Bündnis für den Tiefbau: Senator Tjarks stellt Strategie auf „HSBK-Baukultur Forum 26“ vor
Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, hat beim „Baukultur Forum 26“ der Hamburger Stiftung Baukultur (HSBK) am 10. Februar in der Kulturfabrik Kampnagel vor rund 300 Gästen die Eckpunkte des künftigen „Bündnisses für den Tiefbau“ vorgestellt: Hamburg bereitet sich auf einen Hochlauf an Investitionen sowohl in die Verkehrsinfrastruktur – Brücken- und Straßensanierungen sowie Ersatzbauten, U- und S-Bahn-Neubaustrecken – als auch in seine Leitungsnetze – Wasserleitungen, Energienetz, Glasfaser – vor. 3.000 laufende Baustellen habe Hamburg. Deshalb muss es laut Senator darum gehen, „künftig schneller zu bauen, weniger zu stören und mehr zu bewegen“.
Helfen soll dabei das „Bündnis für den Tiefbau“, das ab dem kommenden Sommer mit einem partnerschaftlich-integrativen Ansatz, besseren Bauabläufen und einem Kommunikationskonzept genau dafür sorgen soll. Ziel müsse es sein, nur noch einmal, termintreu und schnell im gleichen Straßenraum zu bauen. Dafür soll beispielsweise der Straßen- und Leitungsbau in kooperativen Maßnahmen gebündelt, außerdem sollen innovative Vergabemodelle angewendet werden. „Geschwindigkeit ist das Kriterium für die Bürgerinnen und Bürger“, so der Senator. Und die Kommunikation: Anwohnende und Gewerbetreibende sollen künftig sowohl digital als auch vor Ort besser über Maßnahmen informiert werden.
„Aus der Wahrnehmung unserer Mitgliedsunternehmen ist der Markt in Hamburg derzeit von einer sehr verhaltenen Ausschreibungstätigkeit geprägt“, ordnet Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, die Ankündigungen ein. „So bleibt zwischen dem formulierten Anspruch und der tatsächlichen Projekt- und Vergabepraxis aktuell eine spürbare Diskrepanz. Wenn Geschwindigkeit das Kriterium sein soll, muss das angekündigte Bündnis für den Tiefbau zügig in die Umsetzung kommen und sich strategische Zielsetzungen zeitnah in konkreten und planbaren Ausschreibungen widerspiegeln.“
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(Fotos 1 + 3: © Julia Schwendner)




