NordBau 2026: Ministerpräsident Günther und Ministerin Finke besuchen Verbandsstand
53.200 Besucherinnen und Besucher, über 700 Aussteller – die 71. NordBau in Neumünster ist vom 9. bis 13. September erneut Norddeutschlands Top-Veranstaltung des Jahres zum Thema Bauen gewesen: Nach der Eröffnung der Messe und des Wohnungsbau-Kongresses CONBAU Nord besuchte Ministerpräsident Daniel Günther bei seinem Rundgang unseren gemeinsamen Stand mit dem Ausbildungszentrum Ahrensbök im Forum der Halle 1. Unser Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Claus-Christian Ehrhardt und unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel nutzten die Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen und die wichtigsten Anliegen an die Landesregierung zu erläutern. Der Ministerpräsident ließ es sich nicht nehmen, mit Auszubildenden und den Ausbildern des Ausbildungszentrums Herrmann Schultz und Dennis Svenson ins Gespräch zu kommen, schlug erfolgreich Nägel ein und pflasterte ein paar Steine auf der vom Zentrum organisierten „Lebendigen Baustelle“. Die Besucherinnen und Besucher des Gemeinschaftsstandes konnten vielfältige Aktivitäten an den fünf Messetagen erleben – außerdem trafen sich auf dem Gelände der Holstenhallen der Fachausschuss Straßenbau und Gussasphalt, der Geräteaussschuss und die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) zu Sitzungen. Manja Biel: „Die NordBau hat einmal mehr bewiesen, dass sie der größte Treffpunkt der norddeutschen Bauwirtschaft ist – und wir als Verband konnten mit unseren vielfältigen Aktivitäten unter Beweis stellen, dass die Bauindustrie und ihre Ausbildungszentren ein entscheidender Faktor für das Bauen im Norden sind.“




Dr. Ehrhardt nahm gleich am Eröffnungstag beim Infrastruktur-Forum unseres Kooperationspartners VDBUM an einem Live-Podcast von Dieter Schnittjer zum Thema Bahnbau teil – neben Staatssekretärin Susanne Henckel aus dem Schleswig-Holsteinischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus und anderen. Unser Vorstandsvorsitzender wies unter anderem darauf hin, wie wichtig Planbarkeit in den Investitionen für die Bauindustrie ist. Am folgenden Tag nahm er erneut an dem VDBUM-Live-Podcast teil – dieses Mal zum Thema Bundeswehr-Infrastrukturbau. Hier können Sie die beiden Podcasts anhören, außerdem den Podcast zum Thema „Autobahn und Straßenbau“ mit Jörg Hanzlik von unserem Mitgliedsunternehmen Johann Bunte Bauunternehmung.
Am Tag 2 wurde es an unserem Stand richtig voll – auch weil einige der 1.300 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der „nordjob Bau:Technik“ bei uns zu Gast waren, um sich über Karrierechancen in der Baubranche zu informieren. Das IfT Institut für Talententwicklung hatte für die Jugendlichen feste Beratungstermine mit den teilnehmenden Aussteller-Firmen organisiert. Vier der Firmen waren als Mitgliedsunternehmen auf unserem Verbandsstand präsent und berieten zu Ausbildung, Praktika und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten: MichelBau, Krebs & Suhr, Strabag und Eurovia.






Der dritte Messetag stand für uns ganz im Zeichen des Wohnungsbaus und der Bau-Ausbildung: Am Morgen diskutierte Ministerin Magdalena Finke mit den Gästen des „Tages der Bauministerin“, worauf es beim Fördern des einfachen, schnellen und qualitativ ausreichenden Wohnungsbau ankommt. Anschließend kam die Ministerin zu uns an den Messestand, so dass unsere Hauptgeschäftsführerin Manja Biel unter anderem ausführlicher mit ihr über unsere Sicht auf die Rahmenbedingungen für die Ausbildung der Bau-Fachkräfte sprechen konnte.


Anschließend gab es insgesamt vier Talks – die ersten dieser Art von unserem Verband auf einer NordBau-Messe: Startend mit dem Thema „Was tut die Politik und öffentliche Verwaltung, um das Bauen zu fördern?“ mit Maren Reder, Abteilungsleiterin Wohnen der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, und Dr. Maik Krüger, Leiter des Referats für Wohnraumförderung, Recht des Wohnungswesens und Wohngeld im Schleswig-Holsteinischen Ministerium Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport. Parallelen und Unterschiede in den beiden Bundesländern bei den Themen Wohnraumförderung und Baustandards wurden herausgearbeitet, außerdem erläuterten die beiden Experten ihre Wege beim Bauen im Bestand sowie ihre Wünsche an die Bauindustrie.




Es folgten drei Talks zum Thema Bau-Ausbildung und Karriere-Chancen in der Bauwirtschaft – mit Janina Meins, Leiterin des Ausbildungszentrums Ahrensbök, und Annette Clausnitzer, Verantwortliche für Marketing und Social Media im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg. Ein besonderes Projekt präsentierten zwei Auszubildende der POHL-Gruppe – seit Jahren sichern Auszubildende unseres Mitgliedsunternehmens die Infrastruktur des Wacken-Festivals!
Am vierten Tag der NordBau 2026 hatten wir ein dichtes Kurzvortrags-Programm zu spannenden Bauprojekten unserer Mitgliedsunternehmen sowie den Themen Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz parat: Bauführer Dennis Mees von Zech Sports GmbH präsentierte den schon laufenden Umbau und die Erweiterungspläne des Stadions von Holstein Kiel. Marius Moede von Ed. Züblin erlaubte viele Einblicke in die Realisierung des ersten Bauloses vom Jahrhundertprojekt in Hamburg, den Bau der U-Bahnlinie 5. Sönke von Fintel von Implenia Civil Engineering präsentierte das derzeit größte Brückenprojekt des Nordens: den Ersatzneubau der Rader Hochbrücke, dessen erster Teil bald fertig wird.




Bauen ist moderner als viele denken: Wie Drohnen bei der Bau-Überwachung und -Dokumentation eingesetzt werden können – das erläuterte Simon Grütt von Heinich Karstens Bauunternehmung. Jonas Trosse von der Zech Bau Holding erklärte den Standbesucherinnen und -besuchern mit einfachen Worten, was eigentlich BIM (Building Information Modeling) bedeutet und welche Vorteile es beim Bauen bringt. Und zum Abschluss erläuterte Dr. Robert Hartung von Johann Bunte Bauunternehmung, warum die Künstliche Intelligenz Zeit spart, die Qualität steigert und den Fachkräftemangel teilweise ausgleicht. Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die dieses interessante Stand-Programm möglich gemacht haben!




Den Abschluss unserer gemeinsamen Messe-Aktivitäten bildete ein erstmaliges Treffen von ehemaligen Auszubildenden des Ausbildungszentrum Ahrensbök: Rund 30 Ex-Azubis aus vielen verschiedenen Jahrgängen sahen sich wieder bzw. konnten sich von zwei Ausbildern und der Leiterin des Zentrums Janina Meins über aktuelle Entwicklungen berichten lassen.
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(Fotos: Jan Häusler/Fjord Media, Richard Lemloh/BIV HH SH)



