Fachausschuss Straßenbau und Gussasphalt: Weichenstellungen für 2026
Bei der Sitzung des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt am 4. März im Ausbildungszentrum Ahrensbök standen vor allem aktuelle Herausforderungen, kommende Termine und strategische Positionierungen gegenüber Politik und Verwaltung im Vordergrund.
Mit Blick auf das neue RAL-Gütezeichen für Ausbauasphalt herrschte Einigkeit: Der Verband soll die Einführung aktiv begleiten. Besonders positiv bewertet wurden Verbesserungen im Haldenmanagement und mehr Transparenz für Auftraggeber. Einen breiten Raum nahmen die jüngsten Gespräche mit Wirtschaftsminister Madsen ein. Der Wille zur Umsetzung der zusätzlichen Haushaltsmittel sei erkennbar – doch inhaltlich gebe es Reibungspunkte. Die Mitgliedsunternehmen kritisierten unter anderem die unzureichende Vorbereitung der Auftraggeber bei Gesprächen, die Absicht, Risiken weitgehend auf die Unternehmen zu übertragen und die auf fünf Jahre komprimierte Mittelverteilung trotz Personalengpässen.
Gleichzeitig wurden alternative Vertragsmodelle wie Pauschalen, ECI oder Cost+Fee intensiv diskutiert. Auch technische Themen wie TA-Asphalt, Bohrkern-Untersuchungen und die Ablehnung von RDO-Sanktionen kamen zur Sprache.
Die Sitzungstermine für 2026 stehen fest: Am 17. Juni trifft sich der Ausschuss in Kiel, die Septembersitzung findet traditionell zur NordBau in Neumünster statt. Die Novembersitzung ist ebenfalls in Kiel geplant.
(Foto: Eurovia)




