in ein bestimmtes Raster passen.

Was ist in den Unternehmen bei der Auswahl von Nachwuchskräften besonders wichtig?
Natürlich gucken Unternehmen und wir auch darauf, wie weit ist der Wohnort, schafft er oder sie es bis zur Baustelle oder bis in den Betrieb. Vielen ist natürlich auch wichtig, dass ihre Mitarbeiter körperlich einfach fit sind, manche fordern im Vorfeld schon einen Führerschein. Einigen ist auch der Schulabschluss wichtig, einigen nicht.

Wie ist es mit dem Thema Frauen im Baugewerbe?
Das Bauhauptgewerbe ist bei den jungen Mädchen noch gar nicht wirklich angekommen. Dabei gibt es mittlerweile auch maschinelle Hilfsmittel, wie dieses Exoskelett, mit dem sich auch als Frau schwere Sachen bewegen lassen. Da gibt es einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten.

Wie schaust du selbst auf die Bauberufe und die Baubranche? Welche Vorteile hat es, in der Baubranche zu arbeiten?
Ich finde, die Branche hat sehr große Vorteile: Es gibt viel zu tun, alle Berufe sind systemrelevant. Ohne Straßenbauer, ohne Brückenbauer und ohne Maurer würde es nicht gehen, weil einfach die ganze Gesellschaft auf diese Berufe angewiesen ist. Außerdem ist die Bauwirtschaft auch ein ganz großer Wirtschaftsfaktor für eine Region, eine Stadt – für das ganze Land. Wir haben in Hamburg unglaublich große Bauprojekte, in denen viel Potenzial steckt, wie man ja beispielsweise bei der Elbphilharmonie erleben konnte.

Ich freue mich darüber, dass es für mich hier im AZB so viele Gestaltungsmöglichkeiten gibt, was die Akquise von Nachwuchs betrifft – auch um mal neue Wege zu gehen, wie der Veranstaltung eines Bewerbertages. Wir gehen immer offensiver in die Schulen und auf Berufsorientierungs-Messen, etwa 25mal im Jahr, um dort Workshoptage zu veranstalten, Aufklärungsarbeit zu leisten, also Berufsorientierung zu bieten. Als Nachwuchsagentur gehen wir aber auch gleich den Schritt weiter und bringen die Botschaft mit: Wir vermitteln Dich in eine Ausbildung.

Welche schönen Geschichten von jungen Menschen hast Du erlebt, die einen guten Weg in die Bauwirtschaft gefunden haben?
Wir hatten letztens eine Bewerberin für den Betonbau. Es stellte sich heraus, dass sie eine ganz junge Mutter war – Anfang 20, alleinerziehend. Sie ist tough und hatte eine ganz klare Vision für sich, dass sie Betonbauerin werden wollte. Kam hier an und hat alle Vorbehalte vom Tisch gefegt. Zufälligerweise wollte an dem Tag ein Betrieb sowieso bei uns im Haus Gespräche wegen seiner Azubis führen. Sie hat zwei oder drei Stunden auf den Personaler gewartet, und als dieser sie dann kennengelernt hatte, sagte er: Dich nehmen wir. Sie hat ohne ein Praktikum einen Ausbildungsvertrag zum Start im September bekommen. Dann stellte sich heraus, dass der Betrieb so groß ist, dass er eine eigene Kita hat. Sie hat also die Möglichkeit, ihr Kind morgens um sechs zur Kita zu bringen und die Ausbildung zu machen. Der Ausbilder hier rief mich später an und bedankte sich bei mir, dass ich es durchgezogen habe.

Eine weitere Geschichte: Einen jungen Menschen mit einer schwierigen familiären Vorprägung haben wir in das Hamburger Ausbildungs-Programm (HAP) vermittelt, um eine Vorbereitung auf eine Ausbildung in der Bauwirtschaft zu ermöglichen. Das sind schöne Erlebnisse, weil ich wirklich helfen konnte: Der Baubranche zwei neue Nachwuchskräfte vermittelt und Menschen, denen Vorbehalte begegnen, Zukunftsperspektiven eröffnet, mit denen sie sich weiterentwickeln können.

Daniela, danke für das Gespräch.

 

Gespräch mit Senator Tjarks: Herausforderungen im Tiefbau gemeinsam meistern

Am 22. Juli fand das geplante Gespräch der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. (HBAW) mit Senator Dr. Anjes Tjarks von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) statt. Themen waren die Zukunft des Verkehrs und der damit einhergehenden Baumaßnahmen in Hamburg vor dem Hintergrund wachsender infrastruktureller Anforderungen. Seitens der Bauindustrie nahmen unser stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Claus-Christian Ehrhardt (Groth & Co. Bauunternehmung), Vorstandsmitglied Frank Schulz (Max Wiede GmbH) sowie unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel (stellv. Vorsitzende HBAW) teil.

Senator Tjarks gab zu Beginn einen pointierten Einblick in seine Perspektiven zur Verkehrsentwicklung in Hamburg: Die Zahl und Komplexität der Vorhaben steigen in sämtlichen Verkehrssparten – nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf Beeinträchtigungen und Koordinierungsaufwand. Besonders deutlich würde dies an den Beispielen der 13 Elbbrücken und der Norderelbbrücke.

Zentrale Frage war, wie Bauzeiten künftig verlässlich sein können. Denn: Die Koordination läuft gut – solange Bauzeiten eingehalten werden. Die angekündigte Drucksache zur Tiefbaustrategie und das darin geplante „Bündnis für den Tiefbau“ sollen hier klare Impulse setzen. Die Vertreter der HBAW signalisierten ihre Bereitschaft, ihre technische und organisatorische Expertise aktiv einzubringen.

Im Gespräch wurde jedoch auch deutlich: Um Abläufe verlässlicher planen zu können, ist eine stärkere Verstetigung von Beauftragungen erforderlich. Überraschungen im Untergrund sind zudem ein wiederkehrendes Problem, welches regelmäßig zu Umplanungen und Zeitverzögerungen führt. Ein Vorschlag aus der Runde: Alle Versorgungsträger sollten verpflichtet werden, aktualisierte Bestandspläne bereitzustellen – so kann Planungssicherheit sukzessive gesteigert werden.

Konsens bestand in der Notwendigkeit, die Arbeit im „Bündnis für den Tiefbau“ an konkreten Paketen zu orientieren – keine Plauderrunden, sondern strukturierte Zusammenarbeit angesichts hoher Herausforderungen.

Vorstand der Bauingenieure für Hamburg wiedergewählt

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins Bauingenieure für Hamburg ist der bisherige Vorstand am 7. Juli wiedergewählt worden – mit dabei als Beisitzerin: Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein. Bestätigt wurden Dr. Hatice Kaya-Sandt (BBI Geo- und Umwelttechnik) als Vorsitzende, Dr. Stefan Klotz (LSBG) als stellvertretender Vorsitzender, zu weiteren Beisitzern wurden Markus Pöhlking (Strabag AG) und Prof. Dr. Jürgen Grabe (TUHH) gewählt.

Nach der Mitgliederversammlung hielt Daniel Scheer von der DEGES GmbH einen interessanten Vortrag über den Bau des Autobahnabschnitts A26 West.

Der Verein Bauingenieure für Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam die Qualität und Quantität des Ingenieurpersonals in Hamburg langfristig und nachhaltig zu sichern. Dafür bringt er Arbeitgeber, Fach- und Nachwuchskräfte der Branche zusammen, ermöglicht den brancheninternen Austausch, fördert die Weiterbildung des Nachwuchses und bietet ein umfangreiches Stellenangebot.

Mehr über Bauingenieure für Hamburg hier.

Foto (v.l.n.r.): Markus Pöhlking, Dr. Stefan Klotz, Dr. Hatice Kaya-Sandt, Manja Biel, Prof. Dr. Jürgen Grabe.

UVNord feiert 25 Jahre erfolgreiche Verbandsfusion

Die Vereinigung der Unternehmensverbände UVNord hat ein bedeutendes Jubiläum am 2. Juli gefeiert: Vor 25 Jahren schlossen sich die Spitzenverbände von Hamburg und Schleswig-Holstein zu einer starken Stimme des Nordens zusammen. Nach der ordentlichen Mitgliederversammlung wurde das Fusionsjubiläum mit rund 200 geladenen Gästen in der HanseMerkur Versicherungsgruppe gewürdigt.

Ein Höhepunkt des Festakts war das Grußwort von Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard, die für den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg sprach. In ihrer Ansprache hob sie die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein hervor – nicht nur auf Verbandsebene, sondern auch im partnerschaftlichen Miteinander der beiden Landesregierungen. Die 25-jährige Erfolgsgeschichte von UVNord sei Ausdruck dieser norddeutschen Verbundenheit und ein starkes Signal für die Zukunft.

Der UVNord-Ehrenpräsident Uli Wachholtz verdeutlichte anschaulich die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe der Verschmelzung beider Landesvereinigungen in Hamburg und Schleswig-Holstein zur heutigen UVNord am 1. Januar 2000.

Hauptredner des Abends war der Leiter Schwerpunktanalysen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft Dr. Klaus Schrader, der zum Thema „Der Export Hamburgs und Schleswig-Holsteins in stürmischen Zeiten: Eine geopolitische Kursbestimmung“ sprach.

In seinem Vortrag stellte Dr. Schrader heraus, dass es Aufgabe der Politik sei, die Globalisierung trotz Zeitenwende zu ermöglichen. Handelskriege und geopolitische Risiken müssen durch Integration und Handelsabkommen vermieden werden. Die Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein sollten am besten gemeinsam als „Türöffner“ für internationale Märkte agieren.

 

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht zu kommenden Terminen unserer Ausschüsse und von anderen relevanten Veranstaltungen:

Freitag, 1. August 2025, 11:00 Uhr
Freisprechungsfeier, Ausbildungszentrum in Ahrensbök

Donnerstag, 28. August 2025, 16:00 Uhr
Meister- und Freisprechungsfeier, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg

Donnerstag, 4. September 2025, 10:00  Uhr 
Sitzung Sielbauausschuss, Bauindustrieverband, Geschäftsstelle Hamburg

Mittwoch, 10. September 2025
Sitzung Fachausschuss Straßenbau und Gussasphalt, Holstenhallen, Neumünster

Mittwoch bis Sonntag, 10.-14. September 2025 (ganztägig)
Messe NordBau 2025, Holstenhallen, Neumünster

Mittwoch bis Donnerstag, 10.-11. September 2025 (ganztägig)
Kongress CONBAU Nord 2025, Holstenhallen, Neumünster

Donnerstag, 11. September 2025 (ganztägig)
nordjob-Bau 2025, Holstenhallen, Neumünster

Donnerstag, 11. September 2025, 11:00 Uhr
Geräteausschuss, Holstenhallen, Neumünster

 

Mitgliederversammlung 2025 in Kiel: lebendiger Austausch und viele Impulse

Mitgliederversammlung 2025: Das jährliche Treffen unserer Mitgliedsunternehmen – dieses Jahr im Hotel Kieler Yacht-Club – ist deutlich mehr als ein Ritual und das Abhaken von Formalitäten. Es ist ein lebendiger Ort des informellen, persönlichen Austauschs über Unternehmensgrößen, Regionen und Tätigkeitsfelder hinweg, wie sie nur unsere Branche mit ihrer Vielfalt an Bauunternehmen vereint. Ebenso dient die Versammlung dem Rückblick sowie der Entwicklung neuer Impulse für unsere künftige Verbandsarbeit. Da passte es gut, dass in der direkt vorher stattfindenden Sitzung unseres Vorstandes auch Vertreter des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein und des Wirtschaftsverbandes Bau-Nord teilnahmen, um mögliche Anknüpfungspunkte für eine intensivere Zusammenarbeit zu besprechen.

Unser Vorstandsvorsitzender Olaf Demuth gab in der Mitgliederversammlung einen detaillierten Einblick in die aktuellen bundesweiten konjunkturellen Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft sowie in die Entwicklung der regionalen Bauaktivitäten in Hamburg und Schleswig-Holstein. Im Anschluss machte Hauptgeschäftsführerin Manja Biel deutlich, wie breit und vielschichtig die Rolle des Verbandes als wirtschaftspolitische Interessenvertretung aufgestellt ist: Neben der individuellen Unterstützung unserer Mitglieder in arbeits-, bau- und vergaberechtlichen Fragen umfasst sie die Positionierung gegenüber Politik, Verwaltung, Verbänden und Institutionen – im direkten Austausch, schriftlich, über Öffentlichkeitsarbeit, Spitzenverbände, Kooperationen und Gremienarbeit. All dies wird getragen von einem kleinen, hochmotivierten Team, in enger Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Engagement aus dem Verband.

Nach der Verabschiedung des Haushaltes für 2025 und Beschlüssen zu den Beiträgen stellte Bettina Baumgartner, Geschäftsführerin des EMB- Wertemanagement Bau e. V. in München, ihre Angebote für das Etablieren von Wertemanagementsystemen für Bauunternehmen vor. Einen sehr gelungenen Abschluss vor dem informellen Austausch mit Köstlichkeiten der Hotelküche bot Prof. Dr. Stefan Kooths. In seinem beindruckend kurzweiligen Vortrag „Stresstest für die Bauwirtschaft – staatliche Investitionen, hohe Preise, schrumpfende Spielräume?“ erklärte der Direktor des Forschungszentrums Konjunktur und Wachstum am Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) unterhaltsam die makroökonomischen Mechanismen, die aktuell auf die Bauwirtschaft einwirken.

 

 

Feier 100 Jahre Groth & Co. und Interview mit Dr. Ehrhardt und Karl-Henri Becker

100 Jahre Groth & Co.: Das Unternehmen unseres stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing. Claus-Christian Ehrhardt hat am 20. Juni auf dem Firmengelände in Pinneberg mit rund 400 Gästen sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert – unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“. Aus einem Bauunternehmen im pommerschen Stolp ist inzwischen eine immer noch familiengeführte Unternehmensgruppe mit 400 Mio. € Umsatz, 11 Standorten und über 1.000 Mitarbeitern geworden.

NDR-Journalistin Inka Schneider moderierte ein Festprogramm mit interessanten Gesprächen sowie Einblicken in die Herausforderungen der Vergangenheit und die Pläne für die Zukunft des Unternehmens. Lesen Sie dazu das Interview mit Herrn Dr. Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter der Groth & Co. Bauunternehmung GmbH, Pinneberg, und Karl-Henri Becker, Gesellschafter der GROTH-GRUPPE und Teil der vierten Generation der Familie Groth-Becker, hier.

Kulinarisch, musikalisch, unterhaltsam und in vielen kleinen Extras setzte das Fest definitiv Maßstäbe! Was uns als Bauindustrieverband besonders berührte: Das Unternehmen bat im Vorfeld um Spenden u.a. für das Ausbildungszentrum in Ahrensbök! Herzlichen Dank und noch mal herzlichen Glückwunsch!

Am Tag darauf gingen die Feierlichkeiten weiter: Etwa 600 Mitarbeiter:innen und Angehörige feierten beim großen Familienfest ebenfalls auf dem Firmengelände in Pinneberg.