Herbstgespräche mit Grünkohlessen in Kiel, Nortorf und Jübek: unterschiedliche Stimmungslagen

Teilweise sehr unterschiedlich schauten insgesamt 65 Teilnehmer von 33 unserer Mitgliedsunternehmen während der drei traditionellen Herbstgespräche in Schleswig-Holstein zurück auf das ablaufende Jahr: Rohrleitungsbauer sind derzeit sehr zufrieden. Ein überwiegend zufriedenstellendes Jahr hatten die Tiefbau-Unternehmen, die Auftragsakquise habe sich wegen der schwierigen Marktlage im mittleren Volumenbereich jedoch als sehr schwer herausgestellt: Größere Städte hätten eine Haushaltssperre, auch die Finanzausstattung kleinerer Kommunen bereite Sorgen. Wegen des fehlenden Wohnungsbaus fänden auch weniger Erschließungsmaßnahmen statt. Der Hochbau hat eine schwere Zeit: Es gebe zu wenige Aufträge für die Vielzahl an Anbietern. Lediglich die Bundeswehr habe die Aktivitäten deutlich ausgeweitet.

Größte Herausforderung sind nach wie vor das Gewinnen von Fachkräften und die Ausbildung von ausreichend und geeigneten Auszubildenden sowie die fehlenden personellen Kapazitäten auf der Seite der Maßnahmenplaner. Stefan Lübke und Thies Richter, Syndikusanwälte des Bauindustrieverbandes, berichteten über verschiedene Themen aus den Feldern Bürokratieabbau, Arbeitsrecht, Freistellung für Reservisten, Tarifverträge bzw. dem Sozialpolitischen Ausschuss des HDB. Janina Meins, Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök, informierte unter anderem über 121 neue Auszubildende im ersten Lehrjahr und einen sehr gelungenen Auftritt mit der lebendigen Baustelle als Aussteller der Messe NordBau in Neumünster.

NDR berichtet über Sanierung einer historischen Schleuse durch Friedrich Peters Bau

#StolzaufunsereMitglieder: Das NDR „Hamburg Journal“ berichtete am 18. November über den Einhub der neuen Schleusentore an der historischen und denkmalgeschützten Mellingburger Schleuse in Hamburg-Sasel – realisiert durch unser Mitgliedsunternehmen Friedrich Peters Bau aus Borsfleth (Kreis Steinburg).

Zum Video des NDR Hamburg Journals

Mithilfe eines Krans und eines Tauchers sind die neuen restaurierten Holz-Stemmtore am Oberhaupt der Mellingburger Schleuse eingesetzt worden. Dies markiert laut dem Bezirksamt Hamburg-Wandsbek einen bedeutenden Meilenstein der gesamten Sanierungsmaßnahme. Die heute als Wehr betriebene Mellingburger Schleuse ist die einzige historische Alsterschleuse, an der die frühere Funktion noch erkennbar ist. Sie ist daher als bedeutendes Kulturdenkmal geschützt.

Für das vom Verfall bedrohte Bauwerk hat das Bezirksamt Wandsbek den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer mit der Planung und Realisierung der Sanierung beauftragt. In die umfangreiche Planung sind die öffentlichen Belange insbesondere des Denkmalschutzes, des Naturschutzes sowie des Gewässer- und Hochwasserschutzes eingeflossen.

Die denkmalgerechte Instandsetzung ist ein sehr aufwendiger Prozess, so das Bezirksamt. Im Rahmen der Sanierung finden umfangreiche Ausbesserungsarbeiten am Mauerwerk des Unterhaupts und Oberhaupts statt. Es werden neue Geländer aus Metall hergestellt und montiert sowie zwei neue Brücken und vier Schleusentore eingehoben.

Zu den beauftragten Arbeiten unseres Mitgliedsunternehmen Friedrich Peters Bau gehören die Baulose 1 und 2 und umfassen neben Erd- und Wasserbauarbeiten, die Mauerwerkssanierung und Natursteinarbeiten, rund 150 m Geländer, der Neubau zweier Stahlbrücken mit Eichenholzbelag und der Nachbau von hölzernen Eichen-Schleusentoren, welche auf dem Werkhof in Borsfleth mit eigenen Zimmerleuten nach Vorbild der zuvor demontierten Schleusentore erfolgte.

Geschäftsführer Jan Peters: „Hierzu haben wir die alten historischen Beschläge, Verbindungsmittel und Anbauteile demontiert, aufgearbeitet, beschichtet und an die neuen Tore denkmalgerecht wieder montiert. Neben den Schleusentoren wurden weitere Holzelemente rekonstruiert und teilweise auf Grundlage von historischen Bildern und Zeichnungen nachgebaut. Alles in allem: genau das richtige Projekt für ein 200 Jahre altes Bauunternehmen.

Die Firma Friedrich Peters hat im September dieses Jahres ihr 200-jähriges Firmenjubiläum gefeiert: www.peters-bau.info.

(Bildquelle: Screenshot NDR „Hamburg Journal“)

#StolzaufunsereMitglieder: „Johann Kontor“ von AUG. PRIEN ist „Bauwerk des Jahres 2024“

Der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg (AIV) hat vier „Bauwerke des Jahres 2024“ ausgezeichnet – und damit die jeweiligen Bauherren, Architekten und Tragwerksplaner geehrt.  Unter ihnen auch das neue geschaffene „Johann Kontor“ am Johanniswall zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt, bei dem unser Mitgliedsunternehmen AUG. PRIEN der Bauherr sowie das bauausführende Unternehmen war und das für seine besondere gestalterische und technische Qualität gewürdigt wurde.

Über 60 Bauwerke aus dem Jahr 2024 waren von den Bezirksämtern für den Wettbewerb gemeldet worden. Die Auswahl der Preisträger:innen erfolgte in einem dreistufigen Verfahren durch eine Fachjury mit 16 Mitgliedern. In der Laudatio hieß es: „Insgesamt hat es (das Bauwerk) etwas geschafft, was viele ihm nicht zugetraut hatten. Es hat dem Weltkulturerbe Kontorhausviertel nach 100 Jahren seinen finalen Baustein hinzugefügt.“

Anja Meister, Leiterin Unternehmenskommunikation der AUG. PRIEN-Gruppe: „Diese Auszeichnung würdigt nicht nur die architektonische Qualität, sondern besonders die herausragende Zusammenarbeit innerhalb unserer Projektteams. Das Johann Kontor ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt aus den eigenen Reihen: Unsere Projektentwicklung gestaltete Idee und Planung, während die Schlüsselfertige Abteilung Umsetzung und Realisierung übernahm. Das enge Zusammenspiel – von der Konzeptidee über die detaillierte Planung bis zur Fertigstellung – war entscheidend für den Projekterfolg.“

Weitere Informationen zum Wettbewerb des AIV, den prämierten Bauwerken, der Laudatio und den Fotos der Preisverleihung

(Bildquelle: AUG. PRIEN)

 

Im Studio des NDR Kiel: Interview mit Hauptgeschäftsführerin Manja Biel

Unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel hat sich am 11. November im Studio des NDR „Schleswig-Holstein Magazins“ in Kiel den Fragen von Moderator Henrik Hanses zur Verwendung des Sondervermögens bei Bauprojekten gestellt. Sie plädierte für eine zügige und dennoch qualitätsorientierte kontinuierliche Planung und Beauftragung der jetzt zur Verfügung stehenden Mittel. Zudem für eine integrierte Planung bei komplexeren Projekten, also dem frühzeitigen Einbeziehen von bauausführenden Unternehmen – so könnten Projekte insgesamt schneller realisiert werden.

Vorangegangen war ein Beitrag von Bastian Pöhls über die Verwendung des Sondervermögens in Schleswig-Holstein, unter anderem für Straßenbauprojekte des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV).

Zum Video der Sendung: Beitrag von Bastian Pöhls ab Minute 3:57, das Interview mit Frau Biel startet ab Minute 7:35.
(Bildquelle: Screenshot NDR)

Video von Podiumsdiskussion „Wie gelingt kostengünstiger Wohnungsbau mit dem Hamburg-Standard?“

Dies war das Thema der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) am 11. November im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg. Die Diskussion entwickelte sich – moderiert von Peter Kleffmann aus der Wirtschaftsredaktion des NDR – nach einem Impuls von Senatorin Karen Pein auch mit dem Publikum sehr lebhaft. Mit dabei:

·      Olaf Demuth, Vorsitzender des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein
·      Snezana Michaelis, Vorständin der SAGA-Unternehmensgruppe
·      Dr. Rolf Bosse, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg
·      Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer.

Olaf Demuth: „Der Hamburg-Standard wird erst dann zum Standard, wenn die Hamburger Landesförderrichtlinien das erarbeitete Optimierungspotenzial als Bedingung für die Förderung des Wohnungsbaus aufnehmen. Damit setzt der Senat ein Zeichen an alle Beteiligten, dass es Fördergelder nur dann gibt, wenn die erarbeiteten Voraussetzungen für die Schaffung von kostengünstigem Wohnungsbau angewandt werden.“

Senatorin Karen Pein: „Mit dem Hamburg-Standard haben wir aufgezeigt, wie wir die Neubaukosten um ein Drittel senken können, um so den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Dies war nur möglich, weil alle Akteurinnen und Akteure der Wohnungs- und Bauwirtschaft ihre ganze Expertise im Schulterschluss eingebracht, Bewährtes hinterfragt und gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet haben. Jetzt gilt es, dieses entstandene Wissen und das neue Verständnis der Baukultur auch umzusetzen. Hierfür setze ich mich ein.“

Zum Youtube-Video: Podiumsdiskussion der HBAW zum „Hamburg Standard“

Zur HBAW: Veranstaltungen Archive | Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft

(Fotos: Fjord Media/HBAW)

Zwischen Förde und Elbe: Da sein, wo sich Entscheidungsträger treffen

Gleich zwei hochkarätige Formate boten in diesem Monat die Chance, bauindustriepolitische Themen direkt an die Entscheidungsträger heranzutragen – in Hamburg und in Schleswig-Holstein.

In Hamburg war beim diesjährigen „IndustrieTreff“ des Industrieverbandes Hamburg (IVH) am 13. November in den Räumen des Unternehmens BAT nicht nur der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher zu Gast. Auch Senatorin Melanie Leonhard und Senator Anjes Tjarks, Hamburgs Industriekoordinator Christopher Schwieger, Industrievertreter und Wissenschaftler nahmen teil. Unser Vorstandsmitglied Christian Weber (HC Hagemann) und unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel suchten mittendrin das Gespräch und setzten Impulse – dort, wo Offenheit und Transparenz echten Mehrwert schaffen.

In Schleswig-Holstein folgte kurz darauf das traditionsreiche 58. UVNord-Grünkohlessen im Kieler Yacht-Club mit rund 300 Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Hauptredner war der CDU-Europaabgeordnete Niclas Herbst, der zum Thema „Perspektiven für ein wirtschaftliches starkes und sicheres Europa“ sprach. Das Grußwort für die schleswig-holsteinische Landesregierung hielt Ministerpräsident Daniel Günther.

Mit Blick auf Schleswig-Holstein ging UVNord-Präsident Philipp Murmann auf die aktuelle Situation um die A20 ein: „Ein wirklicher Befreiungsschlag ist, dass Wirtschaftsminister Madsen den Weg für die A20 endlich frei gemacht hat. Da ist frischer Wind aufgekommen. Wir alle hoffen, dass er einen bleibenden Umschwung ankündigt und Einwände, Klagen und Baustopps der Vergangenheit angehören. Wir müssen in Deutschland wieder dahin kommen, dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit, die man in Ruhe und auch im Nachhinein regeln könnte, den Spaten aus der Hand wirft. Das Verbandsklagerecht darf nicht zum Investitionskiller werden und gehört auf den Prüfstand.“

(Bildquelle erste drei folgende Fotos: Tristan Übermuth, letztes Foto: Thomas Eisenkrätzer_Kiel)

Bauingenieurwesen: Stiftung der Hamburger Bauindustrie prämiert beste Bachelor-Absolventen

Im Rahmen der diesjährigen Absolventenfeier hat die Stiftung der Hamburger Bauindustrie am 21. November die besten Bachelor-Ergebnisse prämiert: Hauptgeschäftsführerin Manja Biel und Vorstandsmitglied Frank Schulz ehrten drei Studierende mit sehr guten Noten und sehr kurzer Studiendauer.

Den dritten Preis, der mit 600 Euro dotiert ist, erhielt Carl Luis Göpfert – er hatte den Bachelorabschluss mit der Note 1,7 innerhalb von 8 Semestern und 2 Monaten erzielt.

Als zweite Preisträgerin erhielt Nele Marie Rathjens aufgrund der Note 1,7 und einer Studiendauer von 6 Semestern und einem Monat das Preisgeld in Höhe von 800 Euro.

Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis bekam Thuy-Lam Le für ihre herausragenden Leistungen: Sie hat den Bachelorabschluss mit der Note 1,4 innerhalb von 6 Semestern und einem Monat erworben.

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünscht ihnen alles Gute für ihre Zukunft!

Zum Studiengang Bauingenieurwesen der HafenCity Universität Hamburg

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht zu kommenden Terminen unserer Ausschüsse und von anderen relevanten Veranstaltungen:

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 9:00 Uhr
18. Hamburger Baurechtstag, Bucerius Kunst Forum, Hamburg

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 10:00 Uhr
Sitzung des Sielbauausschusses, Geschäftsstelle Hamburg, Bauindustrieverband

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 15:00 Uhr
Sitzung des Arbeitskreises Jungunternehmer, Geschäftsstelle Kiel, Bauindustrieverband

Mittwoch, 10. Dezember 2025, 15:00 Uhr
Sitzung des Vorstandes, Geschäftsstelle Kiel, Bauindustrieverband

Montag, 15. Dezember 2025, 11:30 Uhr
Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Ausbildungszentrums Ahrensbök e. V., Ahrensbök

EXPO REAL: Impulse für Bauen, Vergabe und Standardisierung

Die EXPO REAL 2025 vom 6. bis 8. Oktober in München bot erneut eine starke internationale Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Baupraxis. Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein war auf der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen vor Ort – ebenso wie einige Mitgliedsunternehmen: AUG. Prien, HC Hagemann, Implenia, Karrié, Strabag, Zech und weitere.

Die von unserem Verband organisatorisch unterstützten Gesprächsrunden des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit politischen Vertretern aus Hamburg und Schleswig-Holstein gaben wichtige Impulse für den überregionalen Austausch.

Im Gespräch mit Senator Dr. Andreas Dressel aus der Finanzbehörde Hamburg standen die Umsetzung des Bundestariftreuegesetzes sowie das Vergabebeschleunigungsgesetz im Mittelpunkt. Der Senator sprach sich für eine maßvolle Flexibilisierung und praxisnahe Gesamtvergaben aus und zeigte Interesse an der Idee eines Modellprojekts zur seriellen Sanierung in Hamburg.

Mit Arne Kleinhans, Leiter der Abteilung Bauen und Wohnen im Schleswig-Holsteinischen Innenministerium, wurde über den Förderstandard des Landes, die Weiterentwicklung von Normung und Bauvertragsrecht sowie über GU-Modelle in der öffentlichen Vergabe gesprochen. Schleswig-Holstein verfolgt hier einen konsequent wirtschaftlich orientierten Kurs, der bundesweit Beachtung verdient.

Ein weiteres Highlight waren die Talkrunden von Hamburgs Bausenatorin Karen Pein am Hamburg-Stand, die auf großes Interesse stießen. In konstruktiver Atmosphäre wurde über den Hamburg-Standard als Vorbild einer pragmatischen, klar strukturierten und zugleich ambitionierten Baupraxis diskutiert.

Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Die EXPO REAL 2025 gab wertvolle Impulse für die Bauwirtschaft im Norden – bot aber auch eine hervorragende Plattform, um die von der Bauindustrie angestoßenen Themen Vergabebeschleunigung, Standardisierung und Tariftreue-Zertifizierung in den politischen Diskurs einzubringen. Der Norden kann und will dabei mitreden – sachlich, lösungsorientiert und mit einer klaren Stimme für die Praxis.“

Save the date: Herbstgespräche in Kiel, Nortorf und Jübek

Auch in diesem November haben Mitgliedsunternehmen aus Schleswig-Holstein wieder die Gelegenheit, sich zu verschiedenen aktuellen Themen und später beim Grünkohlessen in den drei sogenannten „Herbstgesprächen“ der jeweiligen Region auszutauschen – unabhängig vom eigenen unternehmerischen Schwerpunkt und von der Gremienarbeit.
Falls noch nicht geschehen, notieren Sie sich bitte den Termin in Ihrer Region:

Region Kiel und Lübeck
Montag, 10. November 2025, 16:00 Uhr
Hotel Kieler Yacht-Club, Kiel

Region Rendsburg / Neumünster
und Pinneberg / Itzehoe
Donnerstag, 20. November 2025, 16:00 Uhr
Hotel Kirchspiels Gasthaus in Nortorf

Region Schleswig und Westküste/Husum
Montag, 24. November 2025, 16:00 Uhr
Hotel & Restaurant Goos in Jübek

Anmeldungen bitte an eylin.bohn@biv-hh-sh.de.

Ingenieurbau hautnah – Fachausschuss besucht Fehmarnbelt-Tunnelprojekt

Der Fachausschuss Ingenieurbau Schleswig-Holstein traf sich am 8. Oktober 2025 auf Fehmarn – und das nicht irgendwo, sondern mitten im Zentrum eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Europas: dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels.

Im Infocenter von Femern A/S erhielten die Teilnehmenden eine eindrucksvolle Vorstellung des Projekts. Marie Feldmann, Leiterin des Infocenters, vermittelte mit spürbarer Begeisterung Einblicke in Planung, Fortschritt und Herausforderungen des rund 18 Kilometer langen Absenktunnels, der künftig Lolland in Dänemark mit Fehmarn in Deutschland verbinden wird. Ihre Botschaft war deutlich: „Wir planen, wir bauen, wir gestalten.“ – ein Leitmotiv, das bei allen Beteiligten greifbar war.

Nach dem Vortrag und einer lebhaften Fragerunde führte die Exkursion weiter zum Infopunkt Marienleuchte/Puttgarden, von dem aus die Baustelle mit Blick auf die gewaltigen Bauflächen zu sehen war – und ausgerechnet dann setzte natürlich strömender Regen ein.

Auf dänischer Seite sind die Tunnelelementfabrik und der Arbeitshafen in Rødbyhavn längst in Betrieb; dort entstehen die 217 Meter langen Betonelemente, die künftig im Fehmarnbelt abgesenkt werden. Auf deutscher Seite konzentrieren sich die Arbeiten auf das Tunnelportal bei Puttgarden, den Arbeitshafen und die neue Linienführung der Autobahn E47 sowie der Bahntrasse – die ersten Bauwerke sind bereits fertiggestellt.

Abgesenkt wurden bislang allerdings noch keine Tunnelelemente – das dafür vorgesehene Spezialschiff soll nach rund anderthalbjähriger Verzögerung hoffentlich bald zum Einsatz kommen. Vielleicht ergibt sich dadurch auch ein kleiner zeitlicher Puffer im Hinblick auf die von deutscher Seite zu verantwortenden Bauabschnitte.

Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen in der „Burg-Klause“ blieb Zeit für den fachlichen Austausch und Diskussionen rund um technische, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte des Ingenieurbaus in Schleswig-Holstein. Fazit: Komplexe Großprojekte können erfolgreich umgesetzt werden, wenn Planung, Begeisterung und Zusammenarbeit Hand in Hand gehen – auch über Landesgrenzen hinweg.

Parlamentarisches Frühstück der HBAW: Austausch über Bauen und Wohnen in Hamburg

Am 8. Oktober trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft mit Abgeordneten der Bürgerschaft zu einem Parlamentarischen Frühstück im Café Paris. Ziel war der offene Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Branche. Aus der Bürgerschaft nahmen Dennis Thering (CDU), Dr. Anke Frieling (CDU), Martina Koeppen (SPD), Kemir Čolić (SPD), Leon Alam (Grüne) und Marco Hosemann (Die Linke) teil.

Einigkeit bestand hinsichtlich der großen Bedeutung des neuen Hamburg-Standards für kostenreduziertes Bauen in und für Hamburg. Nach der theoretischen Entwicklung müsse nun die Bewährung in der Praxis folgen. Die unterschiedlichen Pilotprojekte – in Größe, Bauherrenschaft und Ausführung – bildeten einen guten Querschnitt, um zu lernen, wie der Hamburg-Standard als „lernendes System“ weiterentwickelt werden könne.

Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein und stellvertretende Vorsitzende der HBAW, verwies darauf, dass Schleswig-Holstein den Standard des kostenreduzierten Bauens bereits als Förderstandard eingeführt hat. Damit sei aus einem „bunten Strauß an Möglichkeiten“ eine konkrete Fördervoraussetzung geworden – ein sinnvoller Ansatz, der auch für Hamburg richtungsweisend sein könnte. Die Nachfrage der politischen Vertreterinnen und Vertreter nach ausreichenden Kapazitäten der Bauwirtschaft beantwortete sie klar mit Ja: Die Branche sei bereit, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurden zahlreiche Themen angesprochen – von der Notwendigkeit klarer rechtlicher Rahmenbedingungen für die Wärmewende über den Mangel an kostengünstigem Wohnraum für Auszubildende bis hin zur besseren Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bauwirtschaft. Übereinstimmung herrschte darüber, dass künftig auch ein „Hamburg-Standard“ für die Sanierung entwickelt werden sollte, um bestehende Gebäude effizienter und nachhaltiger zu ertüchtigen. Der Weg dorthin müsse jedoch schlanker und praxisnäher gestaltet werden als beim bisherigen Prozess.

Der Bauindustrieverband ist Mitglied der HBAW und unterstützt den parteiübergreifenden Dialog zwischen Politik und Bauwirtschaft ausdrücklich. Der regelmäßige Austausch mit den Abgeordneten der Bürgerschaft trägt dazu bei, praxistaugliche Lösungen für das Bauen und Wohnen in der Hansestadt zu entwickeln.

HBAW-Podiumsdiskussion mit Senatorin Pein und Olaf Demuth am 11. November

Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) lädt alle Interessierten herzlich zur diesjährigen Podiumsdiskussion ein:

am Dienstag, den 11. November 2025, um 17:00 Uhr im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg GmbH, Halle H, Schwarzer Weg 3, 22309 Hamburg.

Unter dem Titel „Kostengünstiger Wohnungsbau mit dem Hamburg-Standard?“ diskutiert die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Bauwirtschaft, Architektur und Mietervertretungen. Der „Hamburg-Standard ist das Ergebnis der von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen organisierten „Initiative Kostenreduziertes Bauen“. Ziel war es, den Wohnungsbau in Hamburg durch die Identifizierung zentraler Kostentreiber und die Entwicklung praxistauglicher, rechtssicherer Alternativen deutlich kosteneffizienter zu gestalten. Neue Prozess- und Verfahrensansätze sollen helfen, die Baukosten um mehr als ein Drittel zu senken. Erste Pilotprojekte laufen, doch: Wie realistisch ist dieses Ziel – und welche Wege führen dorthin?

Neben Senatorin Pein ebenfalls auf dem Podium: Olaf Demuth, Vorsitzender des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, Snezana Michaelis, Vorständin der SAGA-Unternehmensgruppe, Dr. Rolf Bosse, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg, sowie Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer. Moderieren wird die Veranstaltung Peter Kleffmann, Wirtschaftsjournalist beim NDR „Hamburg Journal“. Nutzen Sie die Gelegenheit, den Experten Ihre Fragen zu stellen.

Zur Anmeldung – oder Sie schreiben per E-Mail an: events@hbaw.hamburg

Thies Richter: 20 Jahre Rechtsberatung für die Bauindustrie im Norden

Am 1. Oktober feierte Thies Richter sein zwanzigjähriges Dienstjubiläum in der Geschäftsstelle Kiel für den Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein. Der 51-jährige Syndikusrechtsanwalt und Vater dreier Söhne startete im Jahr 2005 seine Arbeit für den Verband. Seit 2010 ist er Fachanwalt für Arbeitsrecht, absolvierte erfolgreich den Fachanwaltskurs für Bau- und Architektenrecht und fungiert seit 2022 als Geschäftsführer des Verbandes.

Herr Richter ist bekannt als verlässlicher, kompetenter und stets ansprechbarer juristischer Berater in allen Bereichen, die unsere Mitgliedsfirmen umtreiben. Zu seinen Aktivitäten gehört auch die Arbeit als Geschäftsführer im Arbeitskreis Jungunternehmer und im Sozialpolitischen Ausschuss sowie in drei Gremien des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Auch außerhalb unseres Verbandes engagiert sich der passionierte Läufer und Tennisspieler sehr: als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses und Schlichter im Schlichtungsausschuss der Industrie- und Handelskammer zu Kiel, als Mitglied in den Arbeitskreisen Arbeitsrecht und Prozessvertreter der UV Nord und als Referent im Kompetenzzentrum für Verwaltungs-Management (KOMMA) der Verwaltungsakademie Bordesholm.

Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Wir gratulieren Thies Richter zum 20-jährigen Jubiläum – und uns selbst zu 20 Jahren mit einem Kollegen, den man einfach nicht missen möchte: durch seine Expertise und seine sehr freundliche, ausgleichende Art ist er bei Mitgliedsunternehmen wie im Team gleichermaßen geschätzt und gefragt.“

Beeindruckender Blick ins Labor: Helmut-Schmidt-Universität öffnet Studiengang Bauingenieurwesen

Bei einem Besuch an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) konnte sich unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel einen umfassenden Eindruck vom Studiengang Bauingenieurwesen verschaffen. Begleitet wurde sie von Universitäts-Kanzler Axel Puckhaber, Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Weber und Prof. Dr.-Ing. Mario Oertel. Besonders bemerkenswert: Das Studienangebot steht nicht nur Offiziersanwärtern offen, sondern ist im Rahmen der Öffnungspolitik auch für zivile Studierende zugänglich.

Der Studiengang ist als Intensivstudium organisiert. Durch das Trimester-System lassen sich Bachelor- und Masterabschluss bereits nach insgesamt vier Jahren erreichen. Für den Studiengang Bauingenieurwesen stehen rund 60 Studienplätze für zivile Studierende zur Verfügung – die Kapazitäten sind derzeit noch nicht ausgeschöpft.

Ein Höhepunkt des Besuchs war die Besichtigung des ausgedehnten Laborgebäudes, das mit modernster Ausstattung und großzügigen Versuchsanlagen hervorragende Bedingungen für praxisorientierte Lehre und Forschung bietet.

Für die Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes eröffnet sich damit eine spannende Perspektive: Über Kooperationsvereinbarungen könnten gezielt Nachwuchskräfte an die HSU entsandt und so frühzeitig an Praxisprojekte gebunden werden. Kanzler Axel Puckhaber hat hierzu weiterführende Informationen zu einem möglichen Rahmenvertrag zugesagt.

Rückfragen dazu gerne an: manja.biel@biv-hh-sh.de / 0160-916 13 555.

KOBI-Nord tagt in Hamburger Geschäftsstelle

Der Arbeitskreis KOBI-Nord hat sich am 14. Oktober in der Hamburger Geschäftsstelle des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein zu verschiedenen bildungspolitischen Themen ausgetauscht. Unter der Leitung von Moritz Lohe (Foto 2. v.r.), Geschäftsführer Bildung des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, gab es die Nachbereitung des KOBI-Arbeitskreises in Berlin von Anfang des Monats – mit dabei waren Petra Höftmann, Abteilungsleiterin Bildung und Technik vom Bauverband Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Kloß, Geschäftsführer des Ausbildungszentrums-Bau in Hamburg und Janina Meins, Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök (Foto v.l.).

Weitere Themen waren der aktuelle Tarifvertrag über die Berufsbildung im Baugewerbe (BBTV), die Neuordnung der Bauberufe sowie die Anfängerzahlen im ersten Ausbildungsjahr der Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg.

Im Arbeitskreis Kompetenzzentrum für Berufsbildung und Personalentwicklung (KOBI) engagieren sich auf Bundesebene und auf regionaler Ebene Mitarbeiter des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Landesverbände der Bauindustrie sowie Leitungskräfte von Bau-Ausbildungszentren.

Mitgliederversammlung der Bundesfachabteilung Ausbau und Trockenbau

Die Bundesfachabteilung Aus- und Trockenbau der Bauindustrie tagte Anfang Oktober beim Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein: Unter dem Motto „Das Jahr 2025 – ein Blick zurück und zwei nach vorn“ startete die Mitgliederversammlung in Hamburg unter der Leitung von Claudio Liguori mit einem Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2025, dann warf er zusammen mit Stefanie Wantig einen Blick nach vorn auf die noch ausstehenden Highlights wie die diesjährige Challenge der Azubis um den Titel „Ausbauheld“ im AZB Hamm im November.

Unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel präsentierte den Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die Themen und Aufgaben unseres Landesverbandes, außerdem folgten interessante Gastbeiträge von Experten des Bundesverbandes der Gipsindustrie. So gab Stefan Heyne-Waltenburg von Gypsum Resources Germany & Central Europe wichtige Impulse für eine spannende Diskussion mit den Teilnehmern zu den folgenden Punkten: Wie steht es um die langfristige Gipsverfügbarkeit, das Recycling und die Nachhaltigkeit? Und welche Hebel können gemeinsam für die Stärkung der Kreislaufwirtschaft angesetzt werden?

Neues und Wissenswertes aus dem Bauordnungsrecht zum Stand der bauaufsichtlichen Anforderungen an Brandschutznachweise vermittelte Jörg Schröder von der KNAUF AG Schweiz.

Nach der Sitzung folgte eine Führung durch und auf die Elbphilharmonie mit imposanten fachlichen Ergänzungen zum Schall- und Brandschutz. Begleitet wurden diese Themen von Gesprächen über Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung.

Es war uns als Landesverband eine Freude, Gastgeber gewesen zu sein!

Terminübersicht Ausschüsse und Veranstaltungen

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht zu kommenden Terminen unserer Ausschüsse und von anderen relevanten Veranstaltungen:

Mittwoch, 5. November 2025, 16 Uhr
Sitzung des Arbeitskreises Baukaufleute, Hotel Kirchspiels Gasthaus, Nortorf

Montag, 10. November 2025, 16 Uhr
Herbstgespräch Region Kiel/Lübeck, Hotel Kieler Yacht-Club, Kiel

Dienstag, 11. November 2025, 17 Uhr
Podiumsdiskussion der HBAW, u.a. mit Senatorin Pein und Olaf Demuth, zum Hamburg-Standard
Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg, Hamburg-Steilshoop

Mittwoch, 19. November 2025, 15 Uhr
Werkraum der Hamburger Stiftung Baukultur (HSBK) zu Risiken bei der Stadtgestalt im Klimawandel,
Kesselhaus in der Hafencity Hamburg

Donnerstag, 20. November 2025, 16 Uhr
Herbstgespräch Region Rendsburg/Neumünster/Pinneberg/Itzehoe, Hotel Kirchspiels Gasthaus, Nortorf

Montag, 24. November 2025, 16 Uhr
Herbstgespräch Region Schleswig/Westküste/Husum, Hotel & Restaurant Goos, Jübek

Dienstag, 25. November 2025, 15 Uhr
Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt, Geschäftsstelle Kiel, Bauindustrieverband

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 9 Uhr
18. Hamburger Baurechtstag, Bucerius Kunst Forum, Hamburg

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 10 Uhr
Sitzung des Sielbauausschusses, Geschäftsstelle Hamburg, Bauindustrieverband

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 15 Uhr
Sitzung des Arbeitskreises Jungunternehmer, Geschäftsstelle Kiel, Bauindustrieverband

#StolzaufunsereMitglieder: Friedrich Peters Bau GmbH feiert 200-jähriges Jubiläum

Am 12. September hat unser Mitgliedsunternehmen Friedrich Peters Bau GmbH sein 200-jähriges Bestehen mit einem Fest gefeiert. Das Familienunternehmen aus Borsfleth (Kreis Steinburg) wird unter dem Leitspruch „Bauen mit Vertrauen“ in der siebten Generation von Dipl.-Kaufmann Jan Peters (52) geleitet und ist eines der ältesten inhabergeführten Bauunternehmen in Norddeutschland. Viele Ehemalige, Mitarbeiter und deren Familien feierten das besondere Firmenjubiläum ausgelassen und tanzten teilweise bis in die frühen Morgenstunden.

In seiner Rede betonte Geschäftsführer Jan Peters, dass solch eine Leistung nur möglich war, weil „immer wieder Persönlichkeiten, Spezialisten und fleißige Helfer und deren Familien den Erfolg und auch mal Misserfolg mitgetragen und sich für das Unternehmen und den Namen Peters Bau hier oben im Norden eingesetzt haben.“

Ein besonderer Dank ging an seinen Vater Klaus Peters, der in der sechsten Generation die Geschicke des Unternehmens gelenkt hatte. Anwesend war auch die nächste Generation, die in einigen Jahren den Staffelstab übernehmen kann.

Friedrich Peters Bau GmbH hat sein Haupteinsatzgebiet in ganz Norddeutschland und ist auf die Bereiche Wasser-, Brücken-, Ingenieur- und Spezialtiefbau mit einer hohen Fertigungstiefe spezialisiert. www.peters-bau.info

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein gratuliert herzlich zu diesem sehr außergewöhnlichen Jubiläum. Der Familie Peters und ihrem Team weiterhin viel Erfolg!

Weitere Fotos von der Jubiläumsfeier

 

NordBau 2025: viele, auch prominente Besucher an unserem Stand

50.300 Besucher, fünf Tage Messe, davon zwei Tage CONBAU-Kongress und der Schülertag nordjob Bau:Technik. Die Holstenhallen in Neumünster waren vom 10. bis 14. September erneut das Zentrum der Baubranche im Norden. Sowohl unsere ausstellenden Mitgliedsunternehmen als auch wir als Verband und das Ausbildungszentrum Ahrensbök zogen eine positive Bilanz: In Neumünster lassen sich unterschiedliche Zielgruppen gleichzeitig ansprechen: Neukunden, Neumitglieder, neue Kooperationspartner als auch die dringend gebrauchten möglichen Nachwuchskräfte. Das Miteinanderreden bewirkt neue Kontakte und stärkt Geschäfts- und Kooperationsbeziehungen. Auch der Geräteausschuss und der Fachausschuss Straßenbau und Gussasphalt sowie die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) trafen sich auf der Messe jeweils zu Sitzungen.

Großen Andrang gab es an unserem Stand während der nordjob Bau:Technik, dem Schülertag auf der NordBau am zweiten Messetag: Fünf teilnehmende Mitgliedsunternehmen hatten zahlreiche Vorstellungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern aus der Region vereinbart und konnten sich ein Bild von potenziellen Auszubildenden machen.

Viele hochrangige Politiker informierten sich auf der Messe über die Themen der Branche: So eröffneten Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen und Hamburgs Staatsrätin Jacqueline Charlier die NordBau und den CONBAU-Kongress, Schleswig-Holsteins Staatssekretärin Julia Carstens und FDP-Fraktions- und Landesvorsitzender Christopher Vogt besuchten während ihrer Rundgänge auch unseren Stand und informierten sich bei Hauptgeschäftsführerin Manja Biel und Ausbildungszentrumsleiterin Janina Meins über die Themen des Verbandes und des Zentrums. Das tat auch die Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport Sabine Sütterlin-Waack, die sich zudem auf einem Baumaschinensimulator ausprobierte und bei der Veranstaltung „Tag der Bauministerin“ den vielen Fragen von Verbandsvertretern und anderen Akteuren stellte. Außerdem begleitete Manja Biel die Messerundgänge von Staatssekretär Frederik Hogrefe (ebenfalls Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport) und von Staatsrätin Jacqueline Charlier, kam mit beiden ins Gespräch und vereinbarte persönliche Folgegespräche.

Hingucker auf unserem Gemeinschafts-Stand waren die beliebte lebendige Baustelle des Ausbildungszentrums sowie der Baumaschinensimulator des Kooperationspartners VDBUM: Zwei Ausbilder und zwei Auszubildende animierten mit viel Esprit die Messegäste zum Mitmachen beim Pflastern und Hämmern und beantworteten wie Zentrumsleiterin Janina Meins zahlreiche Fragen rund um die Bau-Ausbildungsberufe sowie die Arbeit des Zentrums. Mit viel Engagement auch dabei am Stand: Tessa Schacht, seit Anfang September die erste Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement, die das Zentrum für die eigene Organisation ausbildet.

Auf dem Simulator konnten zwei Tage lang nicht nur Auszubildende für den Azubi Cup ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen – auch viele Kinder hatten große Lust, sich als Baggerführer auszuprobieren. Hauptgeschäftsführerin Biel verkündete am letzten Messetag den Sieger des Azubi Cups auf dem Nachbarstand des VDBUM: Philipp Roever von der Firma Kuhlmann Leitungsbau GmbH.

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170 Gesellen und Facharbeiter in Hamburg freigesprochen

Bei der Freisprechungsfeier in Hamburg sind 170 Gesellinnen und Gesellen sowie Facharbeiter für ihre erfolgreich abgeschlossene Ausbildung geehrt worden. Matthias Kloß, Geschäftsführer des Ausbildungszentrums-Bau in Hamburg, konnte über 600 Gäste in der Halle begrüßen, in der wenige Stunden zuvor noch Maurer-Auszubildende ihre letzte Prüfung absolviert hatten. Er würdigte den Fleiß, das Durchhaltevermögen und die Leidenschaft der Absolventinnen und Absolventen, außerdem – auch im Namen der Gesellschafter, der Bau-Innung Hamburg und des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein – den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder der Prüfungsausschüsse: „Sie tragen mit Ihrem Engagement ganz entscheidend dazu bei, dass die Bauwirtschaft in Hamburg und Norddeutschland auf eine starke, qualifizierte Nachwuchsgeneration bauen kann.“

Thomas Sander, Obermeister der Bauinnung Hamburg und Vorsitzender des Norddeutschen Baugewerbeverbandes, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich – und gab ihnen zudem mit, sich im Laufe des Berufslebens immer weiterzubilden, da erlangtes Wissen inzwischen schnell veralte. „Dieses Ausbildungszentrum ist dafür übrigens die allererste Adresse“, pries er die Fortbildungsmöglichkeiten des Zentrums an. Die Laudatio endete mit einem Dank an alle Ausbilder, Eltern und Freunde sowie die Lehrer der Berufsschule für die bis zu drei Jahre lange Begleitung.

Schließlich ermutigte Annette Möller, Abteilungsleiterin der Beruflichen Schule für Bautechnik, die neuen Bau-Fachkräfte in der Zukunft weiter neugierig und mutig zu sein: „Der Bau braucht Euch!“ – bevor die Absolventinnen und Absolventen der insgesamt neun Ausbildungsberufe nacheinander von ihren Ausbildern aufgerufen wurden, ihre Gesellen- und Facharbeiterbriefe unter großem Applaus erhielten sowie anschließend bei Getränken und Snacks mit ihren Gästen ausgelassen vor der Halle und in der Nachbarhalle feierten. Es war eine besondere Atmosphäre, geprägt von Stolz und Freude. Die Absolventinnen und Absolventen feierten sich und ihren Erfolg – und dies völlig zu Recht!

Hochbauausschuss besichtigt Feuerwachen-Baustelle in Quickborn

Der Hochbauausschuss hat sich am 17. September zur Besichtigung einer Baustelle in Quickborn (Kreis Pinneberg) getroffen: Unweit der A7 entsteht bis Dezember eine neue Feuerwachen-Außenstelle mit drei Wohnungen – für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Verantwortlich für den schlüsselfertigen und betriebsbereiten Bau: unser Mitgliedsunternehmen AUG. PRIEN aus Hamburg, das die Erd- und Kanalbauarbeiten an unser Mitgliedsunternehmens H. Uhl Straßen- u. Tiefbau GmbH aus Elmshorn vergeben hatte. Inzwischen sind die Hochbauarbeiten – davon konnten sich die Ausschussmitglieder ein Bild machen – weit fortgeschritten.

Sowohl der Ausschussvorsitzende Gunnar Dellin als auch Bürgermeister Thomas Beckmann der Stadt Quickborn, die das Projekt als Bauherr europaweit ausgeschrieben hatte, begrüßten die Ausschussmitglieder herzlich zur Besichtigung. Anschließend führte AUG. PRIEN-Abteilungsleiter Nils Ladewig in das Projekt ein, bevor Bauleiter Kristof Mützel das Projektmanagement und den Stand der Arbeiten erläuterte. Das Gebäude wird mit modernen Umkleideräumen ausgestattet und hat eine Halle für drei Fahrzeuge. Die Wohnungen befinden sich im Obergeschoss. Nach der Baustellenführung beschäftigte sich der Ausschuss noch mit Themen wie der NordBau-Nachlese, der Vorbereitung auf den HDB-Hochbauausschuss am 23. September sowie dem Ausblick auf die Expo Real vom 6. bis 8. Oktober in München.

Zu weiteren Fotos der Baustellenbesichtigung und Visualisierungen der künftigen Feuerwache 

Hamburg: Bauindustrieverband begrüßt neue Tiefbau-Senatsstrategie

Hamburgs Verkehrssenator Tjarks hat am 16. September die neue Senatsstrategie „Zukunft Tiefbau“ präsentiert, die darauf abzielt, Hamburgs Infrastrukturprojekte künftig schneller und effizienter zu bauen – auch mittels eines „Bündnisses für den Tiefbau“, eines früheren Einbeziehens von bauausführenden Unternehmen in der Planung von Projekten und schnelleren Genehmigungen. Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein hat diese Entscheidung ausdrücklich begrüßt.

Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Die Herausforderungen im Hamburger Tiefbau sind enorm – sowohl was die Anzahl der Projekte betrifft als auch ihre technische und logistische Komplexität. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich den Vorstoß der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, die Zusammenarbeit im Rahmen eines strukturierten Bündnisses für den Tiefbau neu aufzustellen.

Verlässliche Bauzeiten, bessere Planungssicherheit und reibungslosere Koordination – das sind Ziele, die wir als Bauwirtschaft aktiv mitgestalten wollen. Wir bringen unsere technische Expertise, unsere Erfahrung mit Baustellenlogistik im innerstädtischen Raum sowie unsere Kapazitäten als Partner der Stadt gerne ein.

Wichtig ist nun, dass das Bündnis keine Plauderrunde wird, sondern konkrete Arbeitsformate schafft: Transparente Datenlage, frühzeitige Beauftragungen, verlässliche Finanzierungen und ein koordiniertes Vorgehen mit allen städtischen Leitungsträgern – das sind die Voraussetzungen für funktionierende Infrastrukturprojekte in einer wachsenden Stadt. Wir stehen bereit.“

(Foto: Workshop am 12. Mai 2025 von Amtsleiterin Kirsten Pfaue und ihrem Team in der Hamburger Geschäftsstelle des Bauindustrieverbandes zusammen mit dem Fachausschuss Tiefbau)

Zur Pressemitteilung der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

Zur Strategie-Drucksache „Zukunft Tiefbau: mehr und schneller gemeinsam ausbauen im Bereich der Verkehrs-, Energie- und Leitungsinfrastruktur bei geringeren Beeinträchtigungen“

HBAW trifft Senatorinnen Pein und Fegebank zu Gesprächen

Anfang dieses Monats haben Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) zwei weitere Mitglieder des Hamburger Senats zu Gesprächen in ihren Behörden besucht: Senatorin Karen Pein, Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), und Senatorin Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Präses der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft.

Senatorin Pein zeigte sich in Anwesenheit unserer Hauptgeschäftsführerin Manja Biel optimistisch, dass der sogenannte Hamburg-Standard für kostengünstiges und zugleich qualitätsvolles Bauen in den Bezirken ankommen werde – im Pilotquartier Wilhelmsburger Rathausviertel und dank der weiteren anstehenden Referenzprojekte. Die Behörde hat eine Anlaufstelle geschaffen, die einzelnen Investoren bei der Umsetzung des Hamburg-Standards zu unterstützen. In der Kommunikation soll laut Senatorin Pein immer wieder deutlich gemacht werden, dass der Hamburg-Standard ein Werkzeugkasten sei und nicht immer alle Kostenreduzierungs-Potenziale gleichzeitig ausgeschöpft werden könnten. Weitere Themen waren die Ausschreibungen von Sanierungsmaßnahmen der SAGA sowie das Stadtentwicklungsgebiet Oberbillwerder, wo jetzt Planungsrecht bestehe und demnächst die ersten Ausschreibungen zu erwarten seien. Senatorin Pein hat zugesagt, wie unser Vorstandsvorsitzender Olaf Demuth an einer HBAW-Podiumsdiskussion zum Hamburg-Standard am 11. November um 17 Uhr im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg teilzunehmen.

Im Gespräch bei Senatorin Fegebank ging es um die Themen Energiewende, Abfallwirtschaft und Grünpflege: Handwerksbetriebe äußerten Bedenken gegen den Einstieg der Hamburger Energiewerke in das Montagegeschäft von Wärmepumpen, da große Firmen bevorzugt werden könnten. Frau Fegebank versprach, die Einbindung von Handwerksbetrieben zu prüfen. Bei der Abfallwirtschaft gibt es Probleme bei der Entsorgung von Bauabfällen aufgrund unterschiedlicher Rechtsvorschriften (EBV und LAGA). Deshalb kommt zu kostspieligen Doppelbeprobungen, was von einem anwesenden Gesprächspartner der Behörde mit dem Hinweis auf eine neue Gesetzgebung vom Bund bestätigt wurde. Senatorin Fegebank sicherte zu, bei dem Thema an einer Lösung zu arbeiten. Bei der Grünpflege monierten HBAW-Vertreter, dass Grünschnitt in Hamburg im Sommer nicht erlaubt ist, was die Arbeit der Grünpflegebetriebe erschwere. Frau Fegebank versprach, sich dazu zurückzumelden. Es wurde vereinbart, den Dialog zwischen HBAW und der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft zu verstetigen.