Bauwirtschaftsdaten 2024 für Hamburg und Schleswig-Holstein
Die Bauwirtschaft steht deutschlandweit vor großen Herausforderungen – sinkende Baugenehmigungen, volatile Auftragseingänge und unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Sparten prägen das Bild. Auch unser Verbandsgebiet Hamburg und Schleswig-Holstein ist von diesen Trends nicht ausgenommen. Das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein hat jetzt die detaillierten Zahlen für 2024 in unserem Verbandsgebiet herausgegeben, die wir in den folgenden Übersichten zusammengestellt haben.
Bauwirtschaftsdaten 2024 für Hamburg
Bauwirtschaftsdaten 2024 für Schleswig-Holstein
Während die bundesweiten Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 real um 0,7 % gesunken sind, zeigt sich in unseren beiden Bundesländern eine differenzierte Entwicklung: Schleswig-Holstein konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Auftragsplus von 4,8 % verzeichnen, während Hamburg mit -6,9 % einen Rückgang erlebte. Besonders auffällig ist der Einbruch im Wohnungsbau in Hamburg um -24,2 %, während Schleswig-Holstein hier mit +2,6 % eine stabile Nachfrage zeigt.
Auch beim Umsatz gibt es regionale Unterschiede: Während der bundesweite Bauumsatz real um -1,0 % sank, entwickelte sich Hamburg mit einem Umsatzplus von 6,3 % gegen den Trend.
Schleswig-Holstein musste hingegen einen leichten Umsatzrückgang von -3,1 % hinnehmen. Besonders dynamisch entwickelten sich der öffentliche Hochbau sowie der Straßenbau, während der Wirtschaftsbau schwächelte.
Die Zahl der Beschäftigten in der Bauwirtschaft bleibt bundesweit nahezu konstant, doch in Hamburg und Schleswig-Holstein zeigt sich eine leicht rückläufige Tendenz. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen, um Fachkräfte im Baugewerbe zu halten und neue zu gewinnen.
Es ist jedoch zu beachten, dass die Bauwirtschaftsdaten in Hamburg und Schleswig-Holstein stärker von einzelnen Großprojekten und Entwicklungen einzelner Unternehmen beeinflusst werden als in anderen Regionen.